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Museum der Hauptstadt Prag – Hauptgebäude (Muzeum hlavního města Prahy)

Das Museum befindet sich in einem Neorenassicance Gebäude, das einst für das damalige königliche Museum der Hauptstadt Prag erbaut worden ist. Die Ausstellungsstücke stellen die Geschichte der Prager Kunst von der Urzeit bis zum Jahre 1784 dar. Das einzigartigste und attraktivste Exponat des Museums ist das Langweil-Modell der Stadt Prag aus den Jahren 1826-1834. Es handelt sich hierbei um ein einzigartiges Dokument, wie die Altstadt, die Kleinseite und die Prager Burg zur Wende des 19. und 20. Jahrhunderts ausgesehen haben.

Museum der Hauptstadt Prag – Hauptgebäude (Muzeum hlavního města Prahy), Na Poříčí 52, Praha 8 - Karlín, 180 00
Web: http://www.muzeumprahy.cz, e-mail: muzeum@muzeumprahy.cz
tel.: +420224816772, +420221709674

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Dienstag
09.00 – 18.00
Mittwoch
09.00 – 18.00
Donnerstag
09.00 – 18.00
Freitag
09.00 – 18.00
Samstag
09.00 – 18.00
Sonntag
09.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

120 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

50 Kč

Eintrittspreis für Familien

200 Kč

Programme

Objekt geschichte

Die zweite Hälfte des 19. Jh. war eine Zeit, wenn viele Enthusiasten, Patrioten und Interessierten um Geschichte und Naturwissenschaft verschiedene Museen gründeten. Als das dritte Prager Museum wurde 1883 das Museum der Hauptstadt Prag ins Leben gerufen. Das Museum wurde erstmals in den Stadtrat im Jahr 1877 diskutiert. Darum sich verdienten Wácslav Wladiwoj Tomek auf der Spitze der Kommission zum Inhalt und praktische Anbringung des Museums, Dr. Miroslav Tyrš als Leiter des Ersten Ausschusses des Museums, der auch die erste, damals nur noch kleine Museumskollektionen gesammelt hat, sowie dessen erster Direktor, Archäologe und Historiker Břetislav Jelínek. Die Sammlungen wurden schließlich im ehemaligen Café im Stadtpark Na Poříčí ausgestellt und damit wurde im Jahr 1883 das Prager Stadtmuseum gegründet. Das Café-Pavillon wurde im Jahr 1878 von František Saller und Jan Beninger erbaut, seine Räume jedoch bald der wachsenden Sammlungen nicht genügten. Daher wurde ein neues Bauvorhaben beim Architekten Antonín Wiehl bestellt. Er hat jedoch der Aufgabe entsagt und das Projekt eines Neorenaissance-Gebäudes wurde von Antonín Balšánek entwickelt.
Das neue Gebäude wurde dem alten Café-Pavillon in 1896 - 1898 hinzu gebaut und der Öffentlichkeit im Jahr 1900 eröffnet. Das prunkvolle Gebäude hat in der Mitte der Hauptfassade ein hervortretendes Risalit, mit einem Tympanon gekrönt, in welchem sich ein Relief von Ladislav Šaloun befindet, mit dem Thema Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Handwerk bilden den Ruhm unserer Vergangenheit. Auf dem höchsten Gipfel des Tympanons ist Šalouns allegorische Figur von Prag aus dem Jahr 1896 gestellt. Diese Statue wurde in den Kämpfen der Mai-Revolution von 1945 von einem deutschen Panzer niedergeschossen. Ihre Kopie schuf Bildhauer Miloslav Šonka nach dem verminderten Modell aus dem im Jahr 1985 gefundenen Šalouns Nachlass. Andere Verzierungen des Gebäudes wurden vom Bildhauer František Stránský (Allegorien von Christentum und Heidentum), Bildhauer Vojtěch Šaff (Vorgeschichte, Geschichte, Denkmäler) an der hinteren Fassade und Bildhauer František Hergesel (Geschichte) an der Seite von Karlín durchgeführt. Hier gibt es auch den großen Wappen der Stadt Prag von O. Šmejkal. Im Innenraum gibt es Stucken von Vilém Amort und Skulpturen von Ludvík Wurzel, František Hergesel und Antonín Procházka. Über dem Treppenabsatz gibt es rund herum ein Panorama Prags von Antonio Sacchetti. Oberhalb des Panoramas sind sieben Ansichten der Stadt von Karl Liebscher und Václav Jansa.
In den Museumssammlungen gibt es interessante und historisch und künstlerisch wertvolle Objekte aus verschiedenen Bereichen der menschlichen Tätigkeit, die die historische und kulturelle Entwicklung der Stadt von der Urzeit bis zur Gegenwart dokumentieren. Das Museum verfügt über eine umfangreiche archäologische Sammlung, eine Sammlung von dekorativer Kunst, Porzellan, Möbel, eine der größten Sammlungen der Zunftdenkmäler in Europa, eine Sammlung von Kunstwerken von einzigartigen gotischen Holzschnitzereien über Barocken Holzschnitzereien bis hin zur Sammlung von Zeichnungen und Gemälden der Maler des 19. und 20 Jh., die die Umwandlungen von Prag gefangen genommen haben. Es enthält eine Sammlung der Werke von Josef Mánes, einschließlich seiner ursprünglichen Kalenderplatte der Astronomischen Uhr, sowie seltene Ausblicke auf Prag, besonders eine umfangreiche Sammlung von Werken von Vinzenz Morstadt und eine Sammlung von Fotografien. Berühmt ist auch das Modell von Prag aus den Jahren 1826 - 1834, das Werk des Malers Anton Langweil, einzigartig für seine dokumentarischen und künstlerischen Wert. Auf der Fläche von 20 m2 wurden im genauen Modell einige Tausenden von Häusern mit jedem Detail an der Fassade gezeigt, mit präzisen Farbigkeit, mit plastisch durchgeführten Lauben, mit eingezeichneten Sgraffiti und mit der genauen Anzahl der Fenster, Türen, Statuen und anderer Details. Meistens wurde harter Karton mit Zeichnungen auf Papier verwendet, aber auch Holz und andere Materialien.
Neben dem Hauptgebäude hat das Museum noch eine öffentlich zugängliche Exposition am Výtoň, wo Geschichte von Podskalí dargestellt ist, eine Exposition Geschichte von Vyšehrad in der Festung Vyšehrad und mehrere andere Depots. Im Jahr 1941 wurde ans Museum das Archäologische Museum übertragen, gegründet von J. A. Jira im Schlösschen Hanspaulka. Diese Exposition wurde am Ende der 60. Jahre des 20. Jh. abgeschafft, um Platz für die riesige Anzahl von Artefakten, die bei archäologischen Ausgrabungen im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn entdeckt wurden, zu machen.

 

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