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Pavilon

Eine der Dominanten des Prager Stadtteils Vinohrady. Das Ausstellungs- und Verkaufszentrum an Innendesign und Kunst im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Markthalle „Vinohradská tržnice“. In der verblüffenden Umgebung wird einheimisches und ausländisches Spitzendesign angeboten. Der Pavillon ist Träger der prestigeträchtigen Auszeichnung „Geschäft des Jahres Czech Grand Design 2013“ (tsch. Obchod roku Czech Grand Design 2013).

Pavilon, Vinohradská 1200/50, Praha 2 - Vinohrady, 120 00
Web: http://pavilon.cz/index/, e-mail: pavilon@stockist.cz

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Montag
10.00 – 19.30
Dienstag
10.00 – 19.30
Mittwoch
10.00 – 19.30
Donnerstag
10.00 – 19.30
Freitag
10.00 – 19.30
Samstag
10.00 – 18.00

Objekt geschichte

Der erste Marktplatz des Stadtteils Královské Vinohrady entstand auf dem Platz Tylovo náměstí im Jahr 1879. Mit dem Aufstieg des Stadtteils kam der Marktplatz in der heutigen Straße Londýnská und Rumunská dazu und im Jahr 1897 entstand ein großer Marktplatz auf dem Platz Jiřího z Poděbrad, wo sich auch die Stadtwaage befand und wohin der Stroh- und Heuhandel verlegt wurde. Der schnelle Aufstieg von Vinohrady und das Vorbild der Altstadt brachten die Entscheidung des Stadtrates eine moderne Markthalle zu bauen. Es wurde ein Grundstück an der Straße Chocholouškova (heute Slezská) zusammen mit einer Mahlmaschinenfabrik gekauft. Die Fabrikhalle wurde vom Stadtarchitekten Antonín Turek umgebaut. Die neue moderne Markthalle wurde feierlich im Jahr 1903 eröffnet. Die Hauptfront führte in die heutige Straße Vinohradská, wo sich eine zweiarmige Treppe mit Balustraden befand, während von der anderen Seite ein direkter Eingang war. Das Interieur erinnerte an eine dreischiffige Basilika, der Innenraum war von zwei Reihen Gittersäulen aus Stahl geteilt, die die Dachkonstruktion trugen. Der überhöhte Teil des Hauptschiffes ist von beiden Seiten verglast. An der Front zur Straße Vinohradská sind auf beiden Seiten zwei Türme, deren Oberteile über das Dach ragen. Bei den Turmdächern handelt es sich um einen Dachhelm mit Kugel und Spitze. Der Gebäudemantel ist gemauert, mit Stuck- und Steinornamenten und Figurenplastiken verziert. Die Fassade hat reiche Stuckverzierung und ist neoklassizistisch. Das Souterrain hatte zwei Stockwerke mit Kellerräumen und Kühlboxen, die Temperatur regelte eine Klimaanlage mit Maschinenraum. Im inneren der Markthalle waren 98 Verkaufsstände, verkauft wurde vor allem Fleisch und Fleischprodukte, Geflügel, Wild, Butter, Eier, Obst und Gemüse. Marktfrauen, die von Tylovo náměstí umgezogen wurden, konnten sich zuerst nicht auf die Markthalle gewöhnen und kehrten oft auf den alten Marktplatz zurück. Als Markthalle diente das Gebäude bis Anfang 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, damals war sie schon im schlechten Zustand. Nach einem Brand im Jahr 1986 überlegte man sogar, das Gebäude niederzureißen. Das verhinderte der Klub Za starou Prahu (Verein zur Denkmalpflege in Prag), seine Bemühungen brachten die Markthalle auf die Liste der kulturellen Denkmalimmobilien. Die Rekonstruktion begann in den 90er Jahren und aus der Markthalle wurde ein Einkaufszentrum. Das Projekt der Rekonstruktion gewann im Jahr 1995 im Wettbewerb in Cannes unter 80 anderen Einkaufszentren. Die Markthalle Vinohrady wurde im Jahr 1994 eröffnet.

 

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