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Prager Burg - Basilika des Hl. Georgs (Bazilika sv. Jiří)

Am Georgplatz (tsch.: Jiřské náměstí) steht eine der bedeutendsten romanischen Sehenswürdigkeiten, die zweitälteste Prager Kirche, gegründet rund um das Jahr 920. Die Dominante bilden zwei weiße Türme, die eine Höhe von 41 Metern erreichen. Der breitere Turm auf der Südseite heißt Adam, der schmälere, nördliche Eva. Er ist schief und neigt sich um 40 Zentimeter. Die Besichtigung der romanischen Inneneinrichtung der Basilika mit den Grabsteinen der Přemysliden ist Bestandteil der Besichtigungstrasse der Prager Burg.

Prager Burg - Basilika des Hl. Georgs (Bazilika sv. Jiří), náměstí U Svatého Jiří, Praha 1 - Hradčany, 119 00
Web: http://www.hrad.cz, e-mail: tourist.info@hrad.cz
tel.: +420224372434, +420224371111

Öffnungszeiten

November – März

ganze Woche
09.00 – 16.00

April – Oktober

ganze Woche
09.00 – 17.00

Eine Besichtigung ist im Eintrittspreis der Prager Burg-Besichtigungsrundgänge A und B inkludiert. Die gesamte Auflistung der Preise finden Sie hier

Die Basilika wird ebenfalls als Konzertsaal genutzt

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Objekt geschichte

Am St. Georg Platz (Jiřské náměstí) liegt die St. Georg Basilika, eines der bedeutendsten romanischen Denkmäler, die zweitälteste Kirche Prags, gegründet um das Jahr 920 durch den Fürsten Vratislaus I. Im Jahre 925 wurden hier sterbliche Überreste der Großmutter von St. Wenzel, der ermordeten Fürstin Ludmilla, der ersten böhmischen Märtyrerin, begraben. Nach der Gründung des benachbarten St. Georg Klosters im Jahre 973 wurde die Kirche erweitert und zur Dreischiffbasilika im ottonischen frühromanischen Stil umgebaut.
Nach dem Brand im Jahre 1142 wurde die Basilika durch die Äbtissin Berta fast in der gegenwärtigen Gestalt umgebaut. An den seitlichen Schiffen auf der Ostseite wurden zwei weiße Plänertürme mit einem Steindach und zwei Reihen romanischen Fenstern dazugebaut. Den schmaleren Nordturm nannte man Eva, der breitere Südturm hieß Adam. Eva ist schief, sie wurde in den 70er Jahren im Rahmen der Baugestaltungen verstrebt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die St. Ludmilla Kapelle mit ihrem Grab dazugebaut. Die Basilika diente bis 1055 als offizielle Grabstätte der Primisliden, bis die St. Veit Kathedrale erbaut wurde. Hier ist der Fürst Vratislaus und offenbar sind hier auch die Fürsten Ulrich (Oldřich) und Jaromír begraben. In der Krypta, zu der die Barocktreppe führt, ist die schwarze Skulptur von Brigitta als Symbol der menschlichen Unbeständigkeit und Vergänglichkeit untergebracht (sie stellt einen Mädchenkörper nach dem Tode dar). Auf dem Chorgewölbe sowie in der benachbarten St. Ludmilla Kapelle erhielten sich Reste eines romanischen Wandgemäldes. Von der romanischen Originalausstattung erhielten sich Teile eines Reliefs, auf dem Madonna von Engeln gekrönt wird, und weiter sind hier die knienden Äbtissinnen Mlada und Berta und seitlich Přemysl Ottokar I. und seine Schwester Äbtissin Anastasia.
Der eindruckvollste Blick ist auf den Endteil der altertümlichen Basilika von der Georg-Straße (Jiřská ulice). Das Kirchenportal von der Georg-Straße ist das Werk der Benedikt Ried Hütte und entstand um 1520, im Tympanon verziert mit einem gegen einen Drachen kämpfenden Ritter. Im 14. Jahrhundert wurde im Westen die neue Stirnseite gebaut, geregelt im 17. Jahrhundert im Frühbarockstil mit einer typischen ziegelroten Fassade. Die Stirnseite schmückt eine Sandsteinskulptur des Kirchengründers Vratislaus I. und der Klostergründerin der glückseligen Mlada, offenbar von Johann Georg Bendl. An der Südwestecke wurde durch Franz Maxmilian Kaňka in den Jahren 1718 - 22 die St. Johann von Nepomuk Barockkapelle dazugebaut, die anlässlich seiner Seligsprechung entstand. An der Frontseite gibt es seine Statue mit Engeln von Ferdinand Maximilian Brokof, der Innenraum wurde von Wenzel Laurentius Reiner bemalt.
An der Hauptschiffsüdwand befindet sich eine Gemäldeserie auf das Thema Passion von St. Ursula und 11 000 christliche Jungfrauen von H. Burkmair aus dem 16. Jahrhundert.
Im seitlichen Nordschiff ist das Werk des Bildhauers Otto Herbert Hájek "Christus aus dem Baumstamm" aus dem Jahr 1947/48, die Statue schenkte der Autor dem tschechischen Volk und dem Präsidenten Havel als Versöhnungsausdruck.
In den Joseph II. Zeiten wurde das aufgehobene St. Georg Kloster vom Heer genutzt und auch die Kirche verkam erheblich. In den Jahren 1887 - 1908 wurde es laut Entwurf von František Mach renoviert, der versuchte, ihm sein romanisches Originalaussehen zurückzugeben. In den Jahren 1958 - 64 wurde in der Kirche und im Kloster eine archäologische Untersuchung vorgenommen.
Die Prager Burg ist ein Volkskulturdenkmal seit 1962.

 

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