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Palais Lobkowitz

Das Palais Lobkowitz wurde an der Stelle gebaut, wo sich einst Weinberge und Gärten erstreckt hatten. Etwa 1704 ließ er ein neues Palais-Art Gebäude vom Hochbarockarchitekten Giovanni Battista Alliprandi entwerfen und aufbauen. Bis 1927 war das Palais der Hauptsitz des Mělníker Zweiges des Adelsgeschlechtes von Lobkowitz. Im Jahr 1931 kaufte der tschechoslowakische Staat das Palais für das Bildungs- und Aufklärungsministerium und seit 1945 hat es für Botschaften gedient. Heute gibt es hier die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Palais Lobkowitz, Vlašská 19, Praha 1 - Malá Strana, 118 01
Web: http://www.prag.diplo.de/

Objekt geschichte

Bau und Einrichtung:
Das Palais Lobkowitz wurde an der Stelle gebaut, wo sich einst Weinberge und Gärten erstreckt hatten. Ein Teil des Raumes wurde von der Brauerei des Strahover Kloster besetzt, die der neue Eigentümer im Jahr 1616 ins Haus Zu den drei Musketieren umwandelte. Das Haus und die umliegenden Gärten und Weinberge, die man später in Baugrundstücke unterteilte, wurden allmählich von František Karel Přehořovský von Kvasejovice, der höchste Münzmeister des Königreichs Böhmen, gekauft.
Etwa 1704 ließ er ein neues Palais-Art Gebäude vom Hochbarockarchitekten Giovanni Battista Alliprandi entwerfen und aufbauen. Nach seinem Erbauer und ehemaligen Besitzer des Palais wurde es Přehořovských genannt. Der Bau des Palais wurde vom Architekten Bartolomeo Scotti geleitet. Als Stuckateur arbeitete hier Tommaso Soldati, der das Palais und die Salla terrena im Erdgeschoss verziert hat. Allegorischen Fresken in der Lobby, Triumph des Friedens über den Krieg über die Haupttreppe und bemerkenswerte großformatigen Gemälden in den Sälen des Erdgeschosses führte um 1720 Jan Jacob Steinfels durch. Das Palais ist eines der wertvollsten Bauten des Spitzenbarocks. Es war ursprünglich dreigeschossiger mit drei Flügeln, später setzte man ein Halbestockwerk über das Erdgeschoss. Ein massives Säulenportal dringt durchs Erdgeschoss und Halbestock und trägt den Balkon.
Im Jahr 1753 fiel das Palais den von Lobkowitz zu, die es nach einem Brand im Jahr 1768 wiederaufbauen und auf seine Flügeln das zweite Stockwerk nach dem Projekt von Ignatius Johann Palliardi aufbauen.

Der Garten
Die gegliederte Gartenfront hat einen halbkreisförmigen Grundriss mit einem zentralen zylindrischen Risalit, mit der Salla terrena im Erdgeschoss einer plastisch dekorierten Fassade im Stil des Wiener Barocks. Der geräumige Terrassengarten italienischer Art auf dem nördlichen Abhang des Petřín-Hügels hat Gärtner Jan Jiří Kapula gleichzeitig mit dem Ausbau des Palais errichtet. Später, nach 1790 wurde der Garten erweitert und in einem englischen Park von Antonin Skalník umgewandelt. Es wurde hier damals das erste Alpinum in Böhmen gegründet. Am Eingang vom Innenhof zum Garten auf den Pfortenpfeilern gibt es Sandsteinskulpturengruppen Entführung der Proserpina und Entführung der Orechtheia von einem unbekannten Bildhauer der Wiener Schule aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhundert.

Bis 1927 war das Palais der Hauptsitz des Mělníker Zweiges des Adelsgeschlechtes von Lobkowitz. Im Jahr 1931 kaufte der tschechoslowakische Staat das Palais für das Bildungs- und Aufklärungsministerium und seit 1945 hat es für Botschaften gedient. Heute gibt es hier die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland.

 

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