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Franziskanergarten (Františkánská zahrada)

Die einzigartige Naturoase im Stadtzentrum ist mit zahlreichen Sitzbänken ausgestattet, über denen sich Eisenbögen wölben, die im Sommer von Rosen umschlungen werden. Die Grasflächen werden von niedrigen Eiben-Hecken begrenzt, und der Garten wird von einigen interessanten Plastiken, einem Springbrunnen, einem Gartenhäuschen, einem Kinderspielplatz, Obstbäumen und Kräuterbeeten, die auf die einstigen Besitzer – Karmeliter und Franziskaner - verweisen, die hier früher Kräuter züchteten, ergänzt.

Franziskanergarten (Františkánská zahrada), Jungmannovo náměstí, Praha 1 - Nové Město, 110 00
Web: http://www.praha1.cz
tel.: +420221097231

Öffnungszeiten

Oktober – April

ganze Woche
08.00 – 19.00

April – September

ganze Woche
07.00 – 22.00

September – Oktober

ganze Woche
07.00 – 20.00

Objekt geschichte

Der ungroße Garten an der Kirche St. Maria Schnee zwischen dem Wenzelsplatz und dem Jungmannplatz (Jungmannovo náměstí) entstand ursprünglich als ein viel größerer mittelalterlicher Garten des Karmeliterklosters nach dem Jahr 1348 im Rahmen der Ersten Ausbauetappe der Neustadt. Seit 1604 gehörte er dem Orden der barfüßigen Franziskaner, die ihn mehrere Male renovierten. Der Garten hatte eine ausdrückliche Nutzfunktion, hier wurden Kräuter-, Blumen sowie Gemüsebeete, weiter Obstbäume und die Franziskaner bauten hier auch Gewürz an. Nach der Ausplünderung des Klosters sowie der daneben liegenden Kirche durch die Prager Unterschicht und die Räuberbanden aus dem Lande wurde der Garten im 18. Jahrhundert erneut gegründet, der Pavillon wurde in seiner Mitte umgebaut, dessen Decke der Mönch Benedikt mit Fresken ausschmückte. Im Westflügel waren damals ein Sommerrefektorium und eine Klosterapotheke und an der Nordwand wurde ein Brunnen ausgehoben. Später wurde eine Zierfontäne gebaut und um sie herum wurden Statuen der Heiligen aufgestellt.

Während des Zweiten Weltkriegs hoben hier deutsche Besatzer zwei Brandschutzbecken aus, die den Charakter des historischen Gartens stark verletzten. Sie wurden Schritt für Schritt erst in den Jahren 1980 und 1985 verschüttet.

Der Garten wurde der Öffentlichkeit nach der Vertreibung der Franziskaner durch die Kommunisten im Jahre 1950 zugänglich gemacht und als Verbindung zwischen dem Wenzelsplatz und dem Jungmannplatz genutzt. In den Jahren 1989 - 1992 wurde der Garten geschlossen, um seinen Gesamtumbau nach dem Entwurf des Architekten Josef Kuča und unter der Mithilfe der Architektin Ivana Tichá durchführen zu können. Die bildende Verzierung führten akademische Bildhauer Stanislav Hanzík (die Trinkquelle „der Junge mit der Muschel“ und die Plastik „Äsop“) und Josef Klimeš (die Trinkquelle „die Alraunen“ oder auch „das Riesengleithörnchen“). Nach dem Abschluss der Regelungen wurde der Eingang von der Wenzelsplatz-Seite aus der Alfa-Passage mit einem Tor mit 16 plastischen Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus vom akademischen Bildhauer Karel Císařovský bestückt. Der gegenwärtige Grundrissplan des Gartens ist mit der frühbarocken Gliederung identisch. Die Achse des Gartens bildet ein breiter bequemer Verbindungsweg am Frühbarockaltan, ursprünglich war es offenbar eine Kapelle aus der Wende von 17. zum 18. Jahrhundert, an der ein kleiner eingezäunter Kräutergarten liegt. Entlang des Konventhauses gibt es ein getrenntes Band der Klosterprivatfläche der Franziskanerbrüder, denen aufgrund der Restitution Klosterobjekte ausgehändigt wurden. Ebenfalls der Kinderspielplatz ist von sonstiger Fläche durch eine Wand mit Kletterpflanzen getrennt. Der Garten dient zum Großteil als Erholungsgarten, Ruhezone, ist bestückt mit Bänken. Seine einzelnen Vegetationsfelder sind mit einer geschnittenen Garten- bzw. Dornenhecke umzäunt. Es wurden hier Obstbäume und jede Menge Rosenstöcke ausgepflanzt. Es ist eine einzigartige und ziemlich selten zu sehende Naturoase mittendrin im Stadtzentrum.

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