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Černín Garten (Černínská zahrada)

Den Garten, der an das Černín Palais grenzt, begann man im Jahre 1693 nach den Plänen des Architekten Francesco Caratti zu errichten. In den älteren, geometrisch errichteten Gartenbereich führt die Palais-Treppe zur Terrasse des oberen Beckens, hinter dem sich der untere kaskadenförmige Springbrunnen und ein Pavillon verbergen. Der neue Gartenbereich verfügt über eine freie Gartenkomposition mit Baumgruppen. Heute wird der Garten für die Zwecke des Außenministeriums der Tschechischen Republik genützt.

Černín Garten (Černínská zahrada), Loretánské náměstí 5, Praha 1 - Hradčany, 118 00
Web: http://www.mzv.cz
tel.: +420224181111

Öffnungszeiten

Mai – Oktober

ganze Woche
10.00 – 17.00

Der Eintritt ist kostenlos.

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Objekt geschichte

Der Garten im Ausmaß von 1,7 ha wird für Zwecke des Außenministeriums der Tschechischen Republik genutzt. Seit 2011 ist er in der Sommersaison auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Herman Jakob Graf Czernin von Chudenitz, der ausgebildete Weltbummler und Diplomat, begann im Jahre 1669 den Aufbau seines Palais auf Loretto-Platz (Loretánské náměstí) und im Jahre 1693 nahm man den Ausbau des Gartens nach den Plänen vom Architekten Francesco Caratti auf. Später beteiligte sich auf der Gartengestaltung ein weiterer bekannter Architekt Domenico Rossi, dann Franz Maximilian Kaňka, der im Jahre 1774 im Garten ein neues Lustschloss erbaute. Der Garten wurde während der Kriege in den Jahren 1741 - 1742 und 1757 bei der Belagerung durch die preußischen Heere erheblich beschädigt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er in Form eines englischen Parks umgebaut. Im Jahre 1851 kaufte den Garten sowie das Palais das kaiserlich königliche Geniedirektorat in Prag und die Objekte wurden durch die Umwandlung in eine Kaserne und einen Hof mit Ställen vernichtet. Im Jahre 1928 gewann das Palais mit dem Garten der Staat und beides wurde komplett rehabilitiert. Der Garten wurde um einen neuen Teil erweitert. Im Jahre 1929 wurde nach dem Architekten Pavel Janák in Zusammenarbeit mit Otto Fierlinger die gesamte Renovierung vorgenommen. In den Jahren 1994 - 1997 erfolgte der gesamte Gartenumbau nach den Architekten Zdeněk Kuna und Jaroslav Zdražil in Zusammenarbeit mit der Garteningenieurin Vítězslava Ondřejová. In den älteren regelmäßig geometrisch geregelten Gartenteil führt eine Palaistreppe zur Terrasse des oberen Schwimmbeckens. Unter dem Hang hinter dem Schwimmbecken ist der untere Kaskadenbrunnen und am Ende ein kleiner Pavillon. Der neue Gartenteil verfügt über eine freie Komposition mit Baumgruppen.

Am 16. 10. 1990 wurde im Garten ein Grenzstein von der böhmisch-bayerischen Grenze platziert. Der Stein stammt aus dem Jahr 1766. Als Symbol der Grenzeröffnung bekam ihn der damalige Außenminister Jiří Dienstbier geschenkt.

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