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Spiegel-Irrgarten (Zrcadlové bludiště)

Einer der beliebtesten Orte für Kinder und Erwachsene. Von außen wirkt das Gebäude nahe dem Aussichtsturm wie eine kleine Burg, aber innen ist es nicht ein Labyrinth an geheimnisvollen, steinernen Gängen, sondern ein Irrgarten aus Spiegeln. Zuerst irrt man durch hindurch, bis zu einem plastischen Bild, auf dem die Schlacht der Prager mit den Schweden auf der Karlsbrücke im Jahre 1648 dargestellt wird. Und dann verwandelt man sich schon im „Saal des Lachens“ - mit einem Blick in die konvexen und konkaven Spiegeln - in Zwerge, Bohnenstangen und andere Gestalten.

Spiegel-Irrgarten (Zrcadlové bludiště), Petřínské sady, Praha 1 - Malá Strana, 118 00
Web: http://www.muzeumprahy.cz/prazske-veze/, e-mail: muzeum@muzeumprahy.cz
tel.: +420725831634

Öffnungszeiten

November – Februar

ganze Woche
10.00 – 18.00

März

ganze Woche
10.00 – 20.00

April – September

ganze Woche
10.00 – 22.00

Oktober

ganze Woche
10.00 – 20.00

Eintrittspreise

Grundpreis

90 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

65 Kč

Eintrittspreis für Familien

250 Kč

VERKEHRSANBINDUNG
Die nächst gelegene Station des öffentlichen Verkehrs ist die Straßenbahnstation „Újezd“ + die Seilbahn auf den Berg Petřín.
 Sofern die Seilbahn gerade außer Betrieb ist:
•von der Station Pohořelec (Straßenbahn Nr. 22) die Straße Strahovská oder Úvoz entlang
•von der Station Malostranské náměstí (Straßenbahn Nr. 12, 20, 22) die Straße Tržiště und Vlašská entlang
•von der Station Újezd (Straßenbahn Nr. 6, 9, 12, 20, 22) den Seminar-Garten (tsch.: Seminářská zahrada) hinauf
•von der Station Koleje Strahov oder die Stadion Strahov zu Fuß über die Ebene des Studentenheim-Areals und durch den Rosengarten (tsch.: Růžový sad)

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Objekt geschichte

Der Irrgarten wurde nach dem Projekt des Architekten Wiehl als Pavillon des Klubs der tschechischen Touristen in der Prager Jubiläumsmesse 1891 erbaut. Er wurde vom Prager Zimmermanns- und Baumeister Matěj Bílek erbaut. Der Irrgarten lag ursprünglich in der Nähe der Industriepalastecke, zwei Jahre später wurde er auf den Laurenziberg verlagert. Er ist die Nachahmung des einstigen Wyschehrader gotischen im 14. Jahrhundert durch Karl IV. erbauten und mit neun Türmchen gekrönten Tores, das Spitze (Špička) heißt. Ursprünglich war in den Vorderzimmern ein Rundpanorama mit zwanzig Schaulöchern für ca. 100 abwechselnde stereoskopische Diapositive interessanter tschechischer Lokalitäten. Weiter waren hier die Ausstellung der Touristik- und Publikationstätigkeit des Klubs und die Ausstellung touristischer Produkte tschechischer Firmen. Es folgte der Diorama-Raum. Es ist ein großes Gemälde mit einem plastischen Vordergrund, er veranschaulicht den Kampf der Prager gegen die Schweden auf der Karlsbrücke im Jahre 1648, genauer beschrieben die Verteidigung des Altstädter Brückenturms durch den Jesuiten Namens Scheu (Plachý). Das Gemälde hat 80 Quadratmeter, es ist das gemeinsame Werk der Gebrüder Adolf und Karl Liebscher, das Gemälde schufen sie unter Mithilfe von Vojtěch Bartoněk und Karel Štapfer. Karl schuf die landschaftlichen und architektonischen Teile, Adolf den effektvollen Prozess, das Werk malten sie innerhalb von 50 Tagen zu Ende. Es ist interessant, sich auf dem Gemälde anschauen zu können, wie das linke Ufer der Moldau in der Hälfte des 17. Jahrhunderts aussah. Der Pavillon fand einen starken Widerhall, sodass der Klub der tschechischen Touristen aus seinem Betrieb anlässlich der Messe unerwartet sogar profitieren konnte.
Nach dem Umzug des Pavillons auf den Laurenziberg wurde im rechten Teil anstatt des Panoramas mit Diapositiven ein Spiegellabyrinth installiert, das zum Diorama-Gemälde führt. Die Inspiration war offensichtlich der Spiegelirrgarten im Wiener Prater. Das zweite Zimmer wurde im Jahre 1911 mit unterschiedlich konvexen und hohlen Spiegeln (Lachsaal) bestückt. Der Irrgarten zählt 31 übliche und 14 irreführende Spiegel.
Merkwürdigkeit:
Auf dem Dach des Irrgartens befinden sich Wimpel mit Vornamen der Handwerker, die sich an den Bauarbeiten bereits im Jahre 1891 beteiligten. Jeder schrieb seinen Vornamen selber auf

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