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Kathedrale des Hl. Kliment (Katedrála sv. Klimenta)

Die Barockkirche im Areal des Klementinums wurde im Auftrag der Jesuiten in den Jahren 1711 – 1715 vom Baumeister Antonio Lurage erbaut. Das von außen schlichte Gebäude beeindruckt durch sein aufwendiges Inneres, wertvoll sind vor allem die Plastiken auf sechs Seitenaltären und das Bild von P. J. Brandl. Die Kirche wird von der griechisch-orthodoxen Kirche für Gottesdienste in altslawischer und ukrainischer Sprache genützt.

Kathedrale des Hl. Kliment (Katedrála sv. Klimenta), Karlova 190/1 , Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.reckokat.cz
tel.: +420222220364, +420603919115

Touristische Führungen nur nach Voranmeldung

Regelmäßige Gottesdienste:

auf Ukrainisch

•sonntags 8.30 und 12.00

•mittwochs, freitags 17.00

•samstags 10.15

 

auf Altslawisch

•sonntags 10.15 und 17.00

•montags, dienstags, freitags 17.00

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Objekt geschichte

Die Kathedralkirche St.-Clemens ist eine der drei Kirchen im Areal des Klementinums. Sie steht teilweise an der Stelle der ursprünglichen romanischen St.-Clemens-Kirche, die dem Dominikanerorden gehörte. Der von außen eher schlichte Barockbau wurde in den Jahren 1711 - 1715 nach Plänen des Architekten F. M. Kaňka von dem Baumeister Anselmo Lurago erbaut.

Der Innenraum der Kirche zählt zu den schönsten Barockinterieurs in Prag - wohl auch dank der Schlichtheit der Außenfassade. Die Kirche ist einschiffig und hat sechs Seitenaltäre. An der reichen Verzierung waren bedeutende Barockkünstler jener Zeit beteiligt. Die Stuckverzierungen aus dem Jahr 1715 stammen von S. Götzler. Originalfresken des Malers J. Hiebl mit Motiven aus dem Leben des hl. Clemens sind in den einzelnen Gewölbeflächen erhalten.

Die Stein-Statuen der Kirchenväter und der Evangelisten, ebenso wie die Plastiken in den Seitenaltären und die Kanzel, sind ein Werk Matthias Bernhard Brauns. Unter der Empore befinden sich die Beichtstühle, deren ausgezeichnete Schnitzereien ebenfalls von M. B. Braun stammen.

Der in Illusionsmaltechnik gestaltete Hauptaltar wird von den Darstellungen des hl. Clemens und des hl. Ignatius von Loyola beherrscht. Am Seitenaltar der Heiligen Lorenz und Linhart befindet sich ein Gemälde von Peter Brandl: St.-Linhart, Kranke heilend. An den Malereien war auch Ignaz Raab beteiligt, der in den Nischen auf den Pilastern Darstellungen der Jesuitenheiligen und der böhmischen Landespatrone schuf. Erwähnenswert sind ebenfalls die reich verzierten Kirchenbänke. Der Fußboden ist aus buntem Marmor. Die Kirche hat eine ausgezeichnete Akustik.

Im Jahr 1931 wurde das Gebäude der griechisch-katholischen Kirche übergeben, in den Jahren 1950 - 1969 gehörte sie der orthodoxen Kirche, und seit 1969 dient sie wieder der griechisch-katholischen Kirche. Gottesdienste finden hier auch auf Ukrainisch und Altkirchenslawisch statt.

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