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Kirche des Hl. Cyrill und Method (Katedrální chrám sv. Cyrila a Metoděje)

Die Barockkirche wurde in den Jahren 1730 – 1736 nach den Plänen von K. I. Dientzenhofer und P. I. Bayer errichtet. Die Inneneinrichtung der orthodoxen Kirche hat eine Stuck-Ausschmückung von M. I. Palliardi und Fresken von K. Schöpf. In einer Ausstellung über die „Heydrichiade“, die sich in den unterirdischen Räumlichkeiten der Kathedrale befindet, gedenkt man der Fallschirmspringer, die in der Krypta im Mai 1942 nach dem Attentat auf den Vertreter des Reichsprotektorats, Reinhard Heydrych, ein Versteck gefunden hatten.

Kirche des Hl. Cyrill und Method (Katedrální chrám sv. Cyrila a Metoděje), Resslova 9a, Praha 2 - Nové Město, 120 00
Web: http://www.pravoslavnacirkev.cz, e-mail: info@pravoslavnacirkev.cz
tel.: +420224920686

Objekt geschichte

Der Barockneubau der Kirche nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer und Paul Ignaz Bayer erfolgte in den Jahren 1730 - 1736. Die bedeutende Barockkirche war ursprünglich dem hl. Karel Boromejský geweiht. Daher zeigen die vom Maler Johann Adam Schöpf stammenden Fresken im Innenraum Motive aus der Legende dieses Heiligen. Die Stuckverzierungen aus dem Jahr 1739 stammen von Michal Ignác Palliardi. Seit 1935, als die Kirche Sitz des orthodoxen Bischofs von Gorazde wurde, diente sie für Gottesdienste der Tschechoslowakischen Orthodoxen Kirche.

Zur Zeit der Nazibesatzung schrieb sich die Kirche sehr markant in unsere Geschichtsbücher ein. In der Kirche versteckten sich die Fallschirmspringer, die an der Vorbereitung und Ausführung des Attentats auf den Reichsprotektor Reinhard Heydrich beteiligt waren. Die massiven Fahndungsmaßnahmen der Besatzungsmacht verhinderten eine Flucht aus Prag, und schließlich wurde das Versteck der Fallschirmspringer in der Kirche verraten. Kommandos von SS und Gestapo umzingelten die Kirche, und in den frühen Morgenstunden des 18. Juni 1942 kam es zum Kampf. Gegen die Übermacht der Nazis hatten die Fallschirmspringer keine Chance, und nachdem sie ihre Munition verbraucht hatten, setzte jeder einzelne mit seiner letzten Patrone seinem Leben ein Ende. Als die Besatzer in die Kirche eindrangen, waren fünf Fallschirmspringer bereits tot, die beiden übrigen starben auf dem Weg ins Krankenhaus. Neben vielen anderen, die den Fallschirmspringern geholfen hatten, wurden auch Vertreter der orthodoxen Kirche und der Kirche St. Kyrill und Methodius hingerichtet, die den Fallschirmspringern Unterschlupf gewährt hatten. Die orthodoxe Kirche wurde im September 1942 verboten.

Nach dem II. Weltkrieg wurde die Kirche instand gesetzt, und auch die Krypta wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. An die Fallschirmspringer erinnert eine bronzene Gedenktafel mit den Namen der Helden und ihrer Helfer, die 1947 in die Wand der Krypta eingelassen wurde. Im Jahr 1951 erlangte die orthodoxe Kirche ihre Unabhängigkeit, und das Kirchengebäude wurde zum Metropolitendom erhoben. Gottesdienste finden hier auch auf Altkirchenslawisch statt.

 

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