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Nationalmuseum – Musaion – Lustschloss Kinský (Musaion – Letohrádek Kinských)

Im dem klassischen Lustschlösschen befindet sich die ethnographische Exposition, die den Alltag am Land im 19. und 20. Jahrhundert aufzeigt. Nach dem Museumsbesuch kann man das einzigartige gezimmerte Kirchlein des Hl. Erzengels Michael aus dem 17. Jahrhundert besuchen, das im Jahre 1929 aus Karpatenrussland (tsch.: Podkarpatská Rus) überführt worden ist. Ebenso kann man den hölzernen Glockenturm aus der Walachei oder den barocken Kalvarienberg aus Žižkov besuchen oder man setzt seinen Spaziergang durch den Kinsky Garten über den Laurenziberg bis zur Prager Burg fort.

Nationalmuseum – Musaion – Lustschloss Kinský (Musaion – Letohrádek Kinských), Kinského zahrada 98, Praha 5 - Smíchov, 150 00
Web: http://www.nm.cz, e-mail: narodopis@nm.cz
tel.: +420257214806

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Dienstag
10.00 – 18.00
Mittwoch
10.00 – 18.00
Donnerstag
10.00 – 18.00
Freitag
10.00 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

70 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

40 Kč

Eintrittspreis für Familien

110 Kč

Programme

Objekt geschichte

Kinsky-Lustschloss - Musaion - etnographische Sammlung - Nationalmuseum

Neben der Mündung der Holečkova-Straße in den Kinsky-Platz (náměstí Kinských) ist ein Eingang in den Smíchov-Teil von Petřín - in den Kinsky-Garten. Früher waren hier ein Weinberg und ein Haus des Plass-Klosters (Plasy), nach den Hussitenstürmen ein verödeter Ort Namens Spatzerei (Vrabcovna), später waren hier erneut ein Weinberg und ein Gemüsegarten. Im Jahre 1798 kaufte diese Grundstücke die Witwe Fürstin Rosemarie Kinsky, sie wollte hier einen Obstgarten aufbauen, schließlich änderte sich jedoch ihr Plan. Ihr Sohn Rudolph Fürst Kinsky ließ hier in den Jahren 1827 - 31 einen wunderschönen englischen Park einer vereinzelt reinen Auffassung nach dem Projekt von Franz Hönel aufbauen (siehe selbstständiges Dokument Kinsky-Garten). In seinem unteren Teil baute er eine reichlich bildnerisch verzierte klassizistische Villa (Lustschloss) nach dem Projekt von Heinrich Koch, der auch das Wirtschaftsgebäude im unteren Teil des Grundstücks projektierte. Der Portikus der Vorderfront mit dem Dreiecktympanon wird durch ionische Säulen getragen. Drinnen war der von oben beleuchtete Säulensaal mit einer dreiarmigen Treppenanlage. Darauf wurden die Statuen Psyché (Autor Canova) und Vlasta (Autor Emanuel Max) installiert. Durch den Park mit kleinen Teichen und Wasserfällen führte ein technisches Unikumwert - mehrere Stollen für die Wasserzuführung in die Villa, einerseits in die Küche, das Bad und die Wäscherei, anderseits in die Ställe und für den Park und den Gemüsegarten. Gleichzeitig mit dem Lustschloss wurden das ehemalige Kutschendepot Namens Schweizerbau (Švýcárna), ein Mitarbeiterheim, ein Gartenpavillon (das spätere Restaurant) und Gewächshäuser erbaut. Der Park war damals der Öffentlichkeit gegen Vorlage einer Eintrittskarte zugänglich und wurde reichlich besucht.


In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts verkaufte die Kinsky-Familie einen Teil des Gartens an das benachbarte Kloster des Hl. Gabriel und der Anstalt für Blindstumme und wollten auch weitere Grundstücken für den Aufbau von Villen und Häusern verkaufen, schließlich kaufte aber alles im Jahre 1901 die Prager Gemeinde. Die Innenraumeinrichtung nahm die Kinsky-Familie mit und im Jahre 1902 waren bereits im leeren Lustschloss Sammlungen untergebracht, die für die Landesjubiläumsmesse im Jahre 1891 und die Ethnographische Ausstellung im Jahre 1895 eingesammelt wurden. Die Sammlungen waren im Lustschloss bis zum Jahr 1986, als das Objekt wegen seinem baufälligen Zustand geschlossen wurde. Die Stadt widmete das Kinsky-Lustschloss dem Nationalmuseum, das einen Umbau des Gebäudes sicherstellte und seit 1. 10. 2005 eine neue ethnographische Exposition Musaion vorbereitete.

 

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