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Jüdisches Museum in Prag – Spanische Synagoge (Židovské muzeum – Španělská synagoga)

An Stelle des ältesten Prager jüdischen Gebetshauses, genannt „Die alte Schule“ (Stará škola), wurde im Jahre 1868 die Spanische Synagoge im maurischen Stil nach einem Projekt von Vojtěch Ignác Ullmann und Josef Niklas errichtet. In den Jahren 1836–1845 - noch in der alten Schule - wirkte als Organist František Škroup, Komponist der tschechischen Nationalhymne.

Das Denkmal wird repariert vom 1 Juni 2019 und teilweise restauriert; es wird im späten Herbst 2020 eröffnet.

  • Sehenswürdigkeiten & Architektur
  • Synagogen / jüdische Sehenswürdigkeiten
  • Kultur & Unterhaltung
  • Museen
  • barrierefreier Zugang

Öffnungszeiten

    • November – März
    • Mo, Di, Mi, Do, Fr, So
    • 09.00 – 16.30
    • April – Oktober
    • Mo, Di, Mi, Do, Fr, So
    • 09.00 – 18.00

Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen.

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praktische Informationen

Die umfassende Sammlung an Judaistik, die über 40.000 Sammlungsgegenstände, 100.000 Bücher und ein reichhaltiges Archiv der jüdischen Kultusgemeinde umfasst, ist nicht nur in ihrer Menge einzigartig, sondern vor allem dadurch, dass sie aus einer geschlossenen Region – aus Böhmen und Mähren – stammt. In ihrem Komplex liefert sie ein kompaktes Bild über das Leben und die Geschichte der Juden in dieser Region. Das Museum sitzt in den Prager Synagogen und in weiteren jüdischen Sehenswürdigkeiten.

OBJEKTE DES JÜDISCHEN MUSEUMS IN PRAG:

Galerie Robert Guttmann

  • Prag 1, U Staré školy 3
  • Ein Ort für kurzzeitige Ausstellungen mit jüdischer Thematik

Klaus Synagoge

  • Prag 1, U Starého hřbitova 3a
  • Die Dauerausstellung erzählt über jüdische Traditionen, die sich auf Synagogen als auch auf das Alltagsleben von jüdischen Familien beziehen.

Maisel Synagoge

  • Praha 1, Maiselova 10
  • Eine Ausstellung mit dem Thema: „Juden in den tschechischen Ländern im 10. – 18. Jahrhundert“

Zeremonienhalle

  • Praha 1, U Starého hřbitova 3
  • Die Ausstellung widmet sich der Medizin im Ghetto, dem Tod und der Tätigkeit der Prager Chewra Kadischa Beerdigungsbruderschaft.

Pinkas Synagoge

  • Praha 1, Široká 3
  • Gedenkstätte für die Holocaust Opfer; die Dauerausstellung „Kinderzeichnungen aus Theresienstadt 1942 - 1944“ befindet sich im ersten Stock der Synagoge.

Spanische Synagoge

  • Praha 1, Vězeňská 1
  • Das Silber der tschechischen Synagogen
  • Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren im 19.– 20. Jahrhundert
  • Orte für regelmäßige Kammerkonzerte

Alter jüdischer Friedhof

  • Praha 1, Široká 3
  • Der Friedhof wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründet. Hier ist eine Reihe an bedeutenden Persönlichkeiten beerdigt.

 

DIE MEISTEN JÜDISCHEN DENKMÄLER DES JÜDISCHEN MUSEUMS PRAGS KÖNNEN SIE LEDIGLICH IM RAHMEN EINES BESICHTIGUNGSRUNDGANGS BESUCHEN.

 

P R A G E R   J U D E N S T A D T

Der Besichtigungsrundgang beinhaltet folgende Denkmäler:

  • Maisel Synagoge
  • Spanische Synagoge
  • Klaus Synagoge
  • Zeremonienhalle
  • Pinkas Synagoge
  • Alter jüdischer Friedhof
  • Galerie Robert Guttmann
  • Altneusynagoge

Eintritt:

  • Erwachsene: 500 CZK
  • Kinder 6-15 Jahre, Studenten bis 26 Jahre: 350 CZK
  • Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung (ZTP, ZTP-P) + Begleitung: 85 CZK
  • Familien (2 Erwachsene, bis zu 4 Kindern) – Erwachsene: 500 CZK, Kinder 6-15 Jahre: 160 CZK

 

J Ü D I S C H E S  M U S E U M   I N   P R A G

Der Besichtigungsrundgang beinhaltet folgende Denkmäler:

  • Maisel Synagoge
  • Spanische Synagoge
  • Klaus Synagoge
  • Zeremonienhalle
  • Pinkas Synagoge
  • Alter jüdischer Friedhof
  • Galerie Robert Guttmann

Eintritt:

  • Erwachsene: 350 CZK
  • Kinder 6-15 Jahre, Studenten bis 26 Jahre: 250 CZK
  • Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung (ZTP, ZTP-P) + Begleitung: 50 CZK
  • Familien (2 Erwachsene, bis zu 4 Kindern) – Erwachsene: 350 CZK, Kinder 6-15 Jahre: 100 CZK
  • Kinder bis 6 Jahre kostenlos

 

A L T N E U S Y N A G O G E

Die Prager Jüdischen Gemeinschaft ist für die Betreuung der Synagoge zuständig.

  • Erwachsene: 200 CZK
  • Kinder 6-15 Jahre, Studenten bis 26 Jahre: 140 CZK
  • Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung (ZTP, ZTP-P) + Begleitung: 35 CZK
  • Familien (2 Erwachsene, bis zu 4 Kindern) – Erwachsene: 200 CZK, Kinder 6-15 Jahre: 100 CZK
  • Kinder bis 6 Jahre kostenlos

 

G A L E R I E   R O B E R T   G U T T M A N N

  • Erwachsene: 50 CZK
  • Kinder 6-15 Jahre, Studenten bis 26 Jahre: 30 CZK
  • Kinder bis 6 Jahre kostenlos

 

Die Eintrittskarte ist ab Erstverwendung 7 Tage gültig. Jedes Objekt kann man nur einmal besuchen.

Für mehr Informationen

 

 

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Kontakte

  • Jüdisches Museum in Prag – Spanische Synagoge (Židovské muzeum – Španělská synagoga)
  • Dušní 12
  • 110 00 Praha 1- Josefov
  • +420222749211

Objekt geschichte

Spanische Synagoge – Jüdisches Museum

Erbaut wurde sie in den Jahren 1867 - 1868 an der Ecke der Straßen Dušní und Vězeňská im maurischen Stil nach dem Projekt von Ignaz Ullmann und Josef Niklas an der Stelle der ältesten Synagoge, die man Alte Schule oder auch Tempel nannte und die den erhaltenen Nachrichten gemäß bereits im 12. Jahrhundert existierte. Die Synagogen dienten nämlich ursprünglich als Schulen der allgemeinen Bildung von jugendlichen sowie erwachsenen Angehörigen der Judengemeinde. Als Isabella I. von Kastilien Juden aus Spanien vertrieb, fand eine deren Gruppen Asyl in Prag. Sie wurden in dieser Alten Schule beherbergt, die seitdem auch Spanische Synagoge genannt wird. Als das alte Gebäude wegen seinem Fassungsvermögen nicht mehr ausreichend war, wurden Arbeiten an einem neuen Bau aufgenommen, der technisch sehr gut gebaut wurde, wenn man die damalige Zeit in Betracht zieht. Der Bau verfügte über eine Zentralheizung und besonders auf gute Akustik wurde besonders viel Nachdruck gelegt, weil hier Dommusik und Gesang am hohen Niveau getrieben wurden, wovon auch die Tatsache spricht, dass der Kirchenchorleiter seit 1836 František Škroup war (der Musikautor der tschechischen Nationalhymne).
Der Bau wurde vom Baumeister Quido Bělský geleitet. Das Neurenaissancegebäude des quadratischen Grundrisses hat über dem Zentralraum eine gewaltige Kuppel. Die merkwürdige und prunkvolle Innenraumverzierung, imitierend spanische Innenräume aus Alhambra, entwarfen die Architekten Antonín Baum und Friedrich Münzberger. Im Sinne der religiösen Traditionen ist die Innenverzierung nur ornamentalisch gelöst, die Flächen sind mit einer niedrigen Stuckarabeske der stilisierten Geometrie- und Pflanzenmotive bedeckt, die durch die islamische Architektur mit der reichhaltigen Vergoldung und Polychromie inspiriert ist, was auch bei künstlerisch handwerklichem Beiwerk wiederholt wird. Im Jahre 1935 wurde daran vom Architekten Karel Pecánek ein modernes Objekt angebaut, das den Namen „Wintersynagoge“ trägt.
Die Synagoge dient den Gottesdiensten seit 1941 nicht mehr. Im Jahre 1955 wurde sie dem jüdischen Museum übergeben, in den Jahren 1958 - 59 wurden nach dem Projekt des Arch. Otto Rothmayer Innenräume restauriert und 1960 wurde hier die Exposition des Synagogentextils untergebracht. Im Jahre 1979 musste sie für ihren unfallgefährlichen Gebäudezustand geschlossen werden. Nach langen Aufschiebungen wurde in den Jahren 1995 - 98 der Umbau nach dem Entwurf des Architekten Petr Běťák durchgeführt. Repariert wurden sowohl der Außenmantel als auch die technischen Leitungen, insbesondere wurde allerdings der Innenraum verschiedenen Renovierungen unterzogen: die Stuck- und Gemäldeverzierung, Vergoldung, Vitragen, Orgel, Schmied-, Passier- und Tischlerelemente, Stein und Textil.
Die Dauerexposition des Jüdischen Museums im Hauptschiff und in der Galerie der Synagoge unter dem Namen „Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren im 19.– 20. Jahrhundert“ knüpft an die Exposition in der Meiselsynagoge „Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren vom 10. bis zum 18. Jahrhundert an. Im ersten Stock, in den Räumlichkeiten des Winterbethauses, bietet es schließlich eine repräsentative Auswahl von mehr als 200 wertvollen Silbergegenständen aus Museumssammlungen unter dem Namen Das Silber der tschechischen Synagogen.
Die Spanische Synagoge wurde für die Öffentlichkeit am 26. 11. 1998 geöffnet.

 

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zusammenhängende Geschichte

Information source: Židovské muzeum v Praze