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Rangherka (Heroldovy sady)

An Herold-Parks Ende die „Rangherka“ auf einem Hügel thront, eine ehemalige Seidenmanu¬faktur, in der auch Raupen gezüchtet wurden. Sie heißt nach Enrico Rangheri, der sie baute und aber auch 200 Maulbeerenbäume hier pflanzte. Heutzutage gibt es ein Altersheim und eine zeremonielle Halle.

Rangherka (Heroldovy sady), Heroldovy sady, Praha 10 - Vršovice

Objekt geschichte

Rangherka - Schlösschen in Vršovice

Das Wahrzeichen des Orts ist ein Gebäude Namens Schlösschen Vršovice. Vor ein paar Jahrhunderten war hier der Schtotschek-Weinberg an einem Weinberganwesen, das Nadelmacherin (Špendlikářka) hieß. Um 1776 ließ sich in Prag der italienische Händler aus Lombardien Josef Rangheri nieder, dessen Hobby Seidenspinnerei war. Er machte sich um die erheblich untergehende Prager Seidenspinnerei insbesondere darum verdient, dass er die Anpflanzung der Maulbeerbäume in den Burggräben und auch in anderen Lokalitäten auf den Grundstücken des heutigen Viertels Vinohrady wiederherstellen ließ. Hinter dem Pferdetor gründete er eine Maulbeerbaumschule und gewann weitere Interessierte an der Seidenspinnerei. Nach seinem Tod setzte sein Werk sein Sohn Heinrich Rangheri fort, der über der St. Nikolaus Kirche in Vršovice ein großes Grundstück zusammen mit dem Anwesen „Nadelmacherin“ kaufte. Nach 1842 ließ er hier ein prunkvolles zweigeschossiges Gebäude mit zwei niedrigen prismatischen Türmen auf der Westseite bauen, wo Säle für die Zucht von Maulbeerspinnern eingerichtet wurden. In der Nachbarschaft erbaute er noch ein kleineres Gebäude und an den Gebäuden pflanzte er einen Maulbeerbaumgarten an. Die Objekte wurden nach ihrem Eigentümer leicht vertschechischt Rangherka genannt. Nach seinem Tod verkauften die Erben die Objekte, die Eigentümer wechselten sich ab, bis 1882 alles die Gemeinde Vršovice kaufte, den Maulbeerbaumgarten fällte und Herold-Baumgarten gründete. Diese Parkanlage ist nach einem bedeutenden Bürgermeister von Vršovice Dr. jur. Josef Herold benannt. In den Jahren 1899 - 1900 wurden Rangherka-Gebäude im einheitlichen Neurenaissancestil umgebaut. Die Türme der Westfront wurden beseitigt, die Frontgebäude baulich verknüpft und inmitten der Hauptfront entstand ein verzierter sechsseitiger Turm mit einem Altan. Durch diesen Umbau erinnerte das Objekt nicht mehr an alte Zeiten, sondern an ein Schlösschen. Auf dem Hang vor der Hauptfront entstand ein Park, durch den zum Gebäude eine Treppenanlage führt. Im Laufe der Zeit war im Gebäude eine Schule, verschiedene Behörden fand man hier und vor allem das Vršovice-Rathaus, das hier bis 1974 ansässig war.


Das Gebäude wurde in den Jahren 2010 - 2013 rekonstruiert.

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