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Hotel Paris (Hotel Paříž)

Einen unverwechselbaren Anblick vom Beginn des 20. Jahrhunderts bietet eines der schönsten Prager Hotels, das Hotel Paris im historischen Stadtkern. Jugendstil-Details zieren das pompöse, neugotische Gebäude, das im Jahre 1904 von den Architekten J. Vejrych und A. Pfeifer entworfen worden ist. Dank der Tatsache, dass das Hotel als historische Sehenswürdigkeit ausgerufen worden ist, kann es sich heute seiner ursprünglichen Innenausschmückung rühmen. Das gilt zum Beispiel für die wunderschöne Dekoration des Restaurants Sarah Bernhardt.

Hotel Paris (Hotel Paříž), U Obecního domu 1, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.hotel-paris.cz/cs/, e-mail: booking@hotel-paris.cz
tel.: +420420222195195, +420420222195666

Objekt geschichte

 

Das neugotische Hotel Paris mit markanten Jugendstilelementen wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts an einem Ort mit reicher Geschichte erbaut. Das Haus der angesehenen Familie Velflovic, das in der Nachbarschaft des Bergturmes, später Pulverturmes, stand, kaufte Wenzel IV. gemeinsam mit weiteren Gebäuden in der Umgebung und errichtete hier den Königshof, wo er am Ende des 14. Jahrhunderts nach dem Brand der Prager Burg wohnte. Weitere Herrscher wohnten hier bis 1483, als Vladislav II. von Böhmen und Ungarn wieder auf die Prager Burg umsiedelte. Anderthalb Jahrhunderte verödete der Hof, er wurde Privateigentum, im Jahr 1631 kaufte alles Erzbischof Ernst Adalbert von Harrach und ließ hier ein erzbischöfliches Seminar errichten. Dazu gehörte auch eine St.-Adalbert-Kirche, die 1694 aus dem Nachlass des Erzbischofs Johann Friedrich von Waldstein erbaut wurde. Als das Seminar 1777 nach Clementinum übersiedelte, entstand hier die Königshöfliche Kaserne. Bis 1900 war hier eine Kadettenschule und die Kirche wurde eine Militärkirche. Im Jahr 1900 entstand im Stadtteil Hradschin eine neue Kadettenschule und damals wurde die Kaserne verkauft und alle Gebäude wurden niedergerissen.
Das Hotel im frühen Jugendstil wurde in den Jahren 1904 – 1907 nach dem Entwurf vom Architekten Jan Vejrych gebaut. Das Interieur des Cafés und des Restaurants entwarf der Architekt Antonín Pfeiffer und die Keramikmosaiken an der Fassade sind vom Maler Jano Köhler. Die imposante Ecke des Gebäudes mit einem hohen Attikagiebel ist mit einem hohen Turm mit Wandelgang und Kupferspeiern abgeschlossen. Dieser Aussichtsturm ist der höchste Hotelturm in der Altstadt und hat eine Aussicht von 360°. Der Turm gehört zum einzigartigen Präsidentenappartement Royal Tower Suite mit einer Fläche von 150 m2. Die Frontfassade ist reichlich mit pflanzlichen Stuckornamenten geziert und in der letzten vierten Etage sind zwischen den Fenstern farbige Mosaiken mit figuralen Genrebildern. Beide Seitenflügel haben über dem Obersims einen Attikagiebel mit Türmchen und die ganze Fläche ist neugotisch plastisch geschmückt. Über dem Hotelhaupteingang ist ein Kupferdächlein als Baldachin gestaltet und das Portal ist mit einem türkisgoldenen Mosaik gerahmt. Auch das Hotelinterieur ist für seine einzigartige Ausschmückung berüchtigt. Zum Glück wurden die meisten kunsthandwerklichen Elemente dieser Stilvollen Dekoration während der Rekonstruktion gerettet. Die Wandverkleidung im Restaurant und Café ist wieder türkis und ist aus gespaltenem Glasmosaik, ursprünglich aus Italien importiert. Das Mosaik ergänzen mit Farbholz und Perlmutt intarsierte Holztafeln, es befinden sich hier Kupferverzierungen, Tür- und Fensterbeschläge aus Messing, vergoldeter Stuck in den Zimmern und in den Gängen, Glasanhängsel im Jugendstil auf den Armen der Leuchten, viele wertvolle Spiegel und weitere Zierelemente im Jugendstil.
Bereits in der Zeit seines Entstehens wurde das Hotel für ein außergewöhnliches Werk gehalten, deshalb ist das Gebäude im Museum der schönen Künste in Paris eingeschrieben. Das Hotel gehörte zu den modernsten Prager Hotels und immer hatte es den besten Ruf. Seit 1923 gehörte es der Familie Brandejs, im Jahr 1948 wurde es verstaatlicht und danach wurde es langsam vernachlässigt bis es zu den zweitklassigen Hotels gehörte. In den 80er Jahren wurde er rekonstruiert und im Jahr 1984 wurde es Nationaldenkmal. Die Familie Brandejs bekam das Hotel im Jahr 1992 zurück. Heute gehört es wider zur Europa- und Weltspitze. Dennoch wird es weiter aufgebessert. Es entstanden eine neue Halle mit ursprünglichem Design, ein neues Mosaik vor dem Haupteingang nach dem Originalfußboden und neues Aussehen bekam auch das Café mit einer neuen Bar Chez Amis. Auch die Zimmer entsprechen den aktuellsten Weltstandarden. Sie haben eine Klimaanlage, sie sind mit neuesten Technologien ausgestattet, ebenfalls die luxuriösen Badezimmer mit beheiztem Fußboden. Den Gästen und anderen Besuchern dienen weiterhin das ursprüngliche legendäre Café de Paris und das elegante französische Gourmet-Restaurant Sarah Bernhardt, ebenso wie der neue Wellness & Spa Centrum mit Sauna und Massagen.

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