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Prager Burg - Pulverturm Mihulka (Prašná věž Mihulka)

Der Pulverturm war der mächtigste der Kanonentürme, doch die Abwehrfähigkeiten des Turms wurden nie auf die Probe gestellt. Er wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Teil der neuen Burgbefestigung errichtet. Zu Zeiten Rudolf II gab es hier eine Alchemisten-Werkstatt, später ein Lager für Schießpulver oder einen Hungerturm und bis zum 20. Jahrhundert diente der Turm als Behausung der Kirchendiener des St.Veits-Doms. Heute treffen wir hier auf die Dauerausstellung der Burgwache.

Prager Burg - Pulverturm Mihulka (Prašná věž Mihulka), Pražský hrad, Praha 1 - Hradčany, 119 08
Web: http://www.hrad.cz, e-mail: tourist.info@hrad.cz
tel.: +420224372434

Öffnungszeiten

November – März

ganze Woche
09.00 – 16.00

April – Oktober

ganze Woche
09.00 – 17.00

Eintrittspreise

Grundpreis

70 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

40 Kč

Eintrittspreis für Familien

140 Kč

Die DAUERAUSTELLUNG „Von der fürstlichen Gefolgschaft zur Burgwache des Präsidenten“ (tsch.: Od knížecí družiny k Hradní stráži prezidenta) zeigt die historische Entwicklung und die Gegenwart der Einheiten, die die Sicherheit des Präsidenten der Republik überwachen.

Der Turm ist Bestandteil der Eintrittskarte für den Rundgang A der Prager Burg.
Die komplette Liste der Eintrittspreise finden Sie hier.

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Objekt geschichte

Zwischen der Gaststätte Vikárka und dem benachbarten Mladota-Haus geht man in den Kleinhof durch, von dem ein Teil der Nordwallanlage zugänglich ist. Ihr Wahrzeichen ist der Pulverturm Namens Mihulka, der über einen Durchmesser von 20 m verfügt und 44 m hoch ist. Später wurden Rundtürme wegen der Ähnlichkeit zu rundmündigen in Gewässern lebenden Neunaugen oft Mihulkas (Neunaugen) genannt. Bereits im 13. Jahrhundert war hier ein Turm als Bestandteil des Abwehrwalls des Nordmauerwerks der Burg. Als Bestandteil der neuen nördlichen Zwingerbefestigung wurde er Ende des 15. Jahrhunderts durch Benedikt Ried als gewaltigste Kanonenbastei gebaut, wurde jedoch praktisch nie benutzt. In der Renaissancezeit hatte hier seine Glockengießereiwerkstatt der Meister Tomas Jaros, der Autor der Singenden Fontäne am Königlichen Lustschloss und der Sigismund-Glocke, während der Zeiten von Rudolph II. war hier ein alchimistisches Laboratorium, während des Dreißigjährigen Kriegs ein Schießpulverlager, wobei nach Schießpulver auch die Pulverbrücke benannt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg bewirkte hier die schwedische Besatzung eine Explosion, durch die der Turm stark beschädigt wurde. Später war hier eine Wohnstätte für Kirchendiener der St. Veit Kathedrale. 1982 wurde Mihulka der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, als hier eine interessante Exposition der mittelalterlichen künstlerischen Handwerks, insbesondere der Renaissancemetallgießerei, Astrologie und Alchimie auf dem Hof von Rudolph II., und der spätgotischen Verschanzung der Burg installiert wurde.
Die Benennung Mihulka stammt erst aus dem 19. Jahrhundert. Zuvor hatte er Namen wie Neuturm, Rundbastei, Laboratorium oder Schwedisches Laboratorium.
Am 15. Dezember 2004 wurde in Mihulka eine neue Dauerexposition des Militärischen Historieinstituts eröffnet, die die Militärgeschichte auf dem tschechischen Gebiet erkundet.
Die Prager Burg ist ein Volkskulturdenkmal seit 1962.

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