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Rotunde des Finden des Hl. Kreuzes (Rotunda Nalezení sv. Kříže)

Obwohl die erste schriftliche Erwähnung dieser ältesten von drei Prager Runden aus dem Jahre 1365 stammt, wird ihre Entstehung bereits Ende des 11. Jahrhunderts datiert. Interessant ist auch die magische Lage: Die Rotunde befindet sich genau in der Mitte des urbanen Kreuzes des alten Prags, das den St. Veits-Dom mit der Rotunde des Heiligen Longinus und die Kirche des Heiligen Kliment in der Altstadt und die heute nicht mehr existierende Kirche des Heiligen Philipp am Arbes verbindet.

Rotunde des Finden des Hl. Kreuzes (Rotunda Nalezení sv. Kříže), Karoliny Světlé, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.starokatolici.cz, e-mail: stkat@starokatolici.cz
tel.: +420224319528

Objekt geschichte

An der Straßenecke Konviktská und Karoliny Světlé steht die älteste romanische Rotunde Prags,

die Rotunde des Kleineren Heiligen Kreuzes. Der Legende nach befand sich hier ein Fischteich, in den einst ein gekreuzigtes Mädchen zur Strafe dafür geworfen wurde, dass es gegen den Willen seiner Eltern das Christentum angenommen hatte. In der Nacht habe sich das Kreuz während eines Gewitters über dem Wasserspiegel aufgerichtet, was allgemein als Zeichen Gottes gedeutet wurde.

Die Entstehung der Rotunde wird auf Anfang des 12. Jahrhunderts datiert, die erste schriftliche Erwähnung dieses Bauwerks stammt jedoch aus dem Jahr 1365. Es ist möglich, dass es sich ursprünglich um ein Privatheiligtum eines Herrenhofes der Prager Altstadt handelte. Im Jahr 1625 fiel die Rotunde an die Dominikaner vom hl. Ägidius. Unter Joseph II.

wurde die Kapelle 1784 aufgelöst und danach als Privatlager genutzt, im Jahr 1860 drohte ihr aufgrund eines Neubaus gar der Abriss. Erst durch das entschlossene Einschreiten des Künstlervereins und durch den Einsatz des Architekten Ignaz Ullmann gelang es, das wertvolle Baudenkmal zu retten. Reste gotischer Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert wurden von František Sequens restauriert; das wertvollste gotische Fresko ist die Anbetung der drei Könige. Bei Bauarbeiten in der Umgebung wurde ein Dinar des Fürsten Jaromír aus dem Jahr 1012 gefunden. Die Legende besagt jedoch, dass sich unter der Kirche in einem Kellergewölbe ein großer Schatz befindet. Heute ist die Rotunde Pfarrkirche der alt-katholischen Kirche.

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