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Museum der Hauptstadt Prag - Haus zum goldenen (Galerie hlavního města Prahy – Dům U Zlatého prstenu)

Das Haus zum goldenen Ring befindet sich in der Tejn Straße (tsch.: Týnská ulice) nahe dem Altstädter Ring. Seine sehr gegliederte Disposition verdankt es der baulichen Vereinigung zweier eigenständiger mittelalterlicher Häuser, die es den Kuratoren erlaubt, eine sehr abwechslungsreiche Ausstellung zu installieren, wo jeder Raum beim Besucher einen ganz anderen Eindruck hinterlassen kann.

Museum der Hauptstadt Prag - Haus zum goldenen (Galerie hlavního města Prahy – Dům U Zlatého prstenu), Týnská 6, Praha 1 - Staré Město, 110 00
Web: http://www.muzeumprahy.cz, e-mail: muzeum@muzeumprahy.cz
tel.: +420221012939

Öffnungszeiten

Januar – Dezember

Dienstag
09.00 – 18.00
Mittwoch
09.00 – 18.00
Donnerstag
09.00 – 18.00
Freitag
09.00 – 18.00
Samstag
09.00 – 18.00
Sonntag
09.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

150 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

60 Kč

Eintrittspreis für Familien

240 Kč

Programme

Objekt geschichte

Haus Zum goldenen Ring

Die Teyn-Gasse, (Týnská), eine der ältesten Straßen der Altstadt, führte vom Altstädter Ring zum Teyn oder Ungelt, zu einem althergebrachten Hof für fremde Kaufleute, die hier ihre Ware sorgenlos ablegen, Zoll bezahlen und übernachten konnten. Das Haus wurde nach seinem Hauszeichen - dem goldenen Ring - benannt, das es im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts bekam. Eine Legende erzählt, dass den Ring eines der Altstädter Gespenster bei seinen Nachtlustbarkeiten verlor. Ein abergläubischer Stadtbürger von der Teyn-Gasse, der ihn fand, hängte ihn über das Tor seines Hauses, um ihm Schutz vor bösen Kräften zu vermitteln, den der Ring als geschlossener Kreis bietet. Ursprünglich lag hier ein gotisches Haus, von dem sich das Haupteingangportal, das Eingangsmaßhaus und einige kleine Fragmente erhielten. Hier wurde Bier und Wein serviert. Die ältesten Aufzeichnungen über das Haus stammen aus dem 14. Jahrhundert, verbunden mit dem Namen Dietrich Rechcer und später des Prager Bürgermeisters der Weinberge (so heißt übersetzt das heutige oben hinter dem Nationalmuseum an die Neustadt anknüpfende Viertel Vinohrady) Tomášek (Aussprache: Tomaschek). Im 16. Jahrhundert besaß das Haus Johann Brei zu Adam und Lukas (Jan Kaše od Adama a Lukáše), nach dem Weißen Berg war es Simon, Ring genannt. Das Haus veränderte sich auffällig in der Renaissancezeit während des Umbaus um das Jahr 1609. Zu seinen Schönheiten diente der wertvolle Arkadenvorhof mit toskanischen Säulen, Gewölben usw. Das Haus ist sehr schmal und länglich. Links ist er mit einem Haus benachbart, in dem einer der siebenundzwanzig hingerichteten böhmischen Herren wohnte - Wenzel von Budovec. Später wurde das Objekt auch durch den Barockumbau gebrandmarkt.

In den 90. Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Gesamtumbau für den Bedarf der Galerie der Hauptstadt Prag durchgeführt. Es wurde die Renaissanceraumdisposition beachtet und es wurden auch gotische Elemente erhalten. Zwei erhaltene Holzdecken restaurierte Jindřich Růžička. Die ältere Decke ist spätgotisch, sie trägt nur Farbandeutungen und ist im Querhoftrakt in der ersten Etage. In derselben Etage gleich neben dem Renaissancetreppenhaus im Eingangsflügel ist eine etwas jüngere Decke mit zwei erhaltenen Gemäldeschichten, Renaissance- und Figuralmotiven. Die erhaltenen Gemälde im schmalen gewölbten Haus im Mezzanin regelte die restauratorische Familie Kubát. Es wurden zwei Aufzüge installiert und es ist dadurch sichergestellt, dass das Haus barrierenfrei ist. Ganz neu ist das Eingangstor mit dem Gitter mit einer weiblichen und einer männlichen Puppe, gefertigt nach einem anderen erhaltenen Tor in der Langen Straße (Dlouhá). Den Umbau des Gebäudes brachte der bedeutende Architekt Vlado Milunič zu Ende. Die Stadtgalerie gewann hier für ihre Sammlungen eine 1350 m2 große Ausstellfläche. Die neu umgebauten Räume wurden im Jahre 1998 eröffnet.

 

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