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Kirche des Hl. Kastulus (Kostel sv. Haštala)

Der gotische Bau stammt wahscheinlich aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts. Jahrzehntelang wurde die Kirche renoviert und umgebaut, bis zur heutigen Gestalt einer unreglemäßigen vierschiffigen Basilika, deren Kircheneinrichtung vorwiegend barock ist. Die Kirche des Heiligen Kastulus ist laut historischen Quellen einer der Plätze, wo sich die Gebeine der Heiligen Agnes von Böhmen befinden könnten. Eine archäologische Studie im Jahre 2010 hat die Bestattung der sterblichen Überreste dieser bedeutenden tschechischen Heiligen nicht bestätigt.

Kirche des Hl. Kastulus (Kostel sv. Haštala), Haštalské náměstí, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.tyn.cz/, e-mail: dkc@cmail.cz
tel.: +420222318186, +420602204213

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Objekt geschichte

Die heutige Kastulus-Kirche ist eine einzigartige unregelmäßige vierschiffige Basilika mit Kirchturm. Sie steht ungefähr an der Stelle, wo früher die romanische Spitalkirche stand, die auf das Jahr 1234 datiert wird. Reste dieser romanischen Kirche sowie Gräber wurden bei einer archäologischen Untersuchung im Jahr 1993 gefunden. Die Kirche war von einem Friedhof, dem heutigen Platz „Haštalské náměstí“, umgeben.

Der gotische Bau stammt aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts. Später wurde die Kirche mehrfach umgebaut, bis sie ihre heutige Gestalt erhielt.

In der Hussitenzeit wurde die Kirche von den Utraquisten verwaltet, in deren Händen sie bis 1624 blieb. Danach übernahmen die Katholiken die Kirche. Im Jahr 1689 brannte die Kirche beim so gen. französischen Brand der Prager Altstadt aus. Es begann die barocke Umgestaltung durch den Architekten Paul Ignatz Bayer, die bis 1695 dauerte.

Der Innenraum der Kirche wirkt sehr bescheiden. Die gotischen Räume mit Pfeilern und Rippengewölbe im nördlichen zweischiffigen Teil zählen zu den schönsten Beispielen der Prager Gotik. In diesem Teil befindet sich auch die barocke Statuengruppe des Passionszyklus von Ferdinand Maxmilian Brokoff. In der Sakristei sind gotische Wandmalereien erhalten - Das letzte Abendmahl und Die Kreuzigung. Den im Stil der Neorenaissance gehaltenen Hauptaltar schmückt ein Gemälde von Josef Scheiwl. Die Altarstatuen - wunderschöne Barockstatuen, die Johannes den Täufer sowie den hl. Johannes von Nepomuk darstellen, sind gleichfalls ein Werk von Ferdinand Maxmilian Brokoff.

Das Hochwasser im Jahr 2002 richtete große Schäden an.

Das Gebäude befindet sich im Besitz der römisch-katholischen Kirche.

 

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