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Prags Grüne Schätze

In Prags Gärten und Parks vergeht die Zeit ein wenig anders. Die Ruhe, welche sie ausstrahlen, sowie die malerischen Ausblicke auf die Stadt, die sie bieten, diverse Springbrunnen und Skulpturen locken zu gemütlichen Stunden mit Freunden auf der Picknickdecke und lassen den Tumult der Großstadt für einige Zeit außen vor.

  • Palastgärten unter der Prager Burg, Foto: PCT
  • Wallenstein Garten, Foto: PCT
  • Vrtba Garten, Foto: PCT

Sie verstecken sich in den Palais-Innenhöfen und Kleingassenlabyrinthen der Kleinseite. Die Gärten Vrtbovská (Vrtba), Ledeburská (Ledeburg)Fürstenberská (Fürstenberg) und Kolovratská (Kolovrat) zählen zu den Barockperlen Prags. Sie bieten den gleichnamigen Palais eine einzigartige Entspannungszone und ihre terrassenartige Anordnung entstand praktisch aus der Not heraus. Der untere Bereich der Königsresidenz der Prager Burg bat nämlich nur beschränkt Platz und das auch nur bergab. Somit blieb den Planern eigentlich keine andere Wahl. Vor allem die gemütliche und intime Atmosphäre der hiesigen Gärten lockt ihre Besucher. Der einzige Garten, welcher dank seiner Größe aus der Reihe tanzt, ist der Wallenstein Garten. Von Juni bis September beherbergt dieser Garten diverseste Kulturevents bei freiem Eintritt – wie zum Beispiel Konzerte im Rahmen des „Kulturní léto ve Valdštejnské zahradě“ (Kultursommers im Wallenstein Garten).

Im Gras frühstücken

Sehr beliebt ist der Park auf dem Berg Petřín. Im Winter wird hier gekämpft, am ersten Mai strömen die Verliebten zur Skulptur des Karel Hynek Mácha, an zwei verschiedenen Picknickstellen kann gegessen oder am Kinderspielpatz getobt werden. Ein beliebtes Ausflugsziel stellt der Aussichtsturm am Petřín dar. Zu diesem gelangen Sie entweder zu Fuß (z.B. durch den Garten ‚Seminářská zahrada‘ in der Straße Hellichova ulice) oder gemütlich mit der Seilbahn von der Straßenbahnstation Újezd. Oben angekommen erwartet Sie neben einem wunderschönen Ausblick auf Hradčany (Hradschin) und Malá Strana (Kleinseite) auch noch das Spiegellabyrinth, welches Jung und Alt Vergnügen bereitet. Ein wenig in Vergessenheit geriet der Zahrada Kinských (Kinsky Garten) mit dem lieblichen Lustschlösschen. Zu diesem Garten gelangen Sie direkt von dem Berg Petřín über mehrere Passagen in der Hungermauer (Hladová zeď), welche Karl IV. zum Schutz der Stadt errichten ließ. Und gerade im Kinsky Garten versteckt sich eines der interessantesten Kirchleins Prag. Der komplett aus Holz gebaute, orthodoxe Tempel stammt ursprünglich aus der ukrainischen Stadt Mukatschewe.

Weitere nette Überraschungen bietet auch Vyšehrad (Prager Hochburg). Neben dem Vyšehrader Friedhof gehören auch ‚Čertův sloup‘ (die Teufelssäule) und ‚Libušina lázeň‘ (das Libussas Bad) zu bekannten Prager Sehenswürdigkeiten. Finden Sie die Stelle, von der aus, der Legende nach, Šemík und Horymír gesprungen sind?

Königliche Entspannung

Zu den bekanntesten Gärten zählen wohl die der Prager Burg, welche diese schön umschließen. Im Norden erstreckt sich neben dem originellen Letohrádek královny Anny (Belvedere der Königin Anna) Královská zahrada (der Königsgarten), in welchem sich nicht nur der „singende“ Springbrunnen, sondern auch Lví dvůr (Löwenhof) und Míčovna (Ballhaus) verstecken. Das Renaissancegebäude ist ein Werk des italienischen Architekten Paolo della Stella – eines der größten Meister seiner Zeit. Und der Springbrunnen? Hören Sie mal hin, er singt wirklich!

Im Süden schmücken die Burg zwei weitere Gärten - Rajská und Na Valech. Wenn sich der Renaissancegarten Královská Zahrada (Königsgarten) seinen Namen aufgrund seiner Entstehungszeit unter Ferdinand I. im Jahr 1534 verdiente, könnten wir die Gärten im südlichen Teil der Anlage genauso gut als Präsidentengärten bezeichnen. Diese wurden nämlich am Ort der mittelalterlichen Festung für den ersten tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk errichtet. Architekt Josip Plečnik verlieh der gesamten Parkanlage, an der er bis 1920 intensiv arbeitete, ein einzigartiges und unverwechselbares Aussehen. Und gerade ihm ist nicht nur die Býčí schodiště (Stiertreppe) zuzuschreiben, sondern auch die Aussichtsplattform des Gartens, die einen der schönsten Ausblicke auf die Prager Burg bietet.

Ausspannen außerhalb des Stadtzentrums

Ebenfalls der Wildpark Hvězda (Stern) oder der Klostergarten in Břevnov laden zum gemütlichen Spaziergang außerhalb des touristischen Trubels ein. Eine, vor allem am Abend, gemütliche Spazierrunde bietet die Vyšehrader Festung. Im königlichen Stadtbezirk Vinohrady können Sie die restlichen Weinberge bewundern, welche diesem Stadtteil seinen Namen verliehen. Am besten ließe sich dies in der Weinlaube in Grébovka unter die Lupe nehmen. Stromovka in Holešovice bietet dann auch den Sportbegeisterten genug Platz für stadtgerechte Bewegungsarten – Radfahren und Inlineskater gibt es hier bei Schönwetter unzählige.

Wohin für ungewöhnliche Ausblicke

 Prague City Tourism

Prag: Natur

Bereits ein flüchtiger Blick auf den Stadtplan verrät, dass verschiedene Arten von Grünflächen ein markanter und integraler Bestandteil Prags sind; sie machen etwa 20 % der Gesamtfläche der Stadt aus. Die Broschüre gibt Ihnen Einblick in die historischen Gärten und Stadtparks, führt Sie auf die Moldauinseln und in die tiefen Täler und felsigen Schluchten der Naturstätten, wo Sie nur schwer glauben können, dass Sie noch immer mitten in der Großstadt sind.

empfohlene Orte