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Heinrich Turm (Jindřišská věž)

Der spätgotische Turm in direkter Nachbarschaft mit der Kirche der Heiligen Heinrich und Kunigunde (kostel sv. Jindřicha a Kunhuty) ist der größte freistehende Prager Glockenturm – er erreicht eine Höhe von 65,7 Metern. Heute bietet diese Sehenswürdigkeit seinen Besuchern eine wunderschöne Aussicht auf Prag aus dem zehnten Stockwerk an, ein Restaurant direkt im Glockenturm sowie ein Museum und eine Galerie. Ein weiteres Unikat ist das Glockenspiel, ein Ensemble aus zehn gegossenen Bronzeglocken im Dachgeschoss des Turms, das zum Anhören im Inneren gedacht ist.

Heinrich Turm (Jindřišská věž), Jindřišská, Praha 1 - Nové Město, 110 00
Web: http://www.jindrisskavez.cz, e-mail: info@jindrisskavez.cz
tel.: +420224232429, +420608346521
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Öffnungszeiten

November – März

ganze Woche
10.00 – 18.00

April – Oktober

ganze Woche
10.00 – 19.00

Eintrittspreise

Grundpreis

120 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

80 Kč

Eintrittspreis für Familien

290 Kč

Auf zehn Stockwerken des Turms befinden sich ein Souvenirladen, eine Whiskerie und ein Kaffeehaus, ein Whisky-Raum, eine Galerie, eine Dauerausstellung der 120 Türme im Heinrich-Turm und auch die Ausstellung „Ehrung des Heinrich-Turms“ (Pocta Jindřišské věži), im 7. und 8. Stockwerk ist das stilechte Restaurant Zvonice (dt.: Glockenturm) untergebracht, zu dem auch die Glocke Maria aus dem Jahre 1518 gehört.
Der Turm ist 65,7 Meter hoch und mit einem Aufzug erreichbar.

Der Turm wird auch für Kulturprogramme, Ausstellungen, Autorenlesungen sowie Theater- und Musikvorstellungen genützt.

 

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Programme

Objekt geschichte

Der spätgotische Heinrichsturm steht bei der Kirche der Heiligen Heinrich und Kunigunde als ein alleinstehender Glockenturm, nach dem Beispiel der italienischen Campanille. Der ursprüngliche hölzerne Glockenturm aus den Jahren 1472 – 1476 stand auf einem anderen Platz als der heutige.

Der jetzige steinerne Turm wurde am Ende der siebziger Jahre des 16. Jh. an der Stelle des einstigen Kirchhofes ausgebaut. Er war zweistöckig, prismatisch, mit einem hohen Pyramidendach und vier Türmchen. Im Jahr 1648 diente er als ein Soldatenwachhaus, dabei er von dem schwedischen Artilleriefeuer beschädigt wurde. Er war auch während der preußischen Belagerung im Jahr 1757 beschädigt, sowie im Jahre 1801, wenn ein Windsturm sein schlankes gotisches Dach brach. Zur gründlichen Erneuerung, sowie zum neugotischen Umbau kam in den Jahren 1876-80 nach dem Entwurf des Architekten Josef Mocker, der Turm wurde mit einem neuen Schieferdach ausgestattet. Der Dachstuhl aus dem J. 1879 ist 32, 6 m hoch und ist ein Muster des perfekten Zimmerhandwerkes. Der Turm ist prismatisch, mit Sandsteinquadern belegt, mit zwei Gesimsen und in drei Stockwerke gegliedert. Auf allen vier Rundgangseiten gibt es Zifferblätter der Turmuhr. Die Rundgangecke sind mit achteckigen Türmchen beendigt. Nach der Rekonstruktion erreichte der Glockenturm eine Höhe von 65,7 m und damit wurde er zur höchsten alleinstehenden Glockenturm Prags. Eine weitere Sanierung fand in den 70. Jahren des 20. Jh. statt, wenn sein steinernes Mantel und Dach repariert worden sind.

Die Uhr hängt am Turm schon seit dem Jahr 1577, im J. 1757 war sie beschädigt, bei der Sanierung im J. 1879 erneuert. An den Seiten des Zifferblattes gibt es färbige Wappen der Altstadt, der Neustadt und der Länder des Königtums Böhmen. Die Turmuhr war in Betrieb wieder nach der Rekonstruktion am 26. März 2003 um 18 Uhr genommen.

Der Glockenturm wurde im Laufe seiner Existenz nach und nach mit zehn Glocken besetzt, von den historischen ist jedoch nur eine erhalten geblieben, zufälligerweise die älteste. Es ist die Mariaglocke, gegossen im Jahre 1518 in der Werkstadt des Glockengießers Bartholomäus aus der Neustadt, mit einem Gewicht von 723 kg und einem Umfang von 101 cm.

Im November 2001 wurde es mit einem Einbau drinnen im Heinrichsturm begonnen, welcher mit der Erlaubnis des Denkmalschutzes so gebaut wurde, dass er ins ursprüngliche Mauerwerk nicht eingriff. Die Eisenbetonkonstruktion berührt das Steinmauerwerk überhaupt nicht – trotzdem entstanden im Turm 10 Stockwerke, mit Klimatisierung und moderner Beleuchtung ausgestattet, auch mit dem Treppenhaus und Schnellaufzug. Im 10. Stock hat ein Aussichtsraum auf das Panorama und auf die Stadtmitte entstanden.

Im 7. bis 9. Stock wurde der Restaurant "Der Glockenturm“ („Zvonice") eröffnet, dessen Teil die ursprüngliche erhaltene Glocke der hl. Mariä ist. Diese Glocke ist durch eine Sanierung in der Werkstatt von Petr Manoušek gegangen. Das Innen des dreistöckigen Restaurants wird durch die unberührten Balken des Glockenturms, sowie mit stilvollen Ergänzungen des Kunstschmiedes V. Minařík ausgeprägt.

Am Heinrichsturm wurde bei der Angelegenheit des 655. Jubiläums von der Gründung der Prager Neustadt die sanierte Turmuhr in Betrieb genommen und eine Gedenktafel enthüllt. Er war für die Öffentlichkeit am 8. Dezember 2002 zugänglich gemacht.

Im Mai 2003 wurde im Dachboden ein Glockenspiel installiert – ein Satz von Zehn aus Bronze gegossenen Glocken. Sie alle tragen Namen ihrer Vorgänger, die im Turm gehängt hatten.

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