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Museum der Hauptstadt Prag - Müller-Villa (Müllerova vila)

Die in den Jahren 1928-1930 erbaute Villa stellt das Meisterwerk der weltweiten architektonischen Avantgard dar. František Müller gehörte zu den bedeutenden Vertretern der damaligen tschechischen Gesellschaft und das Projekt seines eigenen, repräsentativen Sitzes vergab er an einen der größten Architekten seiner Zeit, an Adolf Loos. Der Bau wirkt nach außen hin nüchtern funktional, interessant ist vor allem seine Innenaufteilung, der sogeannte Raumplan.

Museum der Hauptstadt Prag - Müller-Villa (Müllerova vila), Nad Hradním vodojemem 14, Praha 6 - Střešovice, 160 00
Web: http://www.mullerovavila.cz, http://www.muzeumprahy.cz, e-mail: vila.muller@muzeumprahy.cz
tel.: +420224312012

Öffnungszeiten

November – März

Dienstag
10.00 – 17.00
Donnerstag
10.00 – 17.00
Samstag
10.00 – 17.00
Sonntag
10.00 – 17.00

April – Oktober

Dienstag
09.00 – 18.00
Donnerstag
09.00 – 18.00
Samstag
09.00 – 18.00
Sonntag
09.00 – 18.00

Eintrittspreise

Grundpreis

300 Kč

ermäßigter Eintrittspreis

200 Kč

Besichtigungszeiten:
April - Oktober: Di, Do, Sa, So – Führungen um 9.00, 11.00, 13.00, 15.00 und 17.00
November - März: Di, Do, Sa, So - Führungen um 10.00, 12.00, 14.00 und 16.00

Reservierung/Voranmeldung erforderlich.

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Programme

Objekt geschichte

Loos-Villa - Müller-Villa - Museum der Hauptstadt Prag

Die Villa wurde in den Jahren 1928 - 1930 als Wohnhaus für den Ingenieur František Müller (den Miteigentümer der Prager Baufirma Kapsa - Müller) erbaut. Der Projektautor war Adolf Loos, sein Mitarbeiter war der Architekt Karel Lhota. Der Bau wirkt nach außen streng funktionalistisch, interessant ist er vor allem durch seine innere Disposition (der sog. Raumplan - eine Erfindung von Loos - die einzelnen Zimmer liegen in verschiedenen Höhenebenen, die durch Treppen gegenseitig verbunden sind. Bis 1948 diente die Villa als Wohnhaus, dann wurde sie der Familie Müller enteignet. Es saßen hier der Staatliche pädagogische Verlag und das Marxismus-Leninismus-Institut. Das Gebäude ist im Besitz der Hauptstadt Prag (nach 1990 gewann es das Magistrat, das einen Teil von der Rückübertragungsantragstellerin E. Materna-Müller kaufte), mit der Verwaltung ist das Museum der Hauptstadt Prag beauftragt.

In Anbetracht des außergewöhnlichen architektonischen Werts wurde die Müller-Villa durch die Anordnung der Regierung der Tschechischen Republik vom 16. 8. 1995 zum Volkskulturdenkmal erklärt (Sammlung Nr. 262/95).

Seit 1997 begann man die Renovierung der Villa intensiv vorzubereiten, und zwar in Zusammenarbeit des Museums der Hauptstadt Prag und des Staatsinstituts der Denkmalpflege. Aufgrund der Ausschreibungsergebnisse wurde mit dem Restauratorenvereinigung Thalia - Consult ein Vertrag abgeschlossen. Diese Vereinigung führte den Umbau nach einem Projekt der Architekten Václav Girsa und Miloslav Hanzl durch. Die Umbauarbeiten an der Loos-Villa wurden am 23. 11. 1998 aufgenommen und am 25. 5. 2000 wurde der Umbau fertig gestellt.

Am 6.5.2002 wurde die Villa mit einer Gedenktafel der Organisation Europa Nostra versehen, die sich mit dem Schutz der Kultur- und Naturschätze beschäftigt. Der Loos-Villa wurde von dieser Organisation für einen vorbildlichen in den Jahren 1998 bis 2000 verwirklichten Umbau der Kulturerbepreis verliehen.

 

Den Wohnraum der Villa bilden:

- das Wohnzimmer mit Marmorverkleidungen

- das Mahagoniesszimmer mit einem runden Tisch

- das Damen-Boudoir mit japanischem Dekor

- die Bibliothek

- das Arbeitszimmer des Hausherren

- das Schlafzimmer

- das Badezimmer

- die Damen- und Herrengarderobe

- zwei Kinderzimmer

- die Fotokammer (heute die Exposition über das Werk von A. Loos)

- der Sommeressraum

- die Terrasse mit der Aussicht

- die Wohnung des Fahrers

- Appartements der Dienerschaft

 

Auch der Garten der Müller-Villa stammt aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er wurde über lange Jahre nicht gepflegt, in Ordnung wurde er erst im Jahre 2000 gebracht. Im Oktober 2010 gewann er den Preis der Assoziation ELCA, die sich speziell auf Garten- und Landschaftsgestaltungen orientiert.

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