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Kirche zum Allerheiligsten Salvator (Kostel Nejsvětějšího Salvátora)

Die Kirche wird als eine der wertvollsten frühbarocken Sehenswürdigkeiten Prags angesehen. Einst war sie die Hauptkirche für die Jesuiten in Böhmen. Gegenwärtig wird die Kirche von der römisch-katholischen akademischen Pfarre genutzt und ist zugleich Veranstaltungsort für Orgelkonzerte. Auf dieser Orgel, deren Kern bereits aus der Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt, spielte in den 80-er Jahren des 18. Jahrhunderts nach einigen Jahren auch Jakub Jan Ryba, der berühmte Autor der Weihnachtsmesse „Hallo Meister, steh schnell auf“ (tsch.: Hej Mistře, vstaň bystře).

Kirche zum Allerheiligsten Salvator (Kostel Nejsvětějšího Salvátora), Křižovnické náměstí, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.farnostsalvator.cz, e-mail: info@farnostsalvator.cz
tel.: +420222221339, +420724367681

Regelmäßige römisch-katholische Gottesdienste

Oktober – Juni
•So: 14.00 und 20.00
•Di: 19.00 
•Do: 20.00 

Juli – September
•So: 20.00 

Orgelkonzerte - Programm hier

Die Kirche ist stets eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes für Besichtigungen zugänglich. Individueller Besuch nach Absprache möglich unter info@farnostsalvator.cz

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Programme

Objekt geschichte

Eine der drei Kirchen sich innerhalb des Klementinum befindenden ist die barocke Kirche des Allerheiligsten Salvators. Die Fassade der Kirche öffnet sich in Richtung der Karlsbrücke und steht auf dem Gelände des ehemaligen Dominikanerklosters und der Clemenskirche. Während der hussitischen Stürme brannten die Hussiten das Kloster nieder. Mit dem Aufkommen der Jesuiten in Prag im Jahr 1556 gab es eine rege Bausaison. Die ursprüngliche Bebauung wurde abgerissen und auf dem großen Grundstück mit dem Bau eines großen Jesuiten-Komplexes begonnen, als Klementinum bekannt.
Die Kirche wurde in mehreren Etappen in den Jahren 1578 bis 1714 ausgebaut. An den Bauarbeiten nahmen die wichtigsten Künstler Teil. Vom Anfang an waren es vor allem Baumeister Carlo Lurago und Francesco Caratti. Den Säulengang mit Stuck schuf Giovanni Bartolomeo Cometa. Statuen auf dem Portikus sind ein Werk von Johann Georg Bendl: Väter der Kirche, Ordensheiligen, Evangelisten, Christus und die Jungfrau Maria.
Im Jahr 1714 wurden nach dem Entwurf des Architekten František Maxmilián Kaňka beide Kirchentürme erhöht und die Dachkuppel hinzugefügt.
In den Jahren 1971-1987 lief die Renovierung des Interieurs und Möbel durch und in den Jahren 1994-2008 wurde Fassade, Portikus und Statuen repariert.
Interieur im Frühbarockstil hat eine reiche Stuckverzierung. Der Autor ist wieder G. B. Cometa. Die Statuen in der Kirche sind ein Werk des Bildhauers Johann Georg Bendl, die Aufmerksamkeitswert ist der Beichtstuhl, mit Statuen der 12 Apostel geschmückt. Auf dem Hauptaltar gibt es ein Gemälde von Johann Georg Häring. In der unterirdischen Gruft befindet sich ein großes Grabmal der Mitglieder des Jesuitenordens, zwischen denen ist hier auch ein Verfechter der tschechischen Sprache Bohuslav Balbín begraben. Die Kirche gehört der römisch-katholischen Kirche.

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