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Kirche des Hl. Salvator (Kostel U Salvátora)

Nachdem die deutschen Lutheraner vergeblich versucht hatten, eine der bereits existierenden Altstädter Kirchen für die eigenen Gottesdienste zu erhalten, begannen Sie mit dem Bau dieser Kirche. Die größte evangelische Kirche Prags wurde im Stil der Gotik-Renaissance in den Jahren 1611 – 1614 erbaut, danach aber etliche Male umgestaltet. Die Dominante der Ausschmückung der Freskendecke ist das Bild von Salvator, der von Engeln umgeben ist.

Kirche des Hl. Salvator (Kostel U Salvátora), Salvátorská 1 , Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://salvator.evangnet.cz/, e-mail: salvator@evangnet.cz
tel.: +420222313884, +420603525431

Regelmäßige Gottesdienste der Evangelischen Kirche
So: 9.30

Die Kirche ist vor dem Gottesdienst, Konzert oder nach Absprache zur Besichtigung geöffnet.

Konzerte

Die Kirche ist beheizt

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Programme

Objekt geschichte

 

Es handelt sich um die größte evangelische Kirche in Prag dem Erlöser (Salvator = Erlöser) geweiht. Am Anfang des 17. Jahrhunderts zogen nach Prag beträchtliche Mengen von deutschen Lutheranern um, die bald eine eigene große Kirche vermissten. Das Grundstück kaufte ihnen der Graf Joachim Andreas von Schlick (Jáchym Ondřej Šlik) an einem Haus, das später ein Paulanerkloster wurde. In den Jahren 1611 – 14 erbaute die Kirche im gotischen Stil im Übergang zur Renaissance der Baumeister J. Christoffen von Graubünden, für den Autor des Projekts wird Giovanni Maria Filippi gehalten. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde die Kirche beschlagnahmt, geschlossen und die Prediger aus Prag verwiesen. Im Jahr 1626 bekam die Kirche das Paulanerorden, der das nebenstehende Haus als ein provisorisches Kloster herrichtete. Später wollten sie das Kloster erweitern, so kauften sie das benachbarte Haus auf dem Altstädter Ring (Staroměstské náměstí). Das Kloster wurde mit der Kirche durch einen überdachten Gang verbunden. Die Kirche wurde im Jahr 1689, als sie abbrannte, teilweise barockisiert, über den Nebenschiffen wurden Tribünen erbaut. Im Jahr 1720 wurde ein Turm angebaut und in der Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden das Hauptschiff und das Presbyterium mit Rokoko-Stuck verziert. Bei dieser Gelegenheit wurden vermutlich auch zwei Türme an die Kirchenfront angebaut. Die späteren Umbauten der Kirche und des Klosters führte im Jahr 1777 der Baumeister Jan Prachner durch. Nach den Josephinischen Reformen im Jahr 1784 wurde das Kloster aufgelöst, die Kirche entweiht und beide dem Münzamt zugewiesen. Im Jahr 1863 kauften die Kirche die tschechischen Protestanten, sie wurde rekonstruiert und geweiht. Dieser Zustand dauert bis heute.

 

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