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Vyšehrader Friedhof und Slavín (Vyšehradský hřbitov a Slavín)

Der Vyšehrader Friedhof in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Kirche des Heiligen Peter und Paul am Vyšehrad gehört zu den bedeutendsten Prager Freidhöfen. Hier sind rund 600 bedeutende Persönlichkeiten bestattet – Schriftsteller, Wissenschaftler, Dichter, bildende Künstler, Komponisten, Schauspieler, Ärzte u. s. w. Bestandteil des Friedhofs ist auf der östlichen Seite ein monumentales Grabmal, der Slavín, ein gemeinsamer Ort für die letzte Ruhe von nationalen Größen.

Vyšehrader Friedhof und Slavín (Vyšehradský hřbitov a Slavín), Štulcova, Praha 2 - Vyšehrad, 128 00
Web: http://www.slavin.cz, http://www.hrbitovy.cz
tel.: +420274774835

Öffnungszeiten

November – Februar

ganze Woche
08.00 – 17.00

März – April

ganze Woche
08.00 – 18.00

Mai – September

ganze Woche
08.00 – 19.00

Oktober

ganze Woche
08.00 – 18.00

Objekt geschichte

 

Aus dem alten Friedhof Wyschehrad aus dem Jahr 1660 entstand auf Anlass des Propstes Václav Štulc in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts die Volksbegräbnisstätte Wyschehrad. Der Friedhof lag bereits im Jahre 1260 da. Seine heutige Gestalt gewann er im Jahre 1869 und gehört zu den bedeutendsten Friedhöfen Prags. Er verfügt über eine Ausdehnung von 0,81 ha. Anton Barvitius entwarf Marmorgruften auf der Süd- und Ostseite des Friedhofs und Anton Wiehl entwarf Arkaden, die nach einem italienischen Vorbild um den Rand des Friedhofs gebaut wurden. Das Kreuzgewölbe der durch Gemälde verzierten Arkaden tragen toskanische Säulen aus Sandstein. Der Hauptweg durch den Friedhof führt zum Slavín, zur gemeinsamen Gruft der tschechischen nationalen Riesen. Mit der Idee, eine gemeinsame Gruft zu bauen, kam der Verband Svatobor, es war im Jahr 1862 und an seiner Spitze stand František Palacký. Slavín wurde in den Jahren 1889 bis 1893 nach dem Projekt des Architekten Antonín Wiehl erbaut. Die bildhauerische Verzierung wurde in den Jahren 1892 - 1903 von Josef Mauder durchgeführt: über dem Zentralmahnmal Slavíns ist ein Sarkophag platziert, über dem sich eine allegorische geflügelte Figur des Heimatgenies beugt. Auf dem Mahnmal stehen seitlich zwei Statuen, die links die trauernde Heimat und rechts die siegreiche Heimat darstellen. Auf der Vorderseite des Mahnmals gibt es drei Tafeln mit den Namen der ersten fünfzehn Beerdigten in Slavín. Der erste war der Dichter Julius Zeyer im Jahre 1901, der die Verse auf den Sockeln der seitlichen Statuen komponierte. Ihrer Söhne Staub händigt die Heimat der Erde, trauernd, wieder aus, ihre Taten, jauchzend, verkündet sie der Menschheit die ganze Ewigkeit. Über den Tafeln mit den Namen steht das Slavín-Motto: „Obwohl sie starben, sprechen sie noch“.

 

 

 

 

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