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Basilika Mariä Himmelfahrt am Strahov (Bazilika Nanebevzetí Panny Marie na Strahově)

Der Kern der Kirche inmitten des Prämonstratenser-Klosters am Strahov ist eine romanische Basilika mit einem gotischen Seitenschiff und zwei Renaissance-Türmen, die barock hergerichtet sind. Die heutige barocke Gestalt hat die Kirche in den Jahren 1742 – 1758 erhalten. An den Wänden des Hauptschiffs befinden sich in den Kartuschen Fresken mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Norbert, dem Gründer des Klosters. Während der Gottesdienste ist es möglich, in der Kirche gregorianische Gesänge zu hören.

Basilika Mariä Himmelfahrt am Strahov (Bazilika Nanebevzetí Panny Marie na Strahově), Strahovské nádvoří 1/132, Praha 1 - Hradčany, 118 00
Web: http://www.farnoststrahov.cz, http://www.strahovskyklaster.cz
tel.: +420220517208, +420777742164

Regelmäßige römisch-katholische Gottesdienste:

Mo - Sa: 18.00
So: 10.00 und 18.00 

Besichtigungen des Inneren der Kirche nur auf vorherige Anfrage (tagsüber ist die Kirche außerhalb der Messezeiten gewöhnlich geschlossen)

Konzerte klassischer Musik

 

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Objekt geschichte

Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist im Kern eine romanische Dreischiffbasilika mit einem gotischen im Jahre 1627 verlängerten Querschiff und mit einem Renaissancepresbyterium. Die Kirche entstand im 3. Viertel des 12. Jahrhunderts. In den Jahren 1258 - 1263 gewann sie ihre gotische Gestalt, die ganze Jahrhunderte überdauerte. Die historische Untersuchung in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erwies weder einen vernichtenden Brand im 13. Jahrhundert noch eine Zerstörung in den Hussitenzeiten. In den Jahren 1601 - 1605 kam es unter dem Abt Lohelius zum Renaissanceumbau, dessen Autor offenbar G. Bossi de Campione ist. Nach der Beschädigung durch den Beschuss und das Geschützfeuer wurden im Jahre 1742 spätbarocke Umgestaltungen an der Kirchenfrontseite (T. Haffenecker, A. Lurago, bildhauerische Ausschmückung Johann Anton Quittainer) sowie im Innenraum vorgenommen: Fresken aus dem Leben des Hl. Norbert und Erscheinungen aus dem Leben der Jungfrau Maria vom schlesischen Maler Wilhelm Neuenherz (1743). Für die Stuckverzierung sorgte Johann Ignaz Palliardi, der Hauptaltar sowie 10 Seitenaltäre wurden vom bekannten Prager Steinmetz Josef Lauermann (1769) geschaffen. Die Skulpturen des Hauptaltars machte Ignaz Platzer, die Skulpturen der Seitenaltäre J. A. Quittainer. Die Altargemälde malten überwiegend M. Leopold Willmann, F. Xaver Balko und Siard Nosecký.
Bereits von Anfang an wurden den Kirchen Kapellen angebaut. Inmitten des Schiffs ist die Kapelle der Jungfrau Maria von Passau (an der Stelle der gotischen Kapelle der heiligen Engel aus dem 14. Jahrhundert). Es ließ sie Albrecht von Waldstein für den kaiserlichen General Pappenheim und seinen Neffen Berthold bauen, die in der Schlacht bei Lützen fielen. Am Altar ist die Kopie des Jungfrau Maria von Passau Gemäldes und an der Decke die Freske „Schlacht bei Lützen“ von Siard Nosecký. Auf der Gegenseite der Kirche ist die größere ursprünglich gotische Kapelle der Heiligen Ursula. Sie hat den Altar der Heiligen Ursula und den Altar des Heiligen Norberts, des Gründers des Prämonstratenser-Ordens und des Landesschirmherren, dessen sterbliche Überreste auf Strahov vom Magdeburger Prämonstratenserklosters im Jahre 1627 überstellt wurden und in dieser Kapelle beigesetzt sind. In der Kirche wurden 1174 auch ihr Mitgründer Wladislaus II. und vorher seine Frau Gertrude, genauso wie der andere Mitgründer Jindřich Zdík (verstorben 1150) beigesetzt. Bei der archäologischen Untersuchung wurden ihre Gräber jedoch nicht gefunden.
In der Kirche waren berühmte Orgelspieler wie Jan Křtitel Kuchař und Robert Führer tätig. Im Jahre 1787 spielte hier W. A. Mozart seine Orgelimprovisationen. Die Originalorgel wurde nach 1900 durch eine andere ersetzt.
Der Papst Johannes Paul II. erteilte der Maria Himmelfahrt Abteikirche den Titel Basilica minor (kleinere Basilika). Die Beförderungsfeier fand am 1. und 2. Februar 1992 statt.

 

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