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Nationalmuseum – Nationaldenkmal am Vítkov (Národní muzeum – Národní památník na Vítkově)

Das Gebäude auf der Spitze des Vítkov wurde zwischen den Jahren 1928–1938 zu Ehren der tschechoslowakischen Legionäre errichtet. Die Ausstellung „Kreuzungen der tschechischen und tschechoslowakischen Staatlichkeit“ fängt bedeutende Umbrüche in der Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Bestandteile des Denkmals sind das Grab des unbekannten Soldaten, ein monumentales Reiterstandbild von Jan Žižka und ein Kaffeehaus mit einem Panorama-Ausblick auf Prag.

Nationalmuseum – Nationaldenkmal am Vítkov (Národní muzeum – Národní památník na Vítkově), U Památníku 1900, Praha 3 - Žižkov, 130 00
Web: http://www.nm.cz, e-mail: oncd@nm.cz
tel.: +420222781676

Öffnungszeiten

November – März

Donnerstag
10.00 – 18.00
Freitag
10.00 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

April – Oktober

Mittwoch
10.00 – 18.00
Donnerstag
10.00 – 18.00
Freitag
10.00 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

120 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

80 Kč

Eintrittspreis für Familien

200 Kč

Das Grab des unbekannten Soldaten (tsch.: Hrob neznámého vojína) ist der Öffentlichkeit während der Öffnungszeiten des Denkmals kostenlos zugänglich und ist auch nicht an die Eintrittskarten in das Gebäude gebunden.

Aussichtsterrasse (tsch.: Vyhlídková terasa) (Sie ist nicht barrierefrei zugänglich.). Im Falle von schlechtem Wetter ist der Zutritt auf die Aussichtsterrasse verboten.

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Programme

Objekt geschichte

Nationale Gedenkstätte Vítkov - Nationalmuseum

Auf dem Hügel Namens Vítkov fand am 14. Juli 1420 eine Schlacht statt, in der die von Jan Žižka angeführten Heere die Kreuzfahrer besiegte. Zum Andenken an diese Schlacht begann man den Hügel Žižkov zu nennen.

Die nach dem Projekt vom Architekten Jan Zázvorka aufgebaute nationale Gedenkstätte wurde zu Ehren der Legionäre und der Republikentstehung gebaut. Es handelt sich um ein konstruktivisches Gebäude, dessen Länge 142 Meter, Breite 27,6 m und die Höhe des Hauptgebäudes 31,5 m betrug.

Den ersten symbolischen Aushebungsakt für die Grundsteinlegung führte am 8. November 1928 Tomáš Garigue Masaryk durch, die eigentlichen Bauarbeiten wurden im Jahre 1929 aufgenommen. Der gewaltige mit Granit verkleidete Blockbau wurde im Jahre 1932 fertig gestellt, bis 1938 gingen die Arbeiten an der Ausschmückung des Innenraums weiter. Die Arbeiten an der fast fertig gestellten Gedenkstätte unterbrach die deutsche Besatzung, während des Zweiten Weltkriegs war im Objekt ein Wehrmachtlager und die Räume wurden erheblich verwüstet.

Am 14. 7. 1949 wurden sterbliche Überreste eines unbekannten in den Kämpfen bei Dukla gefallenen Kriegers hierher gebracht und im Sarkophag vor der Gedenkstätte untergebracht. Das Grab eines unbekannten Kriegers deckt eine Granitplatte mit dem Staatswappen und der Aufschrift „Ruhm den für das Vaterland gefallenen Helden“. Das Originalstaatswappen der Vorkriegsrepublik schuf der Bildhauer Otakar Španiel, im Jahre 1962 wurde es durch das sozialistische Wappen ersetzt, dessen Autor Jiří Pradler war. Im August 1997 wurde am Standort die von den Bildhauern Vladimír Oppl a Martin Ceplecha gefertigte Kopie des Španiel-Wappens gesetzt. Das Eingangstor aus Bronze ist ein Werk des Bildhauers Josef Malejovský, es wird mit Reliefen geschmückt, von denen sechs den Hussitenzeiten gewidmet sind. Der Eingangsraum ist der Prunksaal mit einer oberen Beleuchtung, der größten Orgel Tschechiens und einer Marmorverkleidung. Von dort kann man in die Salons eintreten.

Am 22. Juni 1954 wurde hier das Klement-Gottwald-Mausoleum zu Ehren des kürzlich verstorbenen ersten kommunistischen Staatspräsidenten der Tschechoslowakei errichtet, aufgelöst wurde es am 30. März 1962 (um den balsamierten Körper kümmerten sich jede Nacht 70 Ärzte und Kosmetiker, der Operationssaal war im Erdgeschoss). Der Sarkophag von Klement Gottwald liegt inmitten des Zentralsaals (unter dem Festsaal), seitlich liegen weitere 10 Sarkophage und eine Reihe von Grüften. Die sterblichen Überreste wurden in der Gedenkstätte je nach Beschluss des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) aufbewahrt, es waren fast 50 Urnen einschließlich der Überreste der Staatspräsidenten Klement Gottwald, Antonín Zápotocký und Ludvík Svoboda. Nach 1990 wurden einige Überreste den Familien ausgehändigt, falls die Familien an den übrig gebliebenen Überresten kein Interesse zeigten, wurden sie der (KSČ) über- bzw. zurückgegeben, die sie im Massengrab auf dem Olšany-Friedhof beisetzte. Über dem Eingang in den Zentralsaal gibt es die Mosaik „Wo ist meine Heimat?“ von Jakub Obrovský, die genauso heißt, wie die tschechische Nationalhymne, in den Saalecken gibt es Reliefe der Krieger des 1. Weltkriegs von Karel Pokorný.

Der Saal der gefallenen Krieger, auch Saal der tschechoslowakischen Legionäre genannt, ist den Kriegern des 1. und 2. Weltkriegs gewidmet, deren Urnen mit dem Mulm von den Massengräbern unter dem Fußboden sind. Die Wände verzieren Mosaiken von Max Švabinský, Verse von Vítězslav Nezval und der Sliwenetz-Marmor. Im Raum stehen die Statue „der Verletzte“ von Jan Štursa und der Kerzenleuchter von Jaroslav Horejec. Im Kolumbarium (neben dem Zentralsaal) gibt es vier Marmorsarkophage, figurale Kerzenleuchter von Jaroslav Horejec, an den Wänden Verse von Jan Neruda.

Der Saal der Sowjetischen Armee wurde ans Objekt in der Apsisform im Jahre 1955 angebaut, er ist marmorverkleidet, die Bronzetür mit der plastischen Verzierung stammt von Jan Kavan und Jan Simota. Im Sarkophag sind sterbliche Überreste eines Unbekannten sowjetischen Kriegers. An den Wänden sind dann Mosaikbilder von Vladimír Sychra, darunter Verse von Vítězslav Nezval.

Vor der Gedenkstätte wurde im Jahre 1950 eine der größten aus Bronze geschaffenen Reiterstatuen der Welt - das Jan Žižka-Denkmal, ein Werk von Bohumil Kafka, enthüllt, der daran bereits seit den Zeiten der Vorkriegsrepublik arbeitete. Das Denkmal ist 9 m hoch, 9,6 lang, 5 m breit und 16,5 t schwer. Die Statue goss im Jahre 1946 die Firma Václav Mašek ab. Im April 2010 begann der Statuenumbau und dauerte bis November 2011. Im Jahre 1962 wurde die Nationalgedenkstätte auf Žižkov zum Volkskulturdenkmal erklärt.
Im Jahre 2001 gewann die Nationalgedenkstätte auf Žižkov das Nationalmuseum in seine Verwaltung. Vom Mai 2007 bis Oktober 2009 wurde die Gedenkstätte wegen Umbau geschlossen. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 25. 10. 2009 statt, für die Öffentlichkeit ist die Gedenkstätte seit 29. 10. 2009 auf.
Geschichte der Gedenkstätte in Zeitangaben:

1882 - der Verband für die Erbauung des Denkmal zum Andenken an Jan Žižka von Trocnov wurde gegründet

1907 - die Stadt schenkt ihm ein Grundstück

1914 - der erste architektonische Wettbewerb

1923 und 1927 - weitere Wettbewerbe

1931 - der Antrag von Bohumil Kafka für die Reiterstatue wurde ausgewählt

1950 - die Statue wird enthüllt

1954 - 1962 - das Klement-Gottwald-Mausoleum

1990 - Überreste der KSČ-Funktionäre werden beseitigt

seit 1990 - die Suche nach einer weiteren Nutzung

Juni 2007 - das Vorhaben, die Gedenkstätte durch das Nationalmuseum für die Exposition der tschechischen und der tschechoslowakischen Staatlichkeit zu nutzen, wurde verkündet

25. Oktober 2009 - Eröffnung der umgebauten Gedenkstätte

 

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