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Nationaltheater (Národní divadlo)

Das Nationaltheater ist die repräsentative Bühne der Tschechischen Republik, errichtet mit Spendensammlungen aus dem ganzen Land, erstmals im Jahre 1881 und dann nach einem Brand zum zweiten Mal im Jahre 1883 eröffnet. Die protzige Innen- und Außenausstattung, die vornehmlich durch ihre reichhaltige Vergoldung fesselt, bilden die Hauptwerke tschechischer Autoren aus dem 19. Jahrhundert - M. Aleš, F. Ženíšek, V. Hynais, J. V. Myslbek und anderer. Ein Besuch einer Theater-, Opern- oder Ballettaufführung bildet gemeinsam mit den wunderschönen Räumlichkeiten des Theaters ein unvergessliches Erlebnis.

Nationaltheater (Národní divadlo), Národní 2, Praha 1 - Nové Město, 110 00
Web: http://www.narodni-divadlo.cz, e-mail: info@narodni-divadlo.cz
tel.: +420224901448, +420224901111

Staatstheater.

Öffnungszeiten der Kassen:

  • Mo — So 10.00 — 18.00

Eintrittskarten können auch an anderen Kassen des Nationaltheaters erworben werden – in der Staatsoper, im Ständetheater (tsch.: Stavovské divadlo) und im Neuen Theater (tsch.: Nová scéna).

Abendkassen: Stets 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn sind die Abendkassen im historischen Gebäude des Nationaltheaters, im Ständetheater und in der Staatsoper geöffnet.

Der Vorverkauf von Eintrittskarten beginnt fünf Monate im Voraus.

Eintrittskarten können auch online auf den Webseiten von Bohemia TicketStone Bell SeriesTicket Art und Ticketpro bestellt werden.

Es stehen Einrichtungen für Untertitel für in Originalsprache gesungene Opernvorstellungen zur Verfügung.

Es besteht die Möglichkeit, das Theater für gesellschaftliche Veranstaltungen und Kulturveranstaltungen zu mieten.

Kapazität: 996 Plätze

Die unterirdischen Parkplätze sind vom Theater aus zugänglich.

Besichtigungen des Nationaltheaters:

  • Besichtigungen für Gruppen können an Arbeitstagen und an den Wochenenden in tschechischer, englischer, deutscher, französischer und russischer Sprache vereinbart werden. Die Besichtigungen für Gruppen organisiert Frau Sylvana Šoleová, Tel. 224 901 506, E-Mail: s.soleova@narodni-divadlo.cz
  • Wochenendbesichtigungen organisiert Prague City Tourism. 
    Nähere Informationen finden Sie auf www.prague.eu oder telefonisch unter der Nummer 221 714 161, E-Mail: vlastiveda@prague.eu 

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Programme

Objekt geschichte

VORGÄNGER DES NATIONALTHEATERS

Die Anfänge des Theaters in den böhmischen Ländern reichen zurück ins 12. Jahrhundert wenn man Theater im kirchlichen Umfeld betrieb, im Verhältnis zu den liturgischen Riten des Kirchenjahres (Passions- und Weihnachtsspiele, am Feiertage der Heiligen Geschichten aus ihren Leben usw.). Man spielte in den Räumlichkeiten der Tempel und Klöster, die Schauspieler waren Priester und Ordensleute - und weibliche Charaktere wurden von Männern dargestellt. Texte waren lateinische.

Vom 13. Jahrhundert wuchs der Einfluss der säkularen Umwelt und zusätzlich zu den Tempelszenen gibt es einige Theaterspiele mit leichteren Themen, die auf den Straßen und Marktplätzen, aber auch am Hofe von Wenzel II. durchgeführt wurden. Schauspieler waren vor allem Studenten von kirchlichen und Heimschulen.

Große Bedeutung hatte die Gründung der Universität im 14. Jahrhundert. In Texten von Spielen begann man nebst Latein auch Tschechisch (auch Originalspiele) geltend machen. In der Renaissance gibt es umfangreichen Bau von Adelspalästen, die in der Regel einen großen Saal mindestens durch zwei Etagen gehend hatten, auch für Theateraufführungen benutzt. Diese Theater waren jedoch nicht öffentlich, nur für geladene Gäste des Hausherrn bestimmt.

Das erste Theater für die breite Öffentlichkeit entstand in Prag im Gässchen V kotcích an der Stelle der ehemaligen Kaufmannsgeschäfte und im Jahr 1771 gab es dort die erste Aufführung auf Tschechisch gespielt – eine Übersetzung des ursprünglich deutschen Original-Spiels Fürst Honzyk. Im Jahr 1783 wurde das Nostitz-Theater eröffnet, immer noch hauptsächlich für deutsches Schauspiel und italienische Oper. Ein Jahr später wurde auf dem Wenzelsplatz das hölzerne Patriotische Theater, sog. Baude, erbaut und ausschließlich für tschechische Aufführungen konzipiert. Für finanzielle Schwierigkeiten hatte es eine Laufzeit von nur drei Jahren und 1789 wurde es niedergerissen.

Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden mehrere sog. Arenen jenseits der Stadtmauer (vor allem auf dem Gebiet von heutigen Vinohrady und Nusle), die sehr beliebt vor allem im Sommer waren – sie waren luftiger als steinerne Theatern.

GESCHICHTE DES NATIONALTHEATERS

Im Jahr 1845 entstand aus der Initiative von tschechischen Patrioten eine Theatergenossenschaft, das der Wiener Regierung einen Antrag auf Genehmigung der Errichtung eines tschechischen steinernen Theaters Stein stellte. Die Anfrage blieb unbeantwortet.
Im Jahr 1848 schlug Josef Kajetan Tyl Organisierung von Sammlungen für den Bau des Theaters und im Jahr 1850 wurde die Gründung der Versammlung für die Errichtung des tschechischen Nationaltheaters in Prag, die sofort einen Aufruf veröffentlichte, um eine Sammlung zu beginnen. Unter den Spendern waren Vertreter des Adels, Persönlichkeiten des sozialen und kulturellen Lebens, viele Vereine und Organisationen, Gruppen von Arbeitern und Arbeitnehmern aus verschiedenen Fabriken und Betriebe, Tausende von einzelnen Bürgern. Im Jahr 1852 war am Ufer der Moldau ein Grundstück erworben, aber der Baubeginn wurde von Streitigkeiten behindern – zwischen die Alttschechen (F. Palacký, F.L. Rieger), die das Gebäude einfacher, schneller gebaut haben wollten, und Jungtschechen (K. Sladkovský, K. H. Borovský), die ein mehr repräsentatives Gebäude mit höheren finanziellen Ansprüche durchsetzten. Der Streit wurde durch einen Kompromiss gelöst, den das Provisorische Theater vom Architekten Ignaz Ullman vorstellte, nach sechsmonatigem Ausbau am 18. November 1862 eröffnetes. Es hatte Platz für 1.000 Zuschauer und es wurde bis 1883 völlig genutzt.

Im Jahr 1865 wurde ein Architektenwettbewerb für das Nationaltheater selbst ausgeschrieben, welchen ein Projekt des Professors am Prager deutschen Polytechnikum Josef Zítek im norditalienischen Renaissance-Stil gewann. Am 16. Mai 1868 wurden Grundsteine gelegt - von denen einer ursprünglich vom Berg Říp sein sollte, wo er in einer feierlichen Wallfahrt abgebrochen war, aber man konnte ihn nicht in die gewünschte Gestalt formieren, so verwendete man einen Granitstein aus Louňovice bei Říčany. Insgesamt wurden auf die Baustelle 26 Steine geliefert (von Radhošť, von Říp, von Blaník, aus Südböhmen, Böhmerwald, usw., aus Prag gab es vier: von Vítkov, von Slivenec und zwei von Vyšehrad, Einen der Grundsteine wurde von Landsleute aus Amerika gewidmet, der trägt eine eingravierte Inschrift: Was bindet das Blut, das Meer zertrennt nicht). Die Hammerschläge auf den Grundstein folgten in der Reihe von: František Palacký, Jan Purkyně für die Wissenschaft, Josef Wenzig (Kunst), Josef Jiří Kolar (dramatische Kunst), Bedřich Smetana (Musik), Architekt Josef Zítek und viele mehr. Weiter wurden Sammlungen in all den tschechischen Ländern organisiert, mit einer stattlichen Summe trug der Kaiser Franz Joseph I. bei. Seit dem Jahr 1873 liefen Wettweberbe für die Dekoration des Theaters.

Das Gebäude wurde abgeschlossen und das Theater wurde erstmals am 11. Juni 1881 zu Ehren des Besuches von Kronprinz Rudolf eröffnet. Die Festaufführung war die Premiere von Bedřich Smetanas Libuše, die der schon taube Komponist selbst dirigierte. Es fand ein paar Aufführungen statt, das Theater wurde für den Sommer geschlossen und die Vollendungsarbeiten fortgesetzt. Während ihr, durch Sorglosigkeit der Bauarbeiter, die bei der Arbeit auf dem Dach Holzkohle schlecht auslöschten, brach am 12. August ein Feuer aus, der die kupferne Kuppel, den Zuschauerraum und die Bühne zerstörte, zerstört wurden auch die Dachskulpturen. Sofort wurde eine neue nationale Sammlung für die Reparatur organisiert. Allerdings wurde das Wiederaufbauprojekt dem Zíteks Schüler und Assistent Josef Schulz in Auftrag gegeben. Zítek wurde zu Unrecht für Vernachlässigung der Brandschutzmaßnahmen verantwortlich gemacht, so trat er mit Bitterkeit ab. Schulz nahm nicht sehr radikalen Veränderungen an, er erniedrigte das Dach und reduzierte seine Größe, wodurch die Zahl der Sitze von 1800 bis 1360 senkte (darum hatte sich bereits Zítek bemüht, die ursprüngliche Forderung der Versammlung war 2500 Plätze). An der Stelle des alten Hauses neben dem Provisorischen Theater erbaute er ein Schulz Haus für die Verwaltung des Theaters – darin gibt es noch heute das historische Direktionskanzlei. Am 18. November 1883 wurde das Theater wieder mit der Aufführung von Libuše wiedereröffnet und hat ohne größere Reparaturen fast 100 Jahren lang gedient. Als der erste Direktor wurde František Adolf Šubrt ernannt.

AUSSTATTUNG DES NATIONALTHEATERS

Die Räumlichkeiten der Theater finden wir Meisterwerke der tschechischen Künstler des 19. Jahrhunderts gemeinsam als Generation des Nationaltheaters bezeichnet. Am Äußeren ragt Loggia mit korinthischen Säulen über dem Haupteingang hervor. Sie trägt die Statuen von Bohuslav Schnirch “Apollo und neun Musen“. Auf den beiden Treppensäulen bäumen sich Dreigespanne (Trigae) mit der Göttin Viktoria, die im Jahr 1911 errichtet wurden. Ursprüngliche Schnirchs Trigae wurden bei einem Brand zerstört, die neue wurden von seinen Jüngern geschaffen: Bildhauer František Rous, Emanuel Hallmann und Ladislav Šaloun. In der Loggia befinden sich Lünetten-Fresken der fünf Lieder von Josef Tulka: Lyrik von den Göttern der Nation geschenkt, Lied der Liebe, Lied der Frömmigkeit, Lied der Unterdrückten Freiheit, Lied des Widerstands. In den Nischen an den Seiten der Fassade sind Statuen des Lumírs und Zábojs von Antonín Wagner.

Portal der Seitenfassade zum Moldauufer trägt die Statue des Singspiels und Schauspiels von Josef Václav Myslbek, auf der Attika auf dieser Seite sind Statuen von Antonín Wagner, welche Singspiel, Schauspiel, Musikspiel, Komödie, Poesie und Geschichte darstellen.

In den Innenräumen des Theaters in Erd- sowie Obergeschosse (Couloirs genannt), in den Treppenhäuser und beiden Foyer befindet sich eine Menge von überwiegend Bronzene Büsten der theatralischen Persönlichkeiten von den besten tschechischen Bildhauer Jan Štursa, Bohumil Kafka, Karla Vobišová, Karel Opatrný, Ladislav Kofránek, Otakar Španiel, Josef Drahoňovský, Jakub Obrovský usw. (Schauspieler, Sänger, Schriftsteller, Komponisten, Architekten, Maler des Nationaltheaters). In den Lünetten des Korridors im ersten vor dem Hauptfoyer sind allegorische Gemälden von Adolf Liebscher: Ballett, Oper, Epos, Melodrama, Operette, Komödie, Drama und Posse, auf denen immer eine Mutterfigur immer von Kindern umgeben ist, mit vielen Eigenschaften charakterisierenden die dargestellten Theaterkünste. Unterhalb der Lünetten sind fünf Platten zum Gedenken an bedeutende Ereignisse in der Geschichte des Nationaltheaters, seine Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Versammlung für die Errichtung des tschechischen Nationaltheaters, die zentrale Gedenkplatte über die Büste des Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk, die an die Gründung des tschechoslowakischen Staates in 1918 erinnert. Der ursprüngliche Text ernannte den Kaiser Franz Joseph I., unter dessen Herrschaft das Theater gebaut wurde. Im repräsentativen Bereich des Hauptfoyers, in Renaissancestil gelöst mit farbenprächtigen Stimmung gibt es 14 Lünettenbilder von Mikoláš Aleš auf Thema Heimat - Der Held geht durchs Heimatland und sein Leben von der Kindheit bis zum Tod (an der Grenzwache, Sagen und Lose, Domažlice, Heilquellen, Erzgebirge, Nordpässe, Fluss Iser, Trutnov, Riesengebirge, Dvůr Králové, Chrudim, Táborsko, goldhaltige Otava, Žalov). Außerdem gibt es hier vier großen Gemälden von M. Aleš und František Ženíšek auf Themen Leben, Mythos, Geschichte und Heldengesang. An der Decke ist ein Triptychon von Ženíšek: Untergang und Auferstehung des Goldenen Zeitalters der Kunst. An der Stirn des Foyers steht eine Bronzestatue der Musik von Josef Václav Myslbek aus dem Jahr 1914. Herausragende Wandmalereien gibt es auch in den Salons neben der Präsidentenloge, aber die Räume sind nur selten für die Öffentlichkeit zugänglich (an Tage der offenen Tür). Das Treppenhaus ist mit den Allegorien der böhmischen Länder, des Friedens und der Geschichte von Vojtěch Hynais dekoriert. Es folgt das Vestibül mit einer Reihe von Gemälden von Denkmälern von Julius Mařák: Berge Říp, Radhošť, Blaník, Hostýn, Vyšehrad, die Prager Burg. In dem großen Salon sind historische Kompositionen von Josef Brožík: Přemysliden (die Hauptfigur ist Přemysl der Pflüger), Luxemburger (Karl IV.), Habsburger (Rudolf II.) und Allegorie von Prag, in blauen Damensalon ist ein Zyklus der Jahreszeiten von Vojtěch Hynais. Im Foyer des ersten Obergeschosses gibt es eine siebenteilige Serie von landschaftlich gestalteten Stellen von Abholungen der Grundsteine von Vincent Beneš, sowie weitere Büsten der prominenten Persönlichkeiten. Dieses Gebiet erhielt ihr heutiges Aussehen im 50. Jahren des 20. Jahrhunderts ursprünglich gab es hier eine Konditorei. Am Kopf des gold-roten Auditoriums gibt es die Vorbühne mit der Inschrift Die Nation sich selbst (Autor K. H. Borovský), mit den Wappen der böhmischen Länder (Böhmen, Mähren und Schlesien) gesperrt. Über der Inschrift ist im Giebelfeld eine Gruppe von Skulpturen an deren Spitze die Figur der Siegesgöttin Nike, die Lorbeere auf Köpfe der Musen Melpomene (tragische Lyrik) und Thalia (Komödie und Theater) auflegt, hinter ihnen folgen Apollo und Dionysos.

Vor der Bühne hing ursprünglich der Vorhang von František Ženíšek, der durch den Brand zerstört wurde. Ženíšek wurde ausgerufen, es wieder zu schaffen, aber er war so beschäftigt, so wurde Vojtěch Hynais angesprochen. Der hat akademisch in Paris gewohnt, so war er bereits von französischem Impressionismus beeinflusst worden, was sich in der Gestalt des Vorhangs reflektiert hat. Das Vorhanggemälde basiert auf einem Tempel im Bau - einem Symbol des entstehenden Theaters, zu dem von links nach Maler, Bildhauer, Baumeister, Architekten und Handwerkern kommen. Oben ist ein geflügelter Genius der Kunst - andere Interpretationen legen nahe, dass es die Mutter Heimat ist - in einer Hand mit einem Lorbeerkranz, die andere mit einer rot-weißen Flagge. Die lebensvolle Figuren sind haben Antlitze von vielen Freunden des Machers: von den Maler Marold und Rex, Schauspielerinnen Sklenářová-Malá, Bittnerová, Šamberková, Kvapilová usw. Oberhalb des Mädchens in einem rosa Kleid gibt es das Selbstporträt von Hynais. Die Zahlen auf der rechten Seite repräsentieren die Spender und Künstler und Architekten des Nationaltheaters. In der Mitte der Kante des Vorhangs sind die Wappen von Jan Žižka und König Georg von Poděbrady, sowie Wappen von 13 böhmischen Regionen nach der Amtsteilung von 1854. Der Vorhang hat eine Breite von 12,2 m und Höhe von 11,7 m, wiegt 270 kg. Vor dem Hynais-Vorhang gibt es einen feuerfesten eisernen Vorhang, nun eine Kopie des ursprünglichen, vom Maler František Kysela dekorieren. Es wiegt 12 Tonnen, ist12 m hoch, über 12 m breit und 15 cm dick. Die Decke ist mit acht Allegorien der Künste (Tanz, Pantomime, Dichtung, Lyrik, Epos, Musik, Malerei, Bildhauerei, Architektur) von Ženíšek verziert. Dies ist ein Öl auf Leinwand, fertiggestellt und an die Decke installiert. In der Mitte ist ein Kronleuchter von Josef Zítek in Mainz hergestellt. Das Original wurde beim Brand zerstört, aus seiner geschmolzenen Materie wurden Gedenkmünzen geprägt, die zu Gunsten des Wiederaufbaus des zerstörten Theaters verkauft wurden. Der neugemachte Kronleuchter ist eine exakte Kopie des Originals, wurde aus Bronze gegossen und vergoldet. Es verfügt über acht Ringe mit 208 Glühbirnen und 16 Halogenlampen versteckt in der Decke, die Ženíšeks Leinwände erleuchten. Es ist 5,5 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 3 m, sein Gesamtgewicht beträgt fast 2 Tonnen. Das Nationaltheater war einer der ersten Theaterbauten in Europa, die elektrisch beleuchtet wurde. Das Gebäude wurde vor dem Feuer mit Gas beleuchtet, Strom wurde nach dem Brand von der Firma des František Křižík eingeführt.

RENOVIERUNG UND ERGÄNZUNG DES NATIONALTHEATERS

Eine Ergänzung war seit der 50. Jahren des 20. Jahrhunderts überlegt worden – damals wurden sog. Kaurs Nachbarhäuser abgerissen. Das Projekt wurde von Brünner Architekten Bohuslav Fuchs entwickelt, und mit weniger Änderungen nach ihm begann der Bau in den 70. Jahren. Im Jahr 1981 jedoch nach dem Gebot der höchsten staatlichen Behörden übernahm die Aufgabe das Projektinstitut. Der Hauptstadt Prag und das Projekt wurde nach dem Entwurf des Architekten Karel Prager geändert. Das betraf am meisten die Gestalt der Neuen Bühne. Mit der neuen Bühne ist das sog. Restaurant-Gebäude (Schauspieler-Klub, Restaurant und Café) und damit weiter das Büro- und Betriebsgebäude (Umkleideräume, ein Tagungsraum, ein großer Probesaal, fünfstöckige Untergeschösse für technische Unterstützung).

Ab dem 1. April 1977 lief eine allgemeine Sanierung und Modernisierung von historischen Gebäuden durch, vom Architekten Zdeněk Vávra geführt, deren Generalprojektant war das Nationalinstitut für die Rekonstruktion historischer Städte und Gebäude). Das historische Gebäude wurde außen und innen streng aufrechterhalten, außer in Teilanpassungen der Seitenräume. Der gesamte Betriebsteil des Gebäudes, dh. das ehemalige Provisorische Theater und Schulz-Haus, wurden abgerissen und grundsätzlich umgebaut. Erhalten geblieben ist nur die hintere Vorhalle, alte Direktionskanzlei und Treppe. Ansonsten wurden in die Außenwände neue Konstruktionen eingebaut, darunter eine neue Dachkonstruktion so, dass die Silhouette der beiden Gebäude erhalten geblieben ist. Zwei Probezimmer (Ballett- und Universal-) und andere technische Betriebe wurden gebaut. Die künstliche Dekoration wurde von den Werken zeitgenössischer Künstler bereichert. In der neuen Garderobe im Keller (sie dient für das Parterre und für 1. und 2. Balkon) gibt es Kronleuchter vom Architekten Zdeněk Vávra, Vladimír und Věra Lišková. An den Eingängen zu den Garderoben sind einander gegenüberliegende Büsten des Josef Zítek von Marta Jirásková und des Josef Schulz von Emanuel Hallman. In den Cafeterien sind Gemälde auf theatralische Themen von Karel Souček, Frantisek Ježek und Stanislav Jiroudek. Im Rauchsalon gibt es eine bronzene Vase von Jiří Kryštůfek.

Für die Ausstattung des Exterieurs und Interieurs wurden ca. 3 kg Gold verwendet, so wird das Theater auch manchmal als die "Goldene Kapelle" genannt. An Plätze mit höherem Abrieb musste das weiche Gold mit dauerhaftigerem Metall ersetzt werden. Der Zuschauerraum hat nach dem letzten Umbau 986 Sitze, alle Stehplätze wurden abgeschafft. Nach dem Wiederaufbau des Theaters wurde es am 18. November 1983 mit Smetanas Libuše wieder eingeweiht. Am 18.11.2008, anlässlich des 125. Jubiläums der Ureröffnung und zugleich anlässlich der Vollendung der ersten Phase der notwendigen Sanierung des Nationaltheaters, fand ein Festtag statt, wenn das Gebäude für die Öffentlichkeit eröffnet wurde, enthüllt wurde auch die Büste vom Theaterdirektor Gustav Schmoranz aus den Jahren 1900 bis 1922.

NEUE BÜHNE

Am Stahlskelett des Gebäudes gibt es von außen auf spezielle Schlösser montierten Glassteinen, von innen gibt es laminierte Platten mit grünem kubanischem Marmor ausgekleidet. Die verwendete Materialien und Konstruktionsmethode haben den Lärmschutz gegen Národní Straße gelöst. Da Theatersaal kann in eine Opernglas- oder, elisabethanische Bühne oder Arena für 400 bis 550 Zuschauer angepasst werden.

Das Nationaltheater ist ein nationalweites Kulturdenkmal.

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