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Nebozízek

Beim Bergrutsch im Jahre 1965 wurde die einstige Wein-Heimstätte, die vom Ende des 17. Jahrhunderts stammt, in solchem Ausmaß beschädigt, dass sie abgerissen werden musste und eine Kopie errichtet wurde. Bereits seit dem Jahre 1883 diente das Gebäude als Ausflugsrestaurant. Gleich in der Nähe befindet sich auch die gleichnamige Station der Seilbahn auf den Laurenziberg. Neben gastronomsichen Erlebnissen bietet dieser Ort auch eine einzigartige Atmosphäre und einen hinreißenden Ausblick auf die ganze Stadt an.

Nebozízek, Petřínské sady 411, Praha 1 - Malá Strana, 118 00

Objekt geschichte

Nebozízek

 

Das Gebäude steht an dem Ort, wo sich seit Mittelalter der Weinberg Auf dem Schneckenbohrer (Nebozez) erstreckte. Dieser Name wurde bereits im 15. Jahrhundert offenbar nach dem sich wie ein Schneckenbohrer schlängelnden Zickzackweg zum Gipfel des Laurenzibergs genutzt. Im Jahre 1677 kaufte den Weinberg Karl Maximilian Graf Laschansky und baute hier ein Objekt mit zwei Seitenflügel und einem erhöhten Mittelteil. Im Jahre 1809 kaufte das Haus der Großhändler und Buchdrucker Gottlieb Haas, der es in Haasenburg umbenannte und hier eine Ausflugsgaststätte errichtete. Im Jahre 1843 brannte Haasenburg nieder und anschließend wurde das Haus gründlich umgebaut. Die Hauptstadt Prag, die seit 1882 sein Eigentümer war, gab ihm den Originalnamen Kleiner Schneckenbohrer (Nebozízek) wieder zurück. Als erster pachtete die Gaststätte im Jahre 1883 Gustav Fiedle, der in der heutigen National-Allee (Národní třída) ein Café besaß. Der Betrieb des Restaurants war in Bezug auf ihre Abgelegenheit dauerhaft verlustbringend, das Problem wurde dann durch den Ausbau der Seilbahn gelöst (1891). Das Lokal Zum kleinen Schneckenbohrer (Nebozízek) diente den Pragern über Jahre als beliebte Volksgaststätte.


Im Jahre 1965 kam es dann zum weitreichenden Erdrutsch des Laurenziberg-Abhangs, und so musste das Lokal Zum kleinen Schneckenbohrer wegen Baufälligkeit im Jahre 1967 geschlossen werden. Im Jahre 1984 machte sich der Club „Für das alte Prag“ um seine Renovierung verdient gemacht. Es war wegen seinem schlechten Zustand nicht mehr möglich, das Gebäude zu retten, es musste abgerissen werden und an seiner Stelle wurde nach dem Projekt des Architekten Peter Feyrer die Replik des historischen Originalobjekts erbaut. Vom Original-Nebozízek blieben nur Keller und ein Torso des Barocktreppenhauses übrig, alles andere ist neu. Das Objekt hat eine Weinstube, eine Terrasse mit einer Reihe von Pergolen, die die einzelnen Verweilungssegmente trennen, eine Sommerbar, in der Mitte einen eingebauten Altan. Es gibt hier auch einen Salon für gesellschaftliche Ereignisse. Vom Zwischengeschoss betritt man einen Terrassengarten. In der zweiten Etage sind zwei kleine selbstständige Appartements.

 

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