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Nationalmuseum – Tschechisches Musikmuseum – Musikinstrumente-Museum (České muzeum hudby – Muzeum hudebních nástrojů)

Die ehemalige Barockkirche der Hl. Maria Magdalena auf der Kleinseite wurde zum Sitz des tschechischen Musikmuseums. Jeder, der das Museum betritt, wird von der Mächtigkeit der Halle und ihrem speziellen Zauber, den die Jahrhunderte hier hinterlassen haben, sofort in den Bann gezogen. Im Rahmen der Ausstellung sind 400 historische Musikinstrumente von außergewöhnlichem Wert ausgestellt. Es gibt auch temporäre Ausstellungen und regelmäßig Konzertveranstaltungen.

Nationalmuseum – Tschechisches Musikmuseum – Musikinstrumente-Museum (České muzeum hudby – Muzeum hudebních nástrojů), Karmelitská 4, Praha 1 - Malá Strana, 118 00
Web: http://www.nm.cz, e-mail: c_muzeum_hudby@nm.cz
tel.: +420224497707, +420224497777

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Montag
10.00 – 18.00
Mittwoch
10.00 – 18.00
Donnerstag
10.00 – 18.00
Freitag
10.00 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

120 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

80 Kč

Eintrittspreis für Familien

200 Kč

Programme

Objekt geschichte

Tschechisches Museum der Musik - Museum der Musikinstrumente - Nationalmuseum

Ortsgeschichte

Ursprünglich erstreckte sich hier die Ansiedlung Nebovidy, deren Bedeutung nach dem Untergang der Furt im 13. Jahrhundert und auch im Zusammenhang mit dem Ausbau der neuen Stadtwälle allmählich verfiel. Der Chronikführer Cosmas erwähnt an diesem Ort im 11. Jahrhundert eine Judensiedlung mit einer Synagoge.

Nach 1315 zogen von der Altstadt die Magdalenerinnen hierher um, zu deren Kloster die kleine Hl. Maria Magdalena Kirche gehörte (vorher gehörte sie offenbar als Eigentumskirche einem frühfeudalen Hof zu), die an der Stelle des heutigen Hauses in den Straßen Harantova 1 / Karmelitská 6 lag. Die Objekte wurden später durch Hussiten niedergebrannt.

Im Jahre 1604 geriet die Kirche mit dem Kloster ins Eigentum der Dominikaner, die sie Schritt für Schritt umbauten, nach der Auflösung des Klosters im Jahre 1787 wurde sie an eine Privatperson verkauft. Die heutige klassizistische Gestalt stammt aus den 30 Jahren des 19. Jahrhunderts, als sie von den Nostizen in ein zweistockiges Haus umgewandelt wurde.

In dieser ursprünglich mittelalterlichen Kleinkirche wurden im 18. Jahrhundert Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer beigesetzt, nach der Auflösung des Klosters wurden ihre sterblichen Überreste wahrscheinlich auf den Kleinseitner Friedhof verlegt.
Geschichte des Bauobjekts

Nach dem Einzug der Jesuiten nach Böhmen (im Jahre 1556) waren die Dominikaner gezwungen, ihnen ihren bisherigen Konvent (das heutige Clementinum) abzutreten, sie gingen zuerst ins Anastasia-Kloster und im Jahre 1604 vermietete ihnen das Metropolitankapitel die Maria Magdalena Kleinkirche mit anliegenden Gebäuden. Bis 1606 wurde die Kleinkirche umgebaut - sie wurde zum Klostertempel, aber bereits 1616 begann der Ausbau eines neuen Konvents sowie einer neuen Kirche, so wie es durch einen mit dem Kapitel abgeschlossenen Vertrag vereinbart wurde. Der Aufbau verzögerte sich aufgrund des Dreißigjährigen Kriegs und auch des Mangels an Finanzen, erst Ende der 30er Jahre des 17. Jahrhunderts gelang es, mit dem Grafen Karl Michna von Waizenhofen eine Absprache zu treffen, der seine Erben im Testament verpflichtete, den Dominikanern eine Kirche aufzubauen. In den 50er Jahren gerieten allerdings die Erben des Grafen in finanzielle Schwierigkeiten, weitere Mittel für den Aufbau gaben sie erst nach einem ziemlich schonungslosen Drängen der Dominikaner frei und gerieten an den Rand der Katastrophe. Der Aufbau lief nach dem Projekt von Francesco Caratti ab, im Jahre 1677 wurde die Kirche überdacht und es durften drinnen Gottesdienste gelesen werden. Anfang des 18. Jahrhunderts kam es zu Reparaturen des Kirchenturms und der Kuppel, an denen Christoph Dientzenhofer beteiligt war. Definitiv fertig gestellt und geweiht wurde die Kirche am 30. 6. 1709.

Nach der Auflösung des Dominikanerordens wurde das gesamte Gelände versteigert, im Jahre 1789 wurde es zum Eigentum des Direktors der Zbraslav-Zuckerraffinerie, der hier eine Zuckerfabrik bauen wollte. Schließlich entstanden nur Lager und Büros, die Frontglockentürme wurden abgetragen und die Vorderfront wurde klassizistisch geregelt, im Innenraum wurden die Seitenschiffe durch Trennwände geschlossen und ihre Stockwerke umgebaut.

Im Jahre 1792 ging die ehemalige Kirche ins Vermögen des Oberen Postamtes über und weitere Regelungen führte Johann Ignaz Palliardi durch.

Nach dem Jahr 1849 war hier das Militärspital ansässig und später errichtete hier die Prager Gendarmerie eine Kaserne.

Im Jahre 1853 - 4 verlief der spätklassizistische Umbau, wo die Seitenschiffe sowie die Vorderfront aufgestockt und in einen monolithischen Komplex ausgeglichen wurden. Später wurde im Erdgeschoss ein Durchgang durchschlagen. Von außen erinnert an einen früheren Sakralbau nur die gewaltige achtflächige Kuppel auf dem Dach, die erst bei einem größeren Abstand zu sehen ist. Im 20. Jahrhundert nach der Auflösung der Gendarmerie wurde das Objekt dem Zentralarchiv des Innenministeriums, dem späteren Zentralen Staatsarchiv, zugeteilt.

Gegenwärtige Nutzung

Vom 11/2001 bis 10/2004 fand ein Umbau statt, bei dem unter den Gemäldeschichten Fragmente historischer Fresken entdeckt, Stucken, metallische Geländer, das Originalsteinpflaster renoviert, Parketten überholt wurden. Auch der Außenraumumbau kam zustande.

Im ehemaligen Kirchenhauptschiff ist eine monumentale Halle, umkreist von Wendelgängen in den einzelnen Etagen der Seitenschiffe. An der Stelle des ehemaligen Presbyteriums befindet sich ein Konzertsaal.

Am 9. 11. 2004 wurde hier Tschechisches Musikmuseum eröffnet, einschließlich der Depositaren und des wissenschaftlichen Hinterlands.

 

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