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Wallenstein Garten (Valdštejnská zahrada)

Der streng geometrisch frühbarocke Garten entstand gleichzeitig mit dem Bau des Wallenstein-Palais in den Jahren 1623–1629. Auf den ersten Blick fesselt der kolossale Drei-Achsen-Bau, die sog. „Sala Terrena“, die zu ihrer Zeit kein Pendant hatte, sowie die künstliche Tropfsteinhöhle. In den Sommermonaten finden im Garten Konzerte und Theatervorstellungen statt.

Wallenstein Garten (Valdštejnská zahrada), Letenská, Praha 1 - Malá Strana, 118 00
Web: http://www.senat.cz/informace/pro_verejnost/valdstejnska_zahrada/
tel.: +420257075707

Öffnungszeiten

April – Mai

Montag
07.30 – 18.00
Dienstag
07.30 – 18.00
Mittwoch
07.30 – 18.00
Donnerstag
07.30 – 18.00
Freitag
07.30 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

Juni – September

Montag
07.30 – 19.00
Dienstag
07.30 – 19.00
Mittwoch
07.30 – 19.00
Donnerstag
07.30 – 19.00
Freitag
07.30 – 19.00
Samstag
10.00 – 19.00
Sonntag
10.00 – 19.00

Oktober

Montag
07.30 – 18.00
Dienstag
07.30 – 18.00
Mittwoch
07.30 – 18.00
Donnerstag
07.30 – 18.00
Freitag
07.30 – 18.00
Samstag
10.00 – 18.00
Sonntag
10.00 – 18.00

Der Eintritt ist kostenlos.

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Objekt geschichte

Waldsteingarten ist höchstwahrscheinlich der erste Palastgarten in Prag, der in Anknüpfung an einen Palast gebaut wurde. Er gehört zum Palais Waldstein (Valdštejnský palác) Nr. 17, der vom Platz Valdštejnské náměstí 4 zugänglich ist. Ein streng geometrischer Garten repräsentiert das Frühbarock und erstreckt sich zwischen dem Palais, der Ritterschule und der Straße Letenská und ist mit einer Mauer abgeschlossen. Seine Fläche beträgt 1,7 ha. Der Palastkomplex mit dem Garten entstand in den Jahren 1623 – 30. Albrecht von Waldstein (Albrecht z Valdštejna), der Heerführer des Kaisers Ferdinand II., erbaute das Areal an der Stelle von 25 Häusern, 7 Gärten, einer Ziegelbrennereien und weiteren Grundstücken.

Am Bau beteiligten sich Giovanni Pieroni, Andrea Spezza a Nicolo Sebregondi. Die dem Palais anliegende Sala terrena wurde im Jahre 1629 beendet. Ihre Wände zieren Fresken und Stuck von Baccio di Bianco mit den Motiven aus dem Trojanischen Krieg. Die Fresken wurden durch Übermalung im Jahr 1853 vernichtet (Maler Friebel). Die Sala terrena wurde in den Jahren 1911 – 12 und 1965 rekonstruiert. Im Jahr 1859 wurde hier Schillers Drama Wallenstein aufgeführt, im Jahr 1938 fand im Palais und in den anliegenden Räumen die Ausstellung Prager Barock statt. Seit jener Zeit dient der Platz Theatervorstellungen und Konzerten. Neben der Sala terrena ist eine künstliche Tropfsteinhöhle (Grotte), in der sich Stalaktite aus Kalkstuck befinden – als Kern der Tropfsteine wurden Dachziegeln verwendet. Auf der anderen Seite ist ein kleiner Salon mit einer Freske, die die Argonautensage und die Sage vom Goldenen Vlies darstellt. Rechts neben der Grotte ist eine Voliere für exotische Vögel. Vor der Sala terrena ist ein Blumenparterre, in dessen Mitte eine Fontane aus Bronze mit einer Kopie der Statue Venus mit Amor und Delphin von Benedikt Wurzelbauer aus dem Jahr 1599 steht. Im Jahr 1648 wurde die Statue als Kriegsbeute mit anderen Figuren nach Schweden gebracht, 1890 kehrte sie nach Böhmen zurück, das Original besitzt die Gemäldegalerie der Prager Burg (Obrazárna Pražského hradu).

Ein Teil des Gartens nimmt ein künstlicher Teich mit einer Insel ein, der Schiffchenfahrten diente. Auf der Insel steht eine Kopie einer Fontane aus Marmor mit Statuen des Herkules und der Najaden von Adriaen de Vries. Auf dem Teich führte 1816 einen erfolgreichen Versuch mit seinem Model eines Dampfschiffes der Erfinder Josef Božek vor.

Im Laufe der Jahre 1625 – 26 schuf der niederländische Bildhauer Adriaen de Vries für den Garten eine Figurensammlung, die die Gestalten aus der griechischen Mythologie darstellt. Die Figuren kamen im Jahr 1648 auch als Kriegsbeute nach Schweden und bis heute schmücken sie das Schloss Drootningholm. Die Kopien ließ für den Waldsteingarten Adolf Waldstein in den Jahren 1914 – 15 anfertigen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Garten für die Öffentlichkeit donnerstags und sonntags zugänglich. Jan Neruda schrieb darüber in einem seinem Feuilleton.

Der Garten wurde in den Jahren 1954 – 55 nach dem Entwurf von den Architekten Miloš Vincík und Julie Pecánková hergerichtet und im Jahr 1985 wurde der Garten nach dem Entwurf der Architektin Jana Tupá teilweise renoviert. Im Jahr 1997 wurde der dritte Eingang in den Garten durch ein Tor neben der U-Bahnstation Malostranská feierlich eröffnet. In den Jahren 2000 und 2001 wurde der Garten komplex nach dem Projekt der Architekten Václav Dvořák und Zdeněk Sendler renoviert.

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