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Prager Burg – Lobkowitz Palais (Lobkowiczký palác)

Das Barockpalais, das sich am Ende des Geländes der Prager Burg befindet, beim Ausgang zur alten Schlosstiege, ist im Besitz des tschechischen Adelsgeschlechts der Lobkowitz und somit ist es auch der einzige Teil der Prager Burg, der sich in Privatbesitz befindet. Die Ausstellung führt Sie durch die Geschichte des Geschlechts. Neben wertvollen, künstlerischen Gegenständen können Sie hier auch persönliche Gegenstände des Adelsgeschlechts der Lobkowitz sehen. Täglich finden hier außerdem Konzerte klassischer Musik statt.

Prager Burg – Lobkowitz Palais (Lobkowiczký palác), Jiřská 3, Praha 1 - Hradčany, 110 00
Web: http://www.lobkowicz.cz, e-mail: palace@lobkowicz.cz
tel.: +420233312925

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

ganze Woche
10.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

275 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

200 Kč

Eintrittspreis für Familien

690 Kč

Programme

Objekt geschichte

Palais Lobkowitz - Prager Burg

Das Palais Lobkowicz ist mit dem ehemaligen Institut der Edelfrauen benachbart. Einst standen hier zwei große gotische Häuser. Das Palais wurde an ihrer Stelle in zwei Etappen gebaut. Vor der Hälfte des 16. Jahrhunderts begann es Kraiger von Kraigk zu bauen und danach setzten das Werk im Jahre 1554 die Herren von Pernstein, namentlich Jaroslav und Vratislaus von Pernstein im Zeitraum 1554 - 1562 und dann 1570 - 1577 fort. Das Originalrenaissancepalais hatte vier Flügel um den Vorhof und wurde mit architektonischen Artikeln aus gebranntem Ton reichlich verziert, die von den Pernsteins bei ihren Bauten gerne benutzt wurden. Der Nordflügel mit der Kapelle wurde erst unter Vratislaus von Pernstein in den Jahren 1576 - 1577 ausgebaut. Damals hieß dieser Bau Pernstein Palais. Im Jahre 1627 wurde es zum Eigentum von Polyxena von Lobkowicz. Die Lobkowiczs ließen es nach dem Brand 1625 im ziemlich schroffen Frühbarockstil umbauen. Für Wenzel Eusebius von Lobkowicz baute das Palais in den Jahren 1651 - 68 Carlo Luragho um. Das zweigeschossige Palais mit einer einfachen glatten Frontseite breitet sich um zwei Vorhöfe mit Sgraffitoresten und Überresten der Renaissancebaudetails aus gebranntem Ton. Auf der Stirnseite in die Georg-Straße (Jiřská-Straße) gibt es zwei Frühbarockportale. Im Südostflügel In Richtung zur Stadt gibt es einen großen Saal in einer Höhe von zwei Etagen, verziert mit illusorischen Wandgemälden der Architekturen und Skulpturen aus dem 17. Jahrhundert. Beim Umbau des Palais in den Jahren 1861 - 62 wurde der Saal durch die eingefügte Decke und die Trennwände vernichtet und zuletzt beim Gesamtumbau in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er wiederhergestellt. In der ersten Etage erhielten sich in der Originalform die St. Wenzel Kapelle und zwei Saale aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts mit Kaminen. Sie werden durch reichliche unglaublich feine Stuckarbeiten durch die Terrakotta-Technik von Domenico Galli mit gemalten Leinenfüllungen von Fabian Václav Harovník aus den Jahren 1665 - 69 geschmückt. Hier sind der Triumph Caesars, Festmahl der Götter, Apollon unter Parnass, Musen, Allegorie der Jahreszeiten und Kontinente, und kleinere mythologische Erscheinungen wie Ganymed, Apollon und Daphne, Entführung Europas und Venus ausgemalt. In der Kapelle sind Ringmedaillons mit Erscheinungen aus der St. Wenzel Legende. Am Altar der Kapelle ist die St. Wenzel Gemälde von Peter Brandl aus dem Jahr 1723.
Der Gebäudekomplex des Palais Lobkowicz machte seit 1973 für den Bedarf des Nationalmuseums einen umfangreichen Umbau durch. Der Umbau wurde im Jahre 1986 abgeschlossen und 1987 wurde hier eine historische Exposition des Nationalmuseums untergebracht. Die Exposition wurde im Januar 2006 aufgehoben, als das Objekt Herrn Lobkowicz ausgehändigt wurde.
Die Prager Burg ist seit 1962 ein Volkskulturdenkmal.

 

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