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Polizeimuseum der Tschechischen Republik (Muzeum Policie ČR)

Das Museum befindet sich am Gelände des einstigen Augustinerklosters, das im Jahre 1350 von Karl IV gegründet worden ist. Seine natürliche Dominante bildet die Kirche Mariä-Himmelfahrt (tsch.: kostel Nanebevzetí Panny Marie) und des Hl. Karl des Großen. Dieses Museum dokumentiert und präsentiert objektiv die Geschichte, die Entwicklung und die Tätigkeit der Sicherheitskräfte auf dem Gebiet der einstigen Tschechoslowakei ab ihrer Gründung bis zur Gegenwart.

Polizeimuseum der Tschechischen Republik (Muzeum Policie ČR), Ke Karlovu 1, Praha 2 - Nové Město, 120 00
Web: http://www.muzeumpolicie.cz, e-mail: sekretariat@muzeumpolicie.cz
tel.: +420974824855

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Dienstag
10.00 – 17.00
Mittwoch
10.00 – 17.00
Donnerstag
10.00 – 17.00
Freitag
10.00 – 17.00
Samstag
10.00 – 17.00
Sonntag
10.00 – 17.00

Eintrittspreise

Grundpreis

30 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

10 Kč

Eintrittspreis für Familien

50 Kč

Programme

Objekt geschichte

Augustinerkloster auf Karlov

Das Augustinerkloster mit der Kirche stiftete Karl IV. im Jahre 1350. Die Kirche benannte er nach der Jungfrau Maria und dem Hl. Karl dem Großen, zu Ehren ihres Patrons Karl des Großen, dessen Namen er bei der Firmung in Frankreich bekam. Karlov war ein häufig besuchter Wallfahrtsort. Das Kloster lag westlich von der Kirche, in der Nähe des Walls. Gotische Klostergebäude der alten Abtei wurden in den Jahren 1660 - 68 durch Giovanni Battista Orsi barockisiert. Die neue Abtei mit der Behausung des Abtes mit der Haukapelle des Hl. Karl Borromäus baute seit 1716 Franz Maximilian Kaňka. Auf den neuen Altar der Kapelle zeichnete Jan Spitzer das Bild der Jungfrau Maria von Karlov. In der Klosterbibliothek mit dem Archiv war die Deckenfreske der Krönung der Jungfrau Maria. Auf den Gewölben der Erdgeschossgänge ließ einer der Ordensbrüder achtzehn große Bilder der heiligen Apostel malen. Das Kloster wurde mehrere Male beschädigt, und zwar während der hussitischen Revolte, beim Einfall des sächsischen Heers, bei der schwedischen Belagerung im Jahre 1648 und erneut bei der preußischen Belagerung. Nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Beseitigung des Putzes von der Südfassade wurden gotische Originalfenster, gotisches Mauerwerk und einige weitere Details aus der Karlszeit entdeckt, obwohl man vermutete, dass vom ursprünglichen Bau nichts mehr übrig blieb. Im Rahmen der Reformen des Joseph II. wurde das Kloster im Jahre 1785 aufgelöst und vier Jahre später wurde hier ein Siechenhaus feierlich eröffnet, in dem 163 arme unheilbar kranke und leidende Personen untergebracht wurden. Als Siechenhaus diente das Objekt bis zum Jahr 1955.


Im Jahre 1960 wurde der verkommene Komplex dem Innenministerium übergeben, das hier im Jahre 1965 das Grenzwachenmuseum und seit 1973 das Museum des Korps der nationalen Sicherheit und der Heere des Innenministeriums errichtete. Eines der Exponate war auch der populäre ausgestopfte Schäferhund Brek, der während des totalitären Regimes mehrere Grenzverletzer fing. Seit 1962 läuft hier zwanzig Jahre lang die Generalreparatur des Klostergeländes. Im Jahre 1982 wurde im Garten ein Verkehrskinderspielplatz aufgebaut. Nach der Veränderung der politischen Verhältnisse wurde hier 1991 die Exposition des Polizeimuseums eröffnet. Auf einer Fläche von 1680 m2 werden die Tätigkeit und die Entwicklung der Polizei- und Sicherheitskorps auf dem Gebiet des tschechischen Staats seit seiner Entstehung präsentiert. Es fehlen nicht einmal Unikumgegenstände aus der Zeit der Österreich-Ungarn-Monarchie, es gibt hier eine Dauerausstellung von Polizeiwaffen, eine Sammlung von Uniformen und Helmen, der größte Nachdruck wird auf den Kriminaldienst gelegt.

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