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Chodenland Festung (Chodovská tvrz)

Das rekostruierte Schlösschen – ursprünglich eine mittelalterliche Festung – ist die wichtigste historische Sehenswürdigkeit in der Südstadt, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert reicht. Heute dient sie als Kulturhaus und vermittelt Kontakte zu zeitgenössischen bildenden Künstlern. Es werden hier auch Konzerte veranstaltet, vorwiegend ernster Musik, und eine Reihe weiterer Programme für Kinder und Erwachsene. Den besuch der Chodenland Festung können Sie sich mit einem Besuch im hiesigen Restaurant versüßen.

Chodenland Festung (Chodovská tvrz), Ledvinova 9, Praha 4 - Chodov, 149 00
Web: http://www.chodovskatvrz.cz, e-mail: info@chodovskatvrz.cz
tel.: +420267914831

Objekt geschichte

Befestigungsanlage Chodov

In der Südstadt in der Nähe der Plattenhaussiedlung befindet sich ein wertvolles Denkmal - eine ursprünglich gotische Wasserfestung, einer der wenigen Belege dieser Architekturart, der sich aus Zeiten erhielt, als die Festung den Weg über das altertümliche Dorf Chodov in Richtung nach Prag überwachte. Bei der Untersuchung entdeckten die Archäologen Reste der Originalwände, der gotischen Leibung des ehemaligen Eingangs und der Brückenpfeiler aus der Entstehungszeit. Die Festung ist durch ihre zentrale Ringdisposition mit dem Innenhof einzigartig. Sie entstand offenbar zu Beginn des 14. Jahrhunderts, war von drei Seiten von einem zehn Meter breiten und viereinhalb Meter tiefen Wassergraben umgeben. Der ursprüngliche Baumeister ist unbekannt. Den Zutritt ermöglichte auf der Westseite eine auf gemauerten Pfeilern liegende Holzbrücke. Ein Teil der Brücke sowie das erhaltene gotische Tor waren klappbar. Im Laufe der Zeit hatte die Festung im Westen und im Norden zwei Türme, auch zwei Trinkbrunnen und Fundamente einer ehemaligen Schmiede wurden gefunden. Während aller Jahrhunderte absolvierte das Gebäude alle Umbauphasen, so wie sich die Eigentümer abwechselten. In den Jahren 1687 - 97 änderte die damalige Renaissancegestalt der Festung ein umfangreicher Barockumbau. Letzte Änderungen sind aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts, als die heutige Gestalt des klassizistischen Schlösschens mit einem runden Arkadeninnenhof und der die frühbarocke Gliederung nachmachenden Außenfrontseite entstand. Die klassizistischen Gestaltungen ließ Francois Rousseau von Happencourt durchführen. Im Jahre 1923 kaufte das Schlösschen die Stadt Prag und im Jahre 1931 und adaptierte sie das Objekt. Im Jahre 1968 wurde Chodov an Prag angeschlossen, es war hier der Staatsbauernhof Prag ansässig, der hier verschiedene angebaute Wirtschaftsgebäude nutzte, das Schlösschen geriet aber in den Unfallzustand und man erwog seinen Abriss. Schließlich wurde es doch gerettet und umgebaut, und zwar in den Jahren 1984 - 88 nach dem Projekt des Architekten Miroslav Burian. Der runde durch den Arkadenwendelgang umsäumte Innenhof blieb bestehen, in damaligen Ställen und Kammern im Erdgeschoss mit barocken Kappengewölben und klassizistischen preußischen Gewölben sind heute ein Musiksaal, ein Ausstellraum und ein kleines Café für Besucher. In der ersten Etage sind einige trapezförmige Repräsentationsräume mit renovierten Stuckdecken. Die Holzbrücke erinnert an die einstige Kettenzugbrücke, der Ringgraben blieb nur in Andeutung. Einzigartig ist das renovierte Festungsportal. Die Herrichtung der Parkgrünanlage in der Umgebung wurde nach dem Entwurf von Prof. Jiří Maleček durchgeführt. Durch den Park führt ein über einen halben Kilometer langer Passantenrundgang. Die Umgebung der Festung beleben vier Statuen der akademischen Malerin Ellen Jilemnická, die vier Jahreszeiten darstellen und Jahresmetamorphosen heißen.

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