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Kloster Břevnov (Břevnovský klášter)

Das Kloster wurde im Jahre 993 von Fürst Boleslav II. und Bischof Adalbert gegründet. Die heutige Gestalt des Benediktinerkloster-Komplexes aus den Jahren 1708–1745 stellt ein Hauptwerk der Barockzeit dar. Für Besucher ist ein Besichtigungsrundgang vorbereitet, der Klostergarten ist frei zugänglich. Mit der Geschichte des Břevnov Klosters ist auch die Brauerei verbunden, deren Existenz bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts belegt ist und deren Produkte hier im Klosterareal bis heute verkostet werden können.

Kloster Břevnov (Břevnovský klášter), Markétská 1/28, Praha 6 - Břevnov, 160 00
Web: http://www.brevnov.cz, e-mail: klaster@brevnov.cz
tel.: +420220406111, +420220406270

Öffnungszeiten

November – März

Samstag
10.00 – 14.00
Sonntag
11.00 – 14.00

April – Oktober

Samstag
10.00 – 16.00
Sonntag
11.00 – 16.00

Eintrittspreise

Grundpreis

80 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

50 Kč

Besichtigungsrundgang – Für die Besucher ist nun die Barockbasilika sv. Markéty (hl. Margareta), die romanische Krypta aus dem 11. Jahrhundert, sowie die barocke Prälatur mit Tereziánský sál (Theresien-Saal) zugänglich.

Besichtigungsdauer: ca. 90 min.
Regelmäßige Führungen in tschechischer Sprache:

  • Sommer (April - Oktober) SA 10.00, 14.00 16.00 SO 11.00, 14.00, 16.00
  • Winter (November - März) SA 10.00, 14.00 SO 11.00, 14.00

Unter der Woche nur für Gruppen, nach Voranmeldung Mindestteilnehmerzahl einer Gruppe für eine Führung in tschechischer Sprache: 10 Personen
Mindestteilnehmerzahl einer Gruppe für eine fremdsprachige Führung: 20 Personen
(hierfür Voranmeldung unter +420 220 406 270)

Geschlossen an christlichen Feiertagen (Ostern, Weihnachten)

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Programme

Objekt geschichte

Das Kloster Brevnov, das erste männliche Kloster in Böhmen, wurde durch Boleslaus II. und den Hl. Adalbert am 14.1.993 gegründet. Eine Legende beschreibt die Klosterentstehung nach einer Querlatte, liegend in einem Quellbrunnen, an dem sich Boleslaus II. und der Hl. Adalbert trafen. Auf Tschechisch heißt das Kloster nämlich Břevnov und břevno ist übersetzt eine Querlatte.
Das Kloster wurde von Břetislav I. um 1040 umgebaut und unter Abt Bayer von Netschetin gegen 1300 wieder frühgotisch umgebaut. Es wurde durch die Hussiten verwüstet und während des Dreißigjährigen Kriegs dann erneut. Das heutige Barockkomplex entstand Schritt für Schritt in den Jahren 1708 - 1745 nach dem Projekt von Christoph Dientzenhofer und seinem Sohn Kilian Ignaz.
Der Eintritt ins Gelände bildet das im Jahre 1740 durch Kilian Ignaz Dientzenhofer gebaute und mit der Statue des Hl. Benedikt und der Engel von Karl Joseph Hiernle geschmückte Tor. Hinter dem Tor ist der Vorhof, links befindet sich ein Speicher, rechts der am Klostergebäude, vielleicht am Spital, angebaute Wirtschaftshof. Den Vorhof schließen die Frontseite der Klosterkirche der Hl. Margarethe und die daran anschließenden Gebäude der Abteiprälatur.
Die Kirche wurde in den Jahren 1708 - 1735 nach dem Projekt von Christoph Dientzenhofer und Kilian Ignaz Dientzenhofer erbaut. Sie gehört zu den Veranschaulichungen des böhmischen Hochbarockbauwesens. Sie ist die erste Kirche Prags, der der Papst Pius XII. im Jahre 1948 den Ehrentitel Basilica minor verlieh, der nur vom amtierenden Papst an sehr bedeutende Kirchengebäude vergeben wird. Der Hauptaltar aus dem Jahr 1718 nach dem Projekt von Christoph Dientzenhofer wurde durch den Holzschnitzer Josef Dobner gefertigt, der Autor der Plastiken ist Mathias Wenzel Jäckel. Die Altargemälde sind ein Werk von Peter Brandl, auf den Seiten der Schiffaltare stehen Statuen der Benediktiner Heiligen von Mathias Wenzel Jäckel. Auf der Südseite der Kirche ist die Grabplatte des Heiligen Günter. Die Gewölbe decken Fresken von Johann Jakob Stevens von Steinfels aus den Jahren 1719 - 1721. Die intarsierten Chorbänke aus dem 18. Jahrhundert von Johannes Sichmüller verzieren Skulpturen von Richard Prachner, die Kirchenorgel stammt aus dem Jahr 1725 vom Orgelbauer Thobias Meysner. Unter dem Chor wurde in den Jahren 1965 - 1969 eine archäologische Untersuchung durchgeführt, wobei eine vorromanische Krypta aus der Zeit um 1040 entdeckt wurde.
Der Konvent wurde in den Jahren 1709 - 1720 nach Christoph Dientzenhofer gebaut, die Prälatur nach 1720 gemäß dem Projekt von Kilian Ignaz Dientzenhofer angebaut. Der bedeutendste Raum der Prälatur ist der Theresiensaal, benannt nach dem Besuch von Maria Theresia im Jahre 1753. Hinter dem Saal ist ein klassizistisches Gemach mit Gemälden von Antonín Tuvora, dahinter ist ein chinesischer Salon, bemalt durch exotische Landschaften von demselben Autor. Im blauen Salon hatte früher der Abt Opasek sein Arbeitszimmer. Das nächste Zimmer ist das so genannte Pompeji-Zimmer, benannt nach den ornamentalischen Wandgemälden.
Im Konventgebäude befinden sich das Winterrefektorium, die Sakristei, die Kapitelhalle mit der Deckenfreske Christi, der den Aposteln die Füße wäscht aus dem Jahr 1745, das Sommerrefektorium mit der Deckenfreske „Brotwundervermehrung“ aus dem Jahr 1739, der Billardsalon. In der Etage ist die Klosterbibliothek mit einem Deckengemälde. Die Bibliothekschränke sind im Barock- und Rokokostil reichlich geschnitzt.
Zum Kloster gehört ein ausgedehnter Garten, drin liegt das Lustschloss „Vojtěška“ mit der Kapelle über einem Quellbrunnen (die Quelle des Bachs Brusnice), wo das Kloster gegründet wurde. Die Barockgestalt gab dem Lustschloss Kilian Ignaz Dientzenhofer in den Jahren 1722 - 1725. Im Oberteil des Gartens sind Reste eines Gewächshauses aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.
Nach der Vertreibung der Klosterbrüder nutzten das Objekt das Innenministerium und das Zentrale Staatsarchiv als Depositum, nach 1990 wurde das Vermögen dem Benediktinerorden zurückgegeben. Im Jahre 1991 wurde es zum Volkskulturdenkmal erklärt.

 

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