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Kirche des Hl. Havel (Kostel sv. Havla)

Die Kirche des Heiligen Havel, gegründet im Jahre 1232 von Wenzel I, war zu ihrer Zeit eine der vier bedeutenden Prager Kirchen. Die heutige barocke Ausschmückung der Vorderfront entstand in den Jahren 1723-1738. In der Kirche befinden sich eine sehr wertvolle und beinahe vollständige, barocke Einrichtung sowie eine Menge an künstlerischen Erinnerungsstücken, vor allem die berühmte Golgotha von F. M. Brokoff. In der Kirche befindet sich unter anderem auch das Grab des bedeutenden Malers des tschechischen frühen Barock, Karel Škréta.

Kirche des Hl. Havel (Kostel sv. Havla), Havelská, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.tyn.cz/, e-mail: dkc@cmail.cz
tel.: +420222318186, +420602204213

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Objekt geschichte

Ein wichtiger Bestandteil der Prager Altstadt war das Havel-Viertel. Die von Wenzel I. im Jahr 1232 gegründete Pfarrkirche St.-Havel war eine der vier Prager Hauptkirchen. Karl IV. schenkte der Kirche die Reliquie des Kopfes des hl. Havel, die er im St.-Havel-Kloster in der Schweiz erworben hatte. Damals - Mitte des 14. Jahrhunderts - wurde die Kirche im Stile der Hochgotik als dreischiffige Basilika umgebaut, was trotz späterer barocker Umbauten noch heute sichtbar ist. An dieser Stätte wirkte der bekannte Prediger Konrad Waldhauser, der 1358 nach Prag kam und später Geistesvorsteher der Teynkirche wurde. In den Jahren 1380 - 1390 war der Heilige Johannes von Nepomuk Pfarrer der Havelkirche.

So wie die meisten Prager Kirchen, war auch diese ursprünglich von einem Friedhof umgeben. Im Jahr 1627 schenkte Ferdinand II. die Kirche dem Orden der beschuhten Karmeliter, die hier ein Kloster errichteten, das 1786 von Joseph II. aufgelöst wurde Danach war die Kirche wieder eine Pfarrkirche.

Im barockisierten Innenraum blieben das gotische Kreuzgewölbe aus dem 14. Jahrhundert sowie zahlreiche Kunstwerke erhalten. Insbesondere handelt es sich hierbei um die berühmte Kreuzigung, die F. M. Brokoff in den Jahren 1719 - 1720 als Monumentalplastiken aus polychromiertem Lindenholz fertigte. Am Ende des rechten Seitenschiffs wurde am 1. 8. 1674 der bedeutende Maler des böhmischen Frühbarock, Karel Škréta, beigesetzt. Das Gebäude ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche.

 

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