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St.-Nikolaus-Kirche in der Altststadt (Chrám sv. Mikuláše - staroměstský)

Der barocke Monumentalbau, errichtet in den Jahren 1732–1737 nach den Plänen von K. I. Dientzenhofer, wurde zur Straße „Pařížská třída“ hin neuzeitlich hergerichtet. Das Interieur mit seinen interessanten Lichteffekten wird von einem Kronleuchter mit gläsernen Kristallausschmückungen, der aus den Glashütten in Harrachov stammt, dominiert. Dieser wurde der Orthodoxen Kirche (tsch.: Pravoslavná církev) für diese Kirche von dem russischen Zar gewidmet. Heute wird die Kirche von der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche (tsch.: Československá církev husitská) auch als Konzerthalle verwendet.

St.-Nikolaus-Kirche in der Altststadt (Chrám sv. Mikuláše - staroměstský), Staroměstské náměstí, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.svmikulas.cz, http://www.koncertyvpraze.eu, e-mail: office@svmikulas.cz
tel.: +420602958927

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Montag
10.00 – 16.00
Dienstag
10.00 – 16.00
Mittwoch
10.00 – 16.00
Donnerstag
10.00 – 16.00
Freitag
10.00 – 16.00
Samstag
10.00 – 16.00
Sonntag
12.00 – 16.00

Touristische Führungen sind in der Kirche und dem angrenzenden Kolumbarium außerhalb der Gottesdienste möglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Regelmäßige Orgelkonzerte April - November
http://www.concertsinprague.eu/

Die Kirche wird teilweise beheizt.

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Objekt geschichte

Die erste Erwähnung der Kirche in einer Urkunde des Břevnov-Klosters stammt aus dem Jahr 1273, eine kleinere Nikolauskirche stand jedoch bereits in der Romanik auf dem Marktplatz. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfolgte ein gotischer Umbau zu einer dreischiffigen Kirche mit zwei Türmen und anliegender Pfarrei mit Schule und einem Friedhof mit Beinhaus. Um 1360 predigte hier Jan Milíč z Kroměříže (Johannes Milicius) und später Matěj z Janova (Matthias von Janov). Die Kirche gehörte zum Hus-Lager. Der so gen. französische Brand von 1689 verursachte derart starke Schäden, dass beschlossen wurde, die Kirche abzureißen und an ihrer Stelle eine neue zu errichten. Mit der Durchführung des Baus wurde einer der damals angesehensten Barockbaumeister, Kilian Ignaz Dientzenhofer, betraut. In den Jahren 1732 - 1737 entstand, finanziell getragen vom Benediktinerabt Anselm Vlach, die monumentale Architektur des Prager Barock. Die Stuckaturen führte Bernard Spinetti mit seinen Gesellen aus, die Fresken stammen von dem bayerischen Maler Kosmas Damian Assam, die Plastiken sind ein Werk Anton Brauns, der die berühmte Bildhauerwerkstatt von seinem Onkel Matthias Bernard Braun übernommen hatte. Im Jahr 1920 wurde hier von Dr. K. Farský die Tschechoslowakische hussitische Kirche gegründet, in deren Eigentum sich das Gebäude bis heute befindet.

Der Innenraum ist sehr komplex und plastisch gestaltet und zählt mit seinen interessanten Lichteffekten zu Dientzenhofers Meisterwerken. Im Schiff hängt ein Kronleuchter mit Kristallglas-Elementen aus den Glaswerken Harrachov - ein Geschenk des russischen Zaren Nikolai II. an die orthodoxe Kirche, die das Gebäude bis 1871 nutzte. Die Kirche wurde von 1967 - 1977 aufwendig renoviert.

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