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Kirche des Hl. Franziskus-Serafin (Kostel sv. Františka Serafinského)

Der heutige frühbarocke Eindruck der Kreuzherrenkirche mit ihrem roten Stern stammt aus den Jahren 1679 – 1685. Die prächtige Innenausschmückung, unter anderm das Fresko des Letzten Abendmahles von V. V. Reiner in der monumentalen, beinahe 41 Meter hohen Kuppel, können Besucher während regelmäßiger Konzerte geistiger Musik bewundern, die den Klang der einzigartigen barocken Orgel aus dem Jahre 1702 schätzen, der zweitältesten Orgel in Prag.

Kirche des Hl. Franziskus-Serafin (Kostel sv. Františka Serafinského), Křižovnické náměstí 3, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.krizovnici.eu/, http://jchart.cz/, e-mail: ptacek.jaroslav@centrum.cz
tel.: +420221108255


Regelmäßiger römisch-katholischer Gottesdienste
•So: 9.00
•Mo - Fr: 7.00

Die Kirche ist für touristische Besichtigungen üblicherweise täglich von 10.00 bis 19.00 von April bis November (außer während der Messe und Konzerten) zugänglich, in der Winterzeit kann sie durch die Glastür, fallweise vor dem Gottesdienst, besichtigt werden. Längere Besichtigungen nur nach telefonischer Absprache.

Konzerte liturgischer Musik bietet die Agentur JCH Art Agency
Orgelkonzerte (fast täglich) in der Saison – Termine auf http://www.jchart.cz
Vorverkauf vor Ort oder telefonische Reservierung bei der Agentur, allenfalls bei Ticketpro, Ticketportal, Ticketart, BTI

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Programme

Objekt geschichte

Die Spitalbruderschaft des hl. Franziskus wurde im Jahr 1233 von der hl. Agnes von Böhmen gegründet. Die Bruderschaft wandelte sich mit der Zeit zum ersten böhmischen Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern und siedelte sich in Nähe der Judith-Brücke an. Hier entstand auch bereits im 13. Jahrhundert die erste Franziskuskirche.

Die heutige Kirche wurde 1688 vom Prager Erzbischof Johann Friedrich von Waldstein zu Ehren des heiligen Franziskus von Assisi, genannt Serafinus, geweiht. Es handelt sich um einen Zentralbau mit mächtiger Kuppel. Das Presbyterium bildet im Grundriss ein kleines Kreuz, das quadratische Schiff mit den Seitenkapellen ein großes. An der Fassade befinden sich in Mauernischen Plastiken der böhmischen Landespatrone.

Auch der Innenraum der Kirche ist sehr reich ausgestattet. Wertvolle Gemälde von Wenzel Lorenz Reiner befinden sich im Kuppelgewölbe zwischen Stuckaturen von Tomasso Soldatti: Darstellungen der vier Evangelisten, im Altargewölbe das Bild Mariä Himmelfahrt, die Schlacht an der Milvischen Brücke und die Anbetung der Bundeslade. Die Kuppel ist mit Reiners Fresko des Jüngsten Gerichts ausgefüllt. Reiner ist auch Autor der Ölbildnisse der Kirchenväter auf den Pfeilern. Ein weiterer bedeutender Maler war Jan Kryštof Liška. Von ihm stammen das Deckengemälde des Presbyteriums mit Darstellungen von Engeln und allegorischen Figuren, die Fresken in der Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit und in der Kapelle Johannes des Täufers sowie das Engelsfresko über dem Eingang zur Kirche. Außerdem malte er die vier Tugenden (Vorsicht, Weisheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit), die Anbetung der Drei Könige und die Anbetung der Hirten. Über dem Hauptaltar von Josef Dobner befindet sich Liškas Gemälde der Stigmatisierung des hl. Franziskus. Die römisch-katholische Kirche gehört dem Ritterorden der Kreuzherren mit dem Roten Stern.

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