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Kirche des Hl. Jillich (Kostel sv. Jiljí)

Die monumentale dreischiffige Kirche wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle einer romanischen Kirche errichtet. Im Jahre 1625 wurde die Kirche dem Dominikanerorden geschenkt, der im angrenzenden Kloster bis heute tätig ist. Die Kirche wurde im barocken Stil umgestaltet. Die innere Freskenausstellung stammt von V. V. Reiner, einem der bedeutendsten Maler des tschechischen Barocks, dessen sterbliche Überreste hier begraben sind.

Kirche des Hl. Jillich (Kostel sv. Jiljí), Husova, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://praha.op.cz, e-mail: sv.jilji@op.cz
tel.: +420224218440

Regelmäßige römisch-katholische Gottesdienste:

Mo - So 18.30 So: 9.30, 12.00 - Polnisch

Besichtigung der Kirche ist nur im Foyer, hinter der Absperrung, möglich. Gegebenenfalls können Sie sich die Kirche direkt nach einem Gottesdienst ansehen. Bei größeren Reisegruppen wird bzgl. einer Besichtigung um Voranmeldung gebeten.

Konzerte klassischer und geistlicher Musik.

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Objekt geschichte

Die monumentale dreischiffige Kirche wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle eines romanischen Sakralbaus vom Bischof Johann IV. von Dražice sowie vom Erzbischof Ernst von Pardubitz erbaut. Die Kirche wurde am 13. Mai 1371 in Anwesenheit des römisch-deutschen Kaisers und Königs von Böhmen und Burgund Karl IV. geweiht. Im Jahr 1364 begann der böhmische Prediger Jan Milíč z Kroměříže (Johannes Milicius) sein hiesiges Wirken. In der Zeit der Hussitenunruhen fiel das Gebäude an die utraquistische Kirche. Im Jahr 1625 wurde die Kirche dem Dominikanerorden übergeben, der hier und im anliegenden Kloster, mit Unterbrechung in den Jahren 1950 – 1990, bis heute tätig ist.

Nach außen hin ist die Kirche gotisch, im Westteil treten zwei Türme mit einer Höhe von 58,5 m bzw. 43,5 m hervor.

Im südlichen Gebäudeteil ist das ursprüngliche gotische Eingangsportal erhalten, das zunächst durch Barockisierungsmaßnahmen verdeckt war und im Jahr 1968 wieder freigelegt wurde.

Im Unterschied zum gotischen Äußeren ist der Innenraum der Kirche barock gestaltet. Die Barockisierung begann 1731 unter dem Baumeister Ferdinand Špaček, auch der Architekt František Maximilian Kaňka war daran beteiligt. Die Fresken stammen von Wenzel Lorenz Reiner, einem der bedeutendsten Maler des böhmischen Barock, dessen sterbliche Überreste auch in der Kirche beigesetzt sind. Die Stuckverzierungen stammen von Bernardo Spinetti.

Der Hauptaltar aus Holz ist ein Werk von Franz Ignaz Weiss. Das Altargemälde der Gründung des Dominikanerordens stammt von Antonín Stevens. Bemerkenswert sind die kostbaren Schnitzereien, insbesondere die vier Beichtstühle von Richard J. Prachner und die Orgel aus dem Jahr 1773 von Franz Ignaz Weiss, aus dessen Werkstatt auch die Kanzel stammt.

Das Gebäude ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche. Gottesdienste finden hier auch in polnischer Sprache statt.

 

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