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St.-Peter-und-Paul-Kirche am Vyšehrad (Bazilika sv. Petra a Pavla na Vyšehradě)

Zu jeder vollen Stunde erklingt am Vyšehrad das Glockenspiel der Kollegiatsstiftskirche, die seit ihrer Errichtung vor 900 Jahren zahlreiche bauliche Änderungen erlebt hat. Im Jahre 1903 wurde die letzte bauliche Veränderung abgeschlossen, die der Kirche ihr heutiges neugotisches Aussehen verliehen hat. Die Innenräume sind reich mit Ornamenten und Jugendstil-Wandmalereien, die Figuren zeigen, verziert. In der Schatzkammer der Kirche ist eine Dauerausstellung an Schmuck und wertvollen Geweben zu sehen.

St.-Peter-und-Paul-Kirche am Vyšehrad (Bazilika sv. Petra a Pavla na Vyšehradě), Štulcova, Praha 2 - Vyšehrad, 128 00
Web: http://www.kkvys.cz, e-mail: info@kkvys.cz
tel.: +420224911353, +420602495518

Öffnungszeiten

September – März

Montag
10.00 – 17.00
Dienstag
10.00 – 17.00
Mittwoch
10.00 – 17.00
Donnerstag
10.00 – 17.00
Freitag
10.00 – 17.00
Samstag
10.00 – 17.00
Sonntag
10.30 – 17.00

April – Oktober

Montag
10.00 – 18.00
Dienstag
10.00 – 18.00
Mittwoch
10.00 – 18.00
Donnerstag
10.00 – 17.30
Freitag
10.00 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.30 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

50 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

30 Kč

Eintrittspreis für Familien

100 Kč

Regelmäßige römisch-katholische Gottesdienste:
Do: 18.00
So: 9.00

Schatzkammer

Die Dauerausstellung aus der Sammlung der Vyšehrader Kapitel und des Nationalmuseums (Gold-, sowie Silberschmuck, Textilfragmente, wertvolle Stoffe, neugotische Gegenstände aus der Zeit des Umbaus der Burg Vyšehrad, Ende des 19. Jahrhunderts). Die Ausstellung steht den Besuchern zu den Öffnungszeiten der Basilika zur Verfügung.

Vyšehrader Glockenspiel - spielt zu jeder vollen Stunde ab 11.00 bis 21.00 Uhr.
 
 

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Programme

Objekt geschichte

Die Kapitel- und Pfarrkirche wurde vom Fürsten Wratislaus II. in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts nach dem Vorbild der römischen St. Petrus und Paulus Kirche gegründet, als der Fürst begann, seine Residenz auf Wyschehrad als absichtliches Gegenteil zur Prager Burg zu bauen. Einer Sage nach soll Wratislaus in die Baufundamente 12 Tragkörbe Stein tragen. Damit hängt auch die Gründung des Kapitels, das vom Prager Bischof unabhängig und direkt dem Papst in Rom untergeordnet war. Diese Unabhängigkeit wurde erst im Jahre 1763 aufgehoben.
Im Jahre 1903 wurde der letzte Umbau abgeschlossen, der der Kirche die heutige Gestalt einprägte. Während der 900 Jahre machte sie viele Bauetappen durch. Von der ursprünglichen romanischen Basilika des 11. Jahrhunderts über die hochgotische Gestalt unter Karl IV., als der Dreischiff mit den Seitenkapellen entstand, den Barockumbau der 20er Jahre des 18. Jahrhunderts nach dem Projekt von Giovanni Santini unter der Bauleitung von Franz Maximilian Kaňka und den neogotischen Umbau, der im Jahre 1885 vom Arch. Joseph Mocker begonnen wurde. In den Jahren 1902 - 3 wurden hohe pseudogotische Fronttürme nach dem Entwurf des Architekten František Mikš aufgebaut und zugleich wurde der Barockglockenturm aus dem Jahr 1678 beseitigt. Das Relief des Hauptportaltympanons wurde im Jahre 1901 von Štěpán Zálešák auf das Thema des letzten Gerichts ausgemeißelt. Der Kircheninnenraum ist mit ornamentalen und figuralen Sezessionswandgemälden der akademischen Maler, der Eheleute František und Marie Urban aus den Jahren 1902 - 1903 reichhaltig verziert. An der Wand des linken Seitenschiffs blieb das Barockgemälde des mutmaßlichen Wyschehrad-Aussehens aus dem Jahr 1420 erhalten. Im Presbyterium sind Fresken des Wiener Malers Karl Jobst auf das Thema „Leben der Heiligen Petrus und Paulus“. Die Glasvitragen der Fenster wurden von Franz (František) Sequens entworfen. Der wunderschön polychromierte Hauptaltar, geschnitzt nach dem Entwurf des Architekten Joseph Mocker durch den Holzschnitzer Josef Hrubeš in den Jahren 1884 - 1889, präsentiert die Schirmherren der Kirche die Hl. Peter und Paul und die Hl. Kyrill und Methodius. Der Altar der böhmischen und mährischen Schirmherren in der zweiten Kapelle links ist das großartige Sezessionswerk des Holzschnitzers Jan Kastner aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Auf dem Altar in der dritten Kapelle rechts ist das wertvollste Plattengemälde der Jungfrau Maria von Regen, das ausgezeichnete Werk der böhmischen Gotikmalerei aus der Hälfte des 14. Jahrhunderts, stammend aus den Sammlungen von Karl IV. und Rudolf II. und geschenkt an die Wyschehrad-Kirche im Jahre 1606 von Andreas Hennewald. Eine Sage erzählt, dass es selbst der Hl. Lukas malte und dass zum Gemälde in der Dürrezeit Prozessionen um die Nässe bitten kamen. In der ersten Kapelle rechts ist ein romanischer Steinsarg aus dem 12. Jahrhundert, beigemessen dem Hl. Longinus, offenbar ein Sarg eines der Mitglieder des Přemysliden-Geschlechts. Bei der archäologischen Untersuchung wurde hier das Gemälde der Jungfrau Maria mit dem Christkind in den Armen aus der Zeit Karls IV. gefunden. Die ursprünglich romanische Krypta wurde als Begräbniskirche ihres Gründers und des ersten böhmischen Königs Wratislaus II. gebaut, der hier im Jahre 1092 als erster beigesetzt wurde und dem auch weitere Mitglieder des königlichen Geschlechts folgten. Die Königsgruft mit sterblichen Überresten der Herrscher wurde bei der archäologischen Untersuchung jedoch nicht gefunden. Auf der Frontseite der Kirche ist eine Gedenktafel, die an den Taufakt von 14 böhmischen Fürsten in Regensburg im Jahre 845 erinnert. In den Jahren 1988 - 1994 wurde der Kircheninnenraum kostspielig restauriert. Im Jahre 2003 erhob der Papst Johannes Paul II. die Wyschehrader Kapitelkirche zur päpstlichen "Basilika minor". Das Glockenspiel der Kirche besteht aus 17 Glocken und noch 4 großen Glocken, die selbstständig klingeln. Sie können aber das Glockenspiel ergänzen. Die Melodien werden für übliche und festliche Tage unterschiedlich ausgesucht und gespeichert sind insgesamt 50 Melodien.

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