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Nationalmuseum – Antonín Dvořák Museum (Národní muzeum – Muzeum Antonína Dvořáka)

Die Ausstellung im barocken Lustschoss Amerika dokumentiert den Lebensweg der Komponisten und widmet sich seinen Reisen, die er unternommen hat. Dvořák gehörte nämlich zu seiner Zeit zu den größten tschechischen Weltreisenden. Besucher machen sich gemeinsam mit dem berühmten Komponisten aus seiner Geburtstadt Nelahozevsi nach Prag auf, dann nach Europa, nach Amerika, um dann mit ihm gemeinsam nach Böhmen zurückzukehren.

Nationalmuseum – Antonín Dvořák Museum (Národní muzeum – Muzeum Antonína Dvořáka), Ke Karlovu 20, Praha 2 - Nové Město, 120 00
Web: http://www.nm.cz, e-mail: a_dvorak_museum@nm.cz
tel.: +420224918013, +420224923363

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Dienstag
10.00 – 17.00
Mittwoch
10.00 – 17.00
Donnerstag
10.00 – 17.00
Freitag
10.00 – 17.00
Samstag
10.00 – 17.00
Sonntag
10.00 – 17.00

Eintrittspreise

Grundpreis

50 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

30 Kč

Eintrittspreis für Familien

90 Kč

Objekt geschichte

Villa Amerika - Antonín Dvořák Museum - Nationalmuseum
(Lustschloss Michnovský)
Das Lustschloss wurde für den Johann Wenzel Graf Michna von Waitzenau erbaut, die Pläne wurden von Kilian Ignaz Dientzenhofer ausgearbeitet und dieses eingeschossige Barockobjekt wird als sein erstes Werk in Prag nach seinem zehnjährigen Studium der europäischen Architektur betrachtet. Der Bau wurde bis 1720 fertig gestellt. Es ist ein charmanter Bau mit einem Mansardendach und einer plastisch gelösten Frontseite. In Richtung in die Straße ist das Lustschloss mit zwei Parterrepavillons ergänzt. Etwa 10 Jahre später wurde in seinem Garten die bildhauerische Verzierung aus der Werkstatt von Matthias Bernhard Braun installiert. Zwei Sandsteinstatuengruppen veranschaulichen die Jahreszeiten Frühling und Winter sowie Sommer und Herbst, weitere Plastiken stellen zwei Satyrengestalten und zwei Steinvasen dar. Früher nannte man es hier Zu den Zwergen wegen der Ausschmückung am Eingang. Bereits im Jahre 1729 kaufte das Lustschloss Carl Joseph, Graf von Desfours zu Mont- und Adienville, anschließend wechselten sich mehrere Eigentümer in der Folgezeit ab, im 19. Jahrhundert gehörte das Haus Josef Veith und seit dieser Zeit traf sich hier gelehrte Gesellschaft. Im Jahre 1826 wurde hier der Biergarten Amerika überwiegend mit der deutschen Klientel errichtet. Im Jahre 1843 kaufte das öde werdende Objekt mit einem ausgedehnten Garten die Prager Gemeinde, die Parzelle wurde von ihr zuerst für einen Viehmarkt verwendet und später verkaufte sie den Raum für den Aufbau von Häusern. Erst im Jahre 1884 wurde das Objekt durch den Architekten Antonín Baum und dann 1911 noch einmal repariert, als der kleine Hof vor dem Lustschloss durch ein Ziergitter aus Gusseisen geschlossen wurde. Das Gitter ist eine Kopie des ursprünglichen Barockgitters, das nach 1884 nach Dresden verkauft wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren hier das Mädchengymnasium Minerva und ein Elendinstitut ansässig.

Am Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde ein Verband für den Bau des Antonín Dvořák Denkmals gegründet, der später Antonín Dvořák Gesellschaft hieß, dessen Mitglieder Gegenstände zum Andenken an den berühmten Komponisten mit dem Ziel sammelten und konzentrierten, ihm ein würdiges Denkmal aufzubauen. Im Jahre 1932 wurde im Lustschloss die erste Exposition über das Leben und Werk des Komponisten eröffnet. Im Jahre 1956 ging das Museum unter die Verwaltung des Volksliteraturdenkmals über, seit 1976 stellt es einen Bestandteil des tschechischen Musikmuseums dar, das zum Nationalmuseum gehört. Im Jahre 1991 (zum 150. Geburtsjubiläum von Dvořák) wurde eine neue Exposition gestaltet. Für Museumszwecke wurde das Lustschloss von Ingenieur Feigel in den Jahren 1953 - 55 geregelt.

Der zentrale Raum des gesamten Baus ist der Großsaal im ersten Stock. Seine Wände und sein Gewölbe sind mit Fresken von Johann Ferdinand Schor bedeckt (Apollo, Archimedes Tod, Apelles. Orpheus, Bauherr des römischen Collosseums). Im Jahre 1894 wurden die Fresken vom Restaurator J. Heřman repariert, in den Jahren 1956 - 57 wurden die Gemälde durch den akademischen Maler Bohumil Číla restauriert. In einem der Parterrepavillons wurde die Schauspielerin Růžena Nasková geboren. Der Umbau des Objekts fand im Jahre 1977 statt.

 

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