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Prager Burg – Kaiserlicher Pferdestall (Císařská konírna)

Kaiser Rudolf II war neben seinen kuriosen Interessen gleichwohl ein leidenschaftlicher Pferdeliebhaber und –sammler. Für diese Leidenschaft zögerte er nicht, sogar einen Teil der Burgbefestigung und das Gebäude des alten Vikariats abreißen zu lassen, um an deren Stelle rund um das Jahr 1583 wunderschöne Ställe errichten zu lassen. Gegenwärtig dient dieser wunderschöne Pferdestall zu Ausstellungszwecken, ebenso finden hier temporäre Ausstellungen statt.

Prager Burg – Kaiserlicher Pferdestall (Císařská konírna), Pražský hrad - II. nádvoří, Praha 1 - Hradčany, 119 08
Web: http://www.kulturanahrade.cz, e-mail: info@hrad.cz
tel.: +420224372434, +420224372415

Nur zu Ausstellungszeiten geöffnet, der Eintrittspreis variiert je nach Art und Umfang der Ausstellung.

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Objekt geschichte

Kaiserlicher Pferdestall – Prager Burg

Wenn man ins Burggelände von der Pulverbrücke (Prašný most) vom Norden eintritt, geht man an der auf beiden Seiten des Nordtores, auch Pacassi Tor genannt, stehenden Ehrenwache vorbei. Von der Durchfahrt hinter dem Tor links ist der Eintritt in den Kaiserlichen Pferdestall, heutzutage einen Ausstell- und Konzertsaal. Auf beiden Seiten des Nordtores waren Ställe bereits unter Ferdinand I. Rudolph II., der leidenschaftliche Pferdeliebhaber und -sammler ließ an ihrer Stelle neue wunderschöne Ställe bauen, die damals hoch geschätzt waren. Die Ecke der romanischen Stadtmauer und Altes Vikariat mussten damals abgerissen werden, für Altes Vikariat ließ der Kaiser der Kapitel zu St. Veit ein Ersatzgebäude bauen. Es wurde hier ein langer Raum ausgebaut, gewölbt durch gewälztes Gewölbe mit Ausschnitten. Das Gewölbe ist mit einem Netz unechter Stuckrippen versehen. Wahrscheinlich im 20. Jahrhundert wurde der Raum auf der Ostseite getrennt und als Gang, Turnhalle und Lackiererwerkstatt genutzt. In den 80er Jahren begann die Präsidentenkanzlei den Umbau vorbereiten und 1990 wurde endgültig entschieden, dass hier ein selbstständiger geräumiger Ausstellsaal errichtet wird, in dem die Verwaltung der Prager Burg Ausstellungen veranstaltet. Für eventuelle Konzertproduktionen passen 350 sitzende Zuhörer hinein.
Die Prager Burg ist seit 1962 ein Volkskulturdenkmal.

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