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Jerusalem Synagoga (Jubiläumssynagoge) - (Jeruzalémská synagoga (Jubilejní)

Der jüngste und zugleich größte Synagogenbau der Jüdischen Gemeinde in Prag ist ein interessantes Beispiel von Jugendstil-Stilisierung der Formenlehre des maurischen Stils. Die Inneneinrichtung strotzt vor reichen, malerischen Ausschmückungen im Stil des Wiener Jugendstils, wie sie sonst keine andere Synagoge auf der Welt hat.

Jerusalem Synagoga (Jubiläumssynagoge) - (Jeruzalémská synagoga (Jubilejní), Jeruzalémská 7, Praha 1 - Nové Město, 110 00
Web: http://www.synagogue.cz, http://www.kehilaprag.cz, e-mail: sekretariat@kehilaprag.cz
tel.: +420224800812, +420224800813
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Öffnungszeiten

April – Oktober

Montag
11.00 – 17.00
Dienstag
11.00 – 17.00
Mittwoch
11.00 – 17.00
Donnerstag
11.00 – 17.00
Freitag
11.00 – 17.00
Sonntag
11.00 – 17.00

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Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen.

Eintrittspreise

Grundpreis

80 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

50 Kč

GOTTESDIENSTE  Aufschlüsselung der Gottesdienste in der Synagoge

EINTRITTSGEBÜHREN – Eine detaillierte Übersicht der Eintrittsgebühren finden Sie hier.

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Objekt geschichte

Der jüngste und zugleich größte Synagogenbau der Prager Jüdischen Gemeinde, die Bauarbeiten an der Synagoge im pseudoromanischen Stil wurden 26.6.1905 aufgenommen und am 1. September 1906 abgeschlossen. Es wurde nach den Plänen des Wiener Architekten und erfahrenen Synagogenbaumeisters Wilhelm Stiassny gebaut, der ausführende Baumeister hieß Alois Richter. Die Innenraumverzierung, Farbdekorationen des Kirchenschiffs, die Wandgemälde und Stucken wurden durch die Firma von Franz Fröhlich sichergestellt. Die Stirnseite des Gebäudes ist durch ihren gewaltigen Bogen und ein großes Rosettenfenster charakteristisch, in dem sich ein sechszackiger David-Stern befindet. Die Synagoge wurde als Ersatz für Kirchenbauten erbaut, die durch Sanierungen erloschen waren. Die Mitte der Weststirnseite schmückt die tschechische und hebräische Aufschrift: Das ist das Tor Gottes, durch dieses gehen Gerechte ein. Haben wir etwa nicht alle einen Vater? Hat uns etwa nicht der einzige Gott geschaffen? Am Eingang gibt es seitlich zwei Türme. Die Synagoge zählt 850 Sitzplätze, die seitlichen Galerien sind für Frauen bestimmt und verfügen über selbstständige Eingänge. Die Innenstirn der Kirche mit dem Kirchenvorhang ist mit Weinrebenmotiven geschmückt. Oben sind Platten mit den zehn Geboten des Moses zu sehen.

Den Namen Jubiläumssynagoge schlug der israelitische Verband zum Gedenken an das 50. Jubiläum der Regierung von Franz Joseph I. vor. Dieser Verband kaufte auch das Haus, auf dem die Synagoge steht. 1907 ging die Synagoge vom Eigentum des Synagogenverbands ins Eigentum der Prager Jüdischen Gemeinde über. Ausgenommen der Protektoratszeit finden hier nach wie vor Gottesdienste statt. Nach dem ersten, größeren Umbau in den 90-er Jahren wurde die Synagoge 1996 wieder feierlich eröffnet. Unter dem Putz und einer Schicht eines alten Gemäldes wurden auf ca. fünfundzwanzig Quadratmetern reichlich bunt geschmückte Ornamente im Stil der Wiener Sezession entdeckt.

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