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Basilika St. Jakobus der Ältere (Bazilika sv. Jakuba)

Die mächtige, dreischiffige Basilika mit ihrem langen und hohen Altarraum ist der drittlängste Kirchenbau in Prag. Die Kirche wurde im Jahre 1232 gegründet, im 18. Jahrhundert wurde sie im Barockstil umgebaut. Am Chor steht eine Orgel aus dem Jahre 1705. Die Basilika des Hl. Jakob ist gegenwärtig auch Veranstaltungsort für Orgelkonzerte. Die bekannte Orgel des Hl. Jakob besitzt vier Manuals, 91 klingende Register und 8.277 Pfeifen.

Basilika St. Jakobus der Ältere (Bazilika sv. Jakuba), Malá Štupartská 635/6, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://praha.minorite.cz, e-mail: praha@minorite.cz
tel.: +420224828814, +420224828816

Öffnungszeiten: Di - Sa 9.30 - 12.00 und 14.00 - 16.00 (Fr bis 15.30) So 14.00 -16.00

Orgelkonzerte

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Programme

Objekt geschichte

Die Kirche entstand bei dem unter König Wenzel I. im Jahr 1232 im Zusammenhang mit der Gründung der Prager Altstadt ins Leben gerufenen Minoritenkloster. In dieser äußerst repräsentativen Kirche fand 1311 das Krönungsmahl des Königspaares Johann von Luxemburg und Elisabeth, der letzten Angehörigen des Geschlechts der Přemysliden statt. Nach einem alles vernichtenden Brand im Klosters gründete Johann von Luxemburg im Jahr 1319 eine neue gotische Kirche, die unter Karl IV. im Jahr 1374 fertig gestellt wurde. Das Deckengewölbe maß an seiner höchsten Stelle rund 30 m. Die Kirche selbst zählte zu den drei längsten Königskirchen Prags. Hier fanden auch immer die Feierlichkeiten statt, wenn Herrscher zu Grabe getragen wurden. So wurde beispielsweise 1378 Karl IV. auf einem prächtigen Katafalk mit fünfhundert Kerzen aufgebahrt, und im Jahr 1577 war hier vorübergehend Kaiser Maximilian II. von Habsburg beigesetzt.

Nach einem Brand im Jahre 1689 nahm der Architekt Jan Šimon Pánek eine Barockisierung vor, deren baulicher Teil 1702 abgeschlossen war, die Innenausstattung folgte 1736 - 1739. Durch diese Baumaßnahmen verlor die Kirche ihre gotische Form, der ursprüngliche Grundriss sowie ein Teil der Mauern aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts blieben jedoch erhalten.

Bei der Kirche handelt es sich um eine mächtige dreischiffige Basilika mit lang gezogenem Barockchor und einem Turm an der südwestlichen Seite. Die Verzierung der Stirnfassade ist ein Werk des aus Padua stammenden Meisters Ottavio Mosto. Dieser schuf hier drei Stuckreliefs über den Portalen der Heiligen Franz von Assisi, Jakobus und Antonius von Padua.

In ihrem Inneren wirkt die Kirche wirkt durch den lang gestreckten Raum und die Barocktribünen über den Seitenschiffen äußerst monumental; die Gliederung mit Pilastern aus Kunstmarmor stammt von K. Schartzmann.

Die älteste Bildhauerarbeit in der Kirche ist die spätgotische Polychromplastik der Pieta auf dem Hauptaltar, die aus der Zeit um 1500 stammt. Das Gemälde des Kirchenpatrons auf dem Hauptaltar, die Enthauptung und Verklärung des hl. Jakobus, stammt von Wenzel Lorenz Reiner. Künstlerisch besonders wertvoll ist der hochbarocke Grabstein des höchsten böhmischen Kanzlers, Jan Václav Vratislav z Mitrovic, der 1714 - 1716 nach einem Entwurf des Wiener Architekten J. B. Fischer von Ehrlach entstand. Der Grabstein befindet sich im linken Seitenschiff und ist mit Statuen Ferdinand Maximilian Brokoffs verziert. In der St.-Jakobs-Basilika befindet sich die drittgrößte Sammlung von Gemälden Peter Brandls.

Die St.-Jakobs-Kirche stand unter dem Schutz der Prager Metzgerinnung. Wohl deshalb wurde einem Dieb bei dem Versuch, eine wertvolle Plastik zu stehlen, die Hand abgehackt. Links vom Kircheneingang hängt sie noch heute zur Abschreckung.

Im Jahr 1974 verlieh Papst Paul VI. der Altstädter Kirche Jakobus des Größeren (auch des Älteren) den Ehrentitel Basilika Minor. Das Gebäude ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche.

 

 

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