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Altneusynagoge (Staronová synagoga)

Eines der ältesten und wertvollsten europäischen und weltweiten jüdischen Denkmäler, die älteste Synagoge in Mitteleuropa. Ein frühgotischer Bau, entstanden Ende des 13. Jh. mit reicher Steinausschmückung und altertümlicher Innenausstattung (geschmiedetes gotisches Gitter, geschmiedete Kronleuchter). Bis heute dient sie zum Gebet und als Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde Prags.

Altneusynagoge (Staronová synagoga), Červená, Praha 1 - Josefov, 110 00
Web: http://www.kehilaprag.cz, e-mail: sekretariat@kehilaprag.cz
tel.: +420224800812, +420224800813

Öffnungszeiten

November – März

Montag
09.00 – 17.00
Dienstag
09.00 – 17.00
Mittwoch
09.00 – 17.00
Donnerstag
09.00 – 17.00
Freitag
09.00 – 17.00
Sonntag
09.00 – 17.00

April – Oktober

Montag
09.00 – 18.00
Dienstag
09.00 – 18.00
Mittwoch
09.00 – 18.00
Donnerstag
09.00 – 18.00
Freitag
09.00 – 18.00
Sonntag
09.00 – 18.00

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Freitags wird die Synagoge eine Stunde vor Schabbatanbruch geschlossen

Sonnabends und an jüdischen Feiertagen – geschlossen  

Eintrittspreise

Grundpreis

200 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

140 Kč

GOTTESDIENSTE  Aufschlüsselung der Gottesdienste in der Synagoge http://www.kehilaprag.cz

EINTRITTSGEBÜHREN – Eine detaillierte Übersicht der Eintrittsgebühren finden Sie hier.

Die Staronová synagoga (Altneusynagoge) können Sie ebenfalls im Rahmen des Besichtigungsrundgangs der Pražské Židovské Město (Prager Judenstadt) besuchen.

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Objekt geschichte

Sie ist eines der ältesten und wertvollsten europäischen und weltweiten Judendenkmäler, die älteste Synagoge in Mitteleuropa, die, ausgenommen der Besatzungsjahre 1942 - 45, ununterbrochen seit dem letzten Viertel des 13. Jahrhundert zu Gottesdiensten dient. Sie ist eines der ältesten gotischen Denkmäler Tschechiens. Der frühgotische, massive, aus Stein bestehende Rechteckbau aus den 70-er Jahren des 13. Jahrhunderts hat ein hohes Satteldach mit spätgotischen Ziegelgiebeln. Von drei Seiten wird sie von späteren niedrigen Anbauten umspannt, die als Vorraum und Galerie für Frauen dienen. Der durch die Rippengewölbe auf zwei Pfeilern gewölbte Doppelschiffinnenraum in der Mitte vermittelt den Eindruck eines ausgedehnten Raums. Inmitten der östlichen Mauer befindet sich ein Fach für Torawickel. Inmitten der Synagoge gibt es einen mit einem gotischen Eisengitter umfriedeten Platz für den Redner, darüber befindet sich die historische Fahne der Prager Judengemeinde mit dem Ghettozeichen (Davidstern, drin ist der Judenhut).

Einer Legende nach bauten die Vorgänger der Prager Juden die Alt-Neu-Synagoge bereits vor zweitausend Jahren nach dem Untergang der sog. zweiten Kathedrale in Jerusalem (es kam dazu im Jahre 70 nach Christus). Himmelengel brachten dann die gemeißelten Quader von den Trümmern des Jerusalem-Heiligtums nach Prag und bauten daraus ein wunderschönes Gebetshaus. Wenn der Messias kommt, um Israels Kinder zu versammeln, tragen die Engel die Steine wieder zurück nach Jerusalem für den Bau des neuen, bereits dritten Jerusalem-Heiligtums.

Der Name Alt-Neu belegt, dass die Synagoge zum Zeitpunkt ihres Entstehens, als sie Neu hieß, von einer alten, nicht erhaltenen Synagoge in der Dušní-Straße unterschieden werden sollte. Als dann weitere Synagogen erbaut wurden, hatte man sich mit dem Namen bereits identifiziert, die alte Synagoge gab es aber immer noch, deshalb entstand vermutlich der Name Alt-Neu. Auf jeden Fall war sie das religiöse Hauptzentrum der Prager Judengemeinde. Es haben sich um sie auch ihre zwei berühmtesten Rabbiner verdient gemacht. Jehuda Löw ben Bezalel (1512 - 1609), einer Sage nach der Schöpfer des legendären Golems, in dessen Sessel in der Alt-Neuen Synagoge rechts vom Altar als Zeichen der Hochachtung seit seinem Tode bis heute keiner mehr saß. Der zweite weltweit noch bekanntere Rabbiner war der berühmte Gelehrte und Oberabbiner Jecheskel Landau, genannt Noda bi Jehuda (1713 - 1793).

Der Umbau der Synagoge verlief im Jahre 1967 unter strenger Aufsicht der Denkmalschützer, ein weiterer Umbau fand vom November 1998 bis März 1999 statt. Die Bauarbeiten wurden von einer gründlichen archäologischen Untersuchung begleitet, die höchstwahrscheinlich nachwies, dass die Umgebung bereits im 11. Jahrhundert von den Juden besiedelt wurde.

Die Synagoge wird von der Judengemeinde in Prag verwaltet. Es finden hier regelmäßige Gottesdienste und weitere religiöse Zeremonien statt, die zu den bedeutenden Meilensteinen der Mitglieder der jüdischen gemeinschaft gehören - Bar micve (Aufnahme von dreizehnjährigen Burschen unter die Männer) u. s. w.

Die Alt-Neu-Synagoge ist seit 1995 ein Nationalkulturdenkmal.

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