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Kirche der Maria der Engelsgleichen (Kostel Panny Marie Andělské) – Bei den Kapuzinern (U kapucínů)

Der 1-schiffige Sakralbau aus dem Jahre 1602 mit rechteckförmigen Kapellen an den Seiten und einem kleinen Sanktus-Türmchen ist ein untrennbarer Teil des Areals des Kapuzinerklosters. Im Jahre 1757 wurde die Kirche von preußischen Schützen bei der Belagerung Prags beschädigt und eine Artillerie-Kugel wurde in der Innenwand hinterlassen. Die Kirche ist bei den Pragern ein beliebter Ort für einen Besuch einer einzigartigen Krippe aus dem Jahre 1780 mit 48 lebensgroßen Figuren.

Kirche der Maria der Engelsgleichen (Kostel Panny Marie Andělské) – Bei den Kapuzinern (U kapucínů), Loretánské náměstí 6, Praha 1 - Hradčany, 118 00
Web: http://www.kapucini.cz, e-mail: praha@kapucini.cz
tel.: +420222765450

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Objekt geschichte

Dieses Kloster ist das älteste Kapuzinerkloster in Böhmen. Es wurde im Lobkowitz-Garten im Jahre 1600 durch den Ordensgeneral Laurentius von Brindisi selbst gestiftet, der später heilig gesprochen wurde. Im Jahre 1602 wurde die Kirche der Jungfrau Maria Engel geweilt, die, wie die Kapuziner fordern, sehr einfach war. Nur ein Schiff, ohne Turm, nur mit einem kleinen Sanktustürmchen, von dem beim Gottesdienst geklingelt wurde. Die Innenraumausstattung ist genauso einfach, in der Neuzeit kam noch ein neuzeitiges Kreuzgangrelief von Karel Stádník dazu. In einer der Seitenkapellen macht auf sich eine alte Weihnachtskrippe aus dem Jahr 1700 mit Holz- und Strohfigürchen mit Gips- oder Papiergesichten aufmerksam. Die Figürchen haben echte mit Harz imprägnierte Anzüge an. Die Weihnachtskrippe fertigte der Kapuzinermönch Kasper. In der Kirchenfassade sind Kanonenkugeln versetzt, die das Kloster bei der Bombardierung durch die preußische Artillerie im Jahre 1757 trafen.


Der Konvent des Klosters wurde während des 17. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts schrittweise gebaut. Das Kloster ist durch einen überdachten Schwebegang auf Pfeilern mit dem Loretto verbunden. Der Klostergarten wurde mit dem Stadtfestungswerk benachbart, was den Kapuzinern ermöglichte, in die Stadt das kaiserliche Heer unter der Anführung von Albrecht Waldstein hereinzulassen, der die ein halbes Jahr dauernde sächsische Besetzung Prags beendete. In den Protektoratjahren errichtete hier die SS-Kommandantur ein Gefängnis. Nach dem Krieg hielten sich hier die Ordensbrüder nur kurz auf, nach dem kommunistischen Putsch wurden sie gewaltsam vertrieben. Erst im Jahre 1990 wurde das Kloster den Kapuzinern zurückgegeben. Die Kapuziner sind traditionelle Verwalter des Loretto-Wallfahrtorts.

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