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Mucha Museum (Muchovo muzeum)

Das Museum, das dem Leben und Werk des bekannten Jugendstilvertreters Alfons Mucha (1860 - 1939) gewidmet ist, befindet sich im barocken Kaunický Palais im Zentrum Prags. Eine Auswahl an rund 100 Werken, die sich aus Ölmalereien, Zeichnungen, Pastellzeichnungen, Statuen, Fotografien und persönlichen Gegenständen zusammensetzt, gibt einen einzigartigen Einblick in die Welt des Autors der Plakate für Sarah Bernhardt. Bestandteil des Museums ist ein Kaffeehaus und ein Geschäft mit Geschenken, die von Muchas Motiven inspiriert sind.

Mucha Museum (Muchovo muzeum), Panská 7, Praha 1 - Nové Město, 11000
Web: http://www.mucha.cz, e-mail: shop@mucha.cz
tel.: +420224216415

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

ganze Woche
10.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

240 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

160 Kč

Eintrittspreis für Familien

600 Kč

Programme

Objekt geschichte

Palais Kaunitz

Das ursprüngliche Bürgerhaus, unter dessen Eigentümer Handwerker vorwiegten, kaufte im Jahre 1663 der Graf Johann Ernest Schaffgotch, der kaiserliche Geheimrat, dessen Nachkomme das Haus in der Periode 1716 - 20 erweiterte und zum Palais im Hochbarockstil umbaute. Der Baumeister konnte Johann Blasius Santini Aichl, aber auch könnten es Franz Maximilian Kaňka oder Giovanni Battista Alliprandi sein. Im Jahre 1782 ging es ins Eigentum des Grafen Philipp Kinsky über. Nach 1843, als der Eigentümer Hugo Salm-Reifferscheidt hieß, wurde drinnen eine dreiarmige Haupttreppenanlage gebaut und der Architekt Kašpar Předák errichtete hier einen pompösen Musiksaal, verziert mit Gemälden auf Themen der mittelalterlichen Reiterepen über Arthur und das Lied über die Nibelungen. Die Gemälde führten Adolf Weidlich, Rudolf Josef Müller und Antonín Lhota durch. Es ist der repräsentativste Saal des Palais, der durch zwei Etagen durchgeht, es hat Spiegelfenster, Beigemarmor an den Wänden und eine goldene Stuckatur. Zu weiteren Räumen gehören der Rosige Konferenzsalon, das ehemalige Arbeitszimmer des Kaunitz-Geschlechts Goldenes Salon, der sehr exklusive Blaue Salon mit den ausdruckvollsten goldenen Stuckaturen und einem zeitgenossischen Möbel, mit der Aussicht auf den Hof, weiter der Rote Salon mit einer roten Textiltapete und einer Stuckdecke mit Alttestamentmotiven und der Grüne Salon mit einem Marmorkamin. Der etwas bescheidenere Silbersalon war ursprünglich für die Kinder bestimmt.


Im Jahre 1861 kaufte das Palais der Graf Alois Kaunitz, der Angehörige eines alten Adelsgeschlechts. Seit 1910 ging es ins Vermögen der Gewerbebank über. Im Jahre 1945 übernahm das Palais die Staatsbank, die es im Jahre 1951 dem Tschechischen Frauenverband übergab. Dieser war hier bis 1995 ansässig. Im Jahre 1995 ging das Palais ins Vermögen der Hauptstadt Prag über. Vom Herbst 1996 bis Februar 1998 machte das Objekt einen Umbau nach dem Projekt von Arch.
Zdeněk Blažek durch. Die Neuigkeit des umgebauten Palais ist der ganz neue Brunnen auf dem Vorhof, ein Werk des Bildhauers Jiří Seifert. Nach dem Umbau wurde hier am 13. Februar 1998 das Alfons Mucha Museum geöffnet. Die Repräsentationsräume werden zu feierlichen Gelegenheiten genutzt.

 

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