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Vyšehrader Park (Vyšehradské sady)

Die Ruheoase, ein Platz für wunderbare Spaziergänge, bietet nicht nur romantische Ecken und schöne Ausblicke auf die Moldau und den Hradschin an. Der Park gibt einen Einblick in die ferne und unmittelbare Vergangenheit, er bietet eine pietätvolle Erinnerung an tschechische Persönlichkeiten und hält auch einen Kinderspielplatz und einige Kaffeehäuser und Restaurants bereit. Den Park schmücken einige Statuen, zum Beispiel eine Statue des Hl. Wenzel, die ursprünglich den Brunnen am Wenzelsplatz zierte. Aus längst vergangenen Zeiten stammen die sogenannten Teufelssäulen – drei steinerne, vermutlich die Zeit messende Säulen der alten Slawen aus heidnischen Zeiten.

Vyšehrader Park (Vyšehradské sady), Praha 2 - Vyšehrad, 128 00

Objekt geschichte

In längst vergangenen Zeiten gab es auf Wyschehrad keine Bäume, nur von außen war der Raum von Wäldern umgeben. Nach den Hussitenkriegen entstanden hier Weinberge, Gärten und Felder. Das 18. Jahrhundert und die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte auf Wyschehrad keine Begrünung. Die erste Erwähnung von angepflanzten Bäumen stammt erst aus dem Jahr 1841, als die Akazienallee am Weg nach Tábor ausgepflanzt wurde, der heute alle Wyschehrad-Tore verbindet. Das Grün des altberühmten Wyschehrads wurde überwiegend im 19. Jahrhundert gegründet und besteht vor allem aus zwei ursprünglichen Privatparks - Karlach- und Štulc-Park, aus zwei Privatgärten - Garten der Neuen Propstei und Garten des neuen Dekanats, aus dem Park Unter dem Wall und dem Friedhof Wyschehrad.

Nach der Fertigstellung der Gruft der bedeutenden böhmischen Persönlichkeiten Namens Slavín auf dem Friedhof Wyschehrad im Jahre 1893 ergab sich die Notwendigkeit einer würdigen Gestaltung der Umgebung. Dies wurde unter der Leitung des damaligen Direktors der Prager Gärten und Parks Karel Skalák vorgenommen. In den Jahren 1927 - 1928 wurde der ursprüngliche Ort der Fürsten- und Königsburg gärtnerisch geregelt. Es entstand ein zentrales Rasenparterre, das im Jahre 1948 mit drei Statuengruppen von Josef Václav Myslbek verziert wurde: Lumír und das Lied, Záboj und Slavoj, Ctirad und Šárka. Die erste Statuengruppe stand ursprünglich auf der Neustadtseite, sonstige zwei auf der Smíchov-Seite am Pfeiler der Palacký-Brücke. Die vierte Statuengruppe Přemysl und Libuše auf der Neustadtseite erlitt durch den Luftangriff vom 14. Februar 1945 erhebliche Schäden, wurde dann lange repariert und den anderen erst im Jahre 1977 angeschlossen.

Karlach-Park

Zwischen den Straßen Zur Rotunde und In der Festung (Originalnamen: K Rotundě und V pevnosti) gegenüber dem neuen Dekanat liegt die meistausgedehnte Parkanlage Wyschegrads, der Karlach-Park auf einer Fläche von 1 ha. Er liegt in einer Meereshöhe von 230 m. Seinen Namen erhielt der Park nach dem damaligen Probst des Wyschehrad-Kapitels Nikolaus Karlach, der den entscheidenden Impuls zur Gründung der Parkanlage gab. Der Park war anfangs eingezäunt und unöffentlich, im Jahre 1948 wurde er verstaatlicht. Im Jahre 1954 begann eine umfangreiche Umgestaltung, die Einzäunung wurde beseitigt, die Rasenflächen und Wege wurden wiederhergestellt. Der Park wurde erweitert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Jahre 1999 wurde der Umbau der Parkanlagen nach dem Projekt des Architekten Otakar Kuča begonnen. Ungefähr in der Mitte der Parkanlage steht die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk (seit 1895). An der Stelle der ehemaligen Wachstube stehen die sog. Teufelsäulen: drei Stück von einer offenbar chronometrischen Steinsäule der alten Slawen aus den heidnischen Zeiten stützen einander. Sie wiegen insgesamt zweieinhalb Tonnen und messen zusammen knapp 6 m. Das Material - Granodiorit - befindet sich nirgendwo in der Nähe. Bei einer Sonnenbestrahlung gibt das Material einen leichten Kupfergeruch ab, und so entstand folgende Legende: ein Wyschehrader Kanoniker hatte kein Geld für seine Kartenschulden, und so wettete er mit dem Teufel Zardan um Geld, dass er mit der Ausübung eines Gottesdienstes früher fertig ist, bis der Teufel aus dem in Rom liegenden Dom der Hl. Petrus und Paulus die Säule auf Wyschehrad holt. Der Teufel wollte durch einen Betrug gewinnen, deshalb versuchte er, die Säule von einem näher liegenden Dom mitzunehmen, wurde aber dafür vom Heiligen Peter ins Meer gestürzt. So ist er auf Wyschehrad erst nach der Messe eingeflogen, wütend schmeißte er die Säule auf das Kirchendach, sodass sie durchfiel und dreifach gebrochen wurde. Diese drei Stücke standen in der Kirche bis zu den Zeiten von Joseph II. tatsächlich, dieser befahl aber, sie nach draußen zu verlagern. Eine andere Sage erzählt, dass die Säule 1420 unter der Wyschehrad-Belagerung durch Hussiten ein Hauptmann Namens Teufel abschießen ließ. Die damaligen technischen Möglichkeiten entsprachen jedoch dieser Version bei weitem nicht.

Im Ostteil der Parkanlage ist ein neugotischer Brunnen, über dem ein Pavillon aufgebaut wurde. Der Brunnen verfügte über keine eigene Quelle, er diente als Behälter für Wasser, das durch das Eigengefälle mittels einer Holzrohrleitung vom Brunnen na Jezerce, genannt auch Libuše-Bad, hierher geleitet wurde. Es war die älteste Wasserleitung in Prag, die Wladislaus II nach 1140 bauen ließ. In der Parkanlage wachsen hoch gewachsene Linden, Ahorne, Eschen, Hagebuchen, Tannen und Thujas.

Štulc-Park

An der Štulc-Straße (Štulcova) vor der neuen Propstei liegt ein Park mit einem Ausmaß von über ein viertel Hektar. Er wurde in den Jahren 1873 - 74 vom Propst des Wyschehrad-Kapitels Václav Štulc im Zusammenhang mit dem Ausbau einer neuen Propstei gegründet. Der nicht öffentliche Park war lange Jahre eingezäunt. Die heutige Parkgestalt gibt es seit 1954, als der Park nach dem Projekt vom Arch. Jiří Novotný im Zusammenhang mit seiner Eröffnung für die Öffentlichkeit geregelt wurde. In den Park kann man durch das erhaltene Tor mit dem Kapitelzeichen (zwei gekreuzte Schlüssel) eintreten. Abseits befindet sich eine Štulc-Bronzebüste von Štěpán Zálešák und im Parkzentrum ein Ritterdenkmal des Hl. Wenzels von Johann Georg Bendl aus dem Jahr 1678. Dieses stand ursprünglich auf dem Wenzelsplatz inmitten des Brunnens und wurde im Jahre 1879 hierher geholt. Im Jahre 1965 wurde es durch eine Kopie ersetzt und das Original wurde ins Lapidarium des Nationalmuseums verlagert.

Park Unter dem Wall

Er liegt auf dem Hang über der Moldau mit einer wunderschönen Aussicht auf Laurenziberg, die Kleinseite und Hradschin. Der Hang wurde seit den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts aus der Initiative des Propstes Karlach mit Bäumen bepflanzt. Seit dem Jahr 1892 wurde der Hang nach dem Projekt von František Thomayer durch die Stadt geregelt, die ihn vom Wyschehrad-Kapitel abkaufte. In den 90er Jahren begann seine allmähliche Rehabilitierung im romantisierenden Stil.

Garten des Neuen Dekanats und Garten der Neuen Propstei

Es sind Privatterritorien des Königlichen Kollegiumskapitels, die bis heute als Nutz-, Meditierungs- und Erholungsgärten dienen.

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