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Prager Burg - Daliborka

Am östlichen Ende des Goldenen Gässchens steht ein von Legenden umrankter, zylinderförmiger Kanonenturm aus dem Jahre 1496, der nach seinem ersten Gefangenen, Dalibor von Kozojedy, benannt ist. Der Turm diente bis zum Jahre 1781 als Gefängnis. Abgesehen von den Zellen mit ihren mächtigen Gewölben ist im Boden auch die kreisförmige Öffnung in den Hungerturm erhalten geblieben, wohin die Schuldigen mit Hilfe einer Rolle hinuntergelassen worden sind. Der Turm Daliborka ist Bestandteil der Besichtigungstrasse der Prager Burg.

Prager Burg - Daliborka, Pražský hrad, Praha 1 - Hradčany, 119 08
Web: http://www.hrad.cz, e-mail: tourist.info@hrad.cz
tel.: +420224372434, +420224371111

Öffnungszeiten

November – März

ganze Woche
09.00 – 16.00

April – Oktober

ganze Woche
09.00 – 17.00

Im unteren Stockwerk des Turms befindet sich die Ausstellung des mitleidvollen Rechts (tsch.: expozice útrpného práva).

EINTRITTSPREISE

  • Die Besichtigung ist Bestandteil der Eintrittskarte für die Rundgänge A und B der Prager Burg.
  • Die komplette Liste der Eintrittspreise finden Sie hier.

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Objekt geschichte

Am Ende des Goldenen Gässchens ragt der zylindrische Kanonenturm Daliborka empor, erbaut auf der Böschung unter dem Hirschgraben im Jahre 1496 durch Benedikt Ried. Ursprünglich war der Turm höher, aber bis in die Gegenwart sind fünf Stockwerke erhalten geblieben. Das oberste Geschoss ist nicht überdacht. Im Kellergeschoss mit einem gewaltigen Gewölbe gibt es vier Zellen, im Boden ist eine kreisförmige Öffnung ins Verlies, wohin die Gefangenen mittels einer Umlenkrolle herabgelassen wurden. Der erste Häftling war im Jahre 1498 Dalibor von Kozojedy, nach dem der Turm benannt wurde. Er war deshalb inhaftiert, weil er einen Aufstand der Untertanen auf dem benachbarten Herrengut akzeptierte und die Aufständischen auf seinem Grund empfing. Einer Sage nach hat er Geige spielen gelernt, um für seinen Lebensunterhalt im Turm etwas zu verdienen. Der nächste bekannte Häftling war Graf Franz Anton von Sporck, der bekannte Kunstmäzen.

Im Kellergeschoss gibt es im Boden eine kreisförmige Öffnung ins Verlies, zu sehen ist auch die Umlenkrolle, durch die die Gefangenen herabgelassen wurden. Das Mauerwerk des Verlieses ist 2,6 Meter stark, unter dem Verlies ist noch ein Geschoss, das im Bedarfsfall auch als Gefängnis genutzt wurde.

Ihre Gefängnisfunktion erfüllt Daliborka seit 1781 nicht mehr.

Die Prager Burg ist seit 1962 ein Nationalkulturdenkmal.

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